General André Cox fordert die Heilsarmee auf, sich auch weiterhin zu mobilisieren

General André Cox im Korps Regent Hall in London

„Vorwärts!“ lautete die deutliche Botschaft von General André Cox an die Salutisten und Freunde, die sich im Korps (Gemeinde) Regent Hall zum Fest im Rahmen der Aktion The Whole World Mobilising (Die ganze Welt mobilisieren) versammelt hatten. Die Veranstaltung im Herzen der britischen Hauptstadt London würdigte die vielfältige Weise, auf die Menschen rund um die Welt auf den Aufruf des Generals reagiert haben, ihre Gemeindehäuser zu verlassen und kreative Wege zu finden, um ihren Mitmenschen zu helfen und ihnen die Botschaft des Evangeliums zu vermitteln. An dem Dank- und Festtag beteiligten sich verschiedene Gruppen des Korps wie zum Beispiel das Lobpreisteam, Ensembles aus anderen Orten Großbritanniens und viele Offiziere und Angestellte des Internationalen Hauptquartiers (IHQ).

In der Versammlung am Sonntagvormittag spielte die Kapelle „People Need the Lord“ (Menschen brauchen Gott) und spiegelte damit den Aufruf zur Mobilisierung wider. Die Korpsoffiziere, Majore Caroline und Richard Mingay begrüßten die internaionalen Leiter: General André Cox, Kommandeurin Silvia Cox (Weltpräsidentin der Frauenorganisationen), den Stabschef (Kommandeur Brian Peddle) und Kommandeurin Rosalie Peddle (Weltsekretärin der Frauenorganisationen) sowie die General i. R. John Larsson, Kommandeurin Freda Larsson und Kommandeurin Gisèle Gowans. Der General leitete die Anbetungszeit ein und erinnerte die Zuhörer daran, dass Gott zu lieben auch bedeutet, Menschen zu lieben und dass für Gott niemand unerreichbar ist.

Flaggen für jede der fünf internationalen Zonen wurden nach vorne getragen sowie eine Flagge der Aktion The Whole World Mobilising. Kommandeurin Rosalie Peddle berichtete dabei, dass Mobilisierungs-Flaggen in Territorien getragen wurden, in denen der christliche Glaube bedroht ist, und auf heißen, staubigen Straßen. Sie berichtete, wie das Leben von Menschen durch die Initiative verändert wurde. Oberstleutnantin Kalie Webb (IHQ) eröffnete die Gebetszeit mit einigen Bildern von den vielfältigen Weisen, wie Salutisten aktiv geworden sind – mit Bekenntnismärschen, indem sie praktische Unterstützung anboten und durch kreative Aktivitäten. In dieser Zeit bildeten die Anwesenden kleine Gebetsgruppen im Saal.

Kommandeurin Cox bemerkte, niemand habe sich vorstellen können, wie die Vision einer mobilisierten Heilsarmee die Herzen von Salutisten auf der ganzen Welt ergriffen hat, als sie entdeckten, wie wichtig es ist, zurück auf die Straßen zu gehen. Sie betete, dass dies zur Ehre Gottes andauern werde.

Die Singing Company (Kinder- und Jugendchor) erinnerte durch ihre lebendige Darbietung von „Dare to be a Daniel“ an eine Person aus der Bibel, die einen mutigen Glaubensschritt tat.

Die Regent Hall Songsters – mit Gastsolistin Suzanne Rose (Kettering Citadel) – sangen einfühlsam „My Covenant“, bevor der General sich an die Versammelten wandte. Er erklärte, die Initiative The Whole World Mobilising tue das, wozu Gott die Heilsarmee seit 152 Jahren auffordere. Er zitierte die Worte des Heilsarmeegründers William Booth, dass die Armen und Verlorenen „unsere Leute“ seien, und fuhr fort: „Wir können nicht selbstzufrieden in unseren Gemeindehäusern sitzen, denn es gibt Leute, die womöglich nie die Liebe Gottes erfahren, wenn wir uns nicht ganz in der Mission engagieren. Die Herausforderung für die Heilsarmee, 152 Jahre nach ihrer Gründung, besteht darin, sich die Vision der frühen Pioniere zur Veränderung der Welt zu eigen zu machen. Falls sich die Heilsarmee jemals entscheidet zu demobilisieren – in die Kasernen zurückzukehren – hört sie letztlich auf zu existieren.“ Am Ende der Versammlung reagierten viele, indem sie sich an der Gebetsbank Gott weihten.

Am Nachmittag kam der Verkehr auf der Regent Street zum Stehen, als – angeführt von der Kapelle und den internationalen Leitern – Salutisten aller Altersgruppen und Nationalitäten zum Trafalgar Square marschierten, wo anschließend eine Freiversammlung stattfand. Hunderte Passanten blieben stehen und hörten zu. Einige hatten vom Hauptportal der National Gallery aus einen guten Überblick. Es wurden Gespräche geführt und die Broschüre „Who is this Jesus anyway?“ (Wer ist eigentlich dieser Jesus?) sowie Exemplare der Heilsarmee-Zeitschriften veröffentlicht. Kinder und Jugendliche verteilten Luftballons mit dem Heilsarmee-Emblem.

Die musikalische Untermalung kam von der Kapelle und der Männer-Gesangsensemble FourHynm. Die Gruppe Konverse aus dem Korps Barking steuerte energiegeladenen Tanz bei und der Stabschef moderierte auf ansprechende Weise zwischen den einzelnen Programmpunkten.

Nach ihrer Rückkehr in die Regent Hall hatten die Teilnehmer des Marsches kaum Zeit, um durchzuatmen, bevor die Festversammlung begann. Diese wurde von Ester Ellen Nelson geleitet, einer isländischen Salutistin, die Projektmanagerin für The Whole World Mobilising ist. Die lebhaften Auftritte der Tanzgruppe Konvers und des Gospelchors W1 sorgten für neue Energie.

Programmpunkte waren zum Nachdenken anregende Videosegmente, die zeigten, in welchem Umfang die internationale Heilsarmee auf den Aufruf des Generals, ihre Säle zu verlassen und sich in ihrem Umfeld zu engagieren, reagiert hat. Darunter waren ein Beitrag über die Mobilisierungskampagne, ein Friedenslied aus Kenia und das Vaterunser in verschiedenen Sprachen. Einige Videos wurden auch speziell für diese Veranstaltung produziert, darunter ein Kurzfilm der Bill Booth Theater Group (USA-Ost), Zeugnisse aus Indien und den USA, ein Remix einer Rede des Generals (von Salvation Factory, USA-Ost) und eine moderne Interpretation des traditionellen Heilsarmeelieds „Rouse, then, Soldiers, Rally Round the Banner!“ (Auf denn, Streiter, schart euch um die Fahne!), mit der DJ Morph die heutige Heilsarmee zur Geschlossenheit aufrief.

Vor Beginn der Feier leitete der Stabschef eine Gebetszeit für Menschen weltweit, die von Katastrophen und Terror betroffen sind. „Wir müssen heute an unsere internationale Familie denken“, sagte er.

Der internationale Ansatz war in der gesamten Veranstaltung erkennbar, unter anderem durch IHQ-Offiziere, die in Volkstrachten in ihrer Muttersprache beteten sowie durch eine gemeinsame Schriftlesung von Vertretern der fünf Zonen am IHQ.

Ein deutliches Beispiel für die Mobilisierung wurde von Zena Osterberg aus dem Korps Hadleigh Temple vorgestellt. Zena ist begeisterte Tamburinspielerin und erzählte, wie sie mit Gottes Führung ihre Leidenschaft für dieses traditionelle Heilsarmee-Instrument nutzen konnte. Sie gründete eine Gruppe namens Timbreltastic, die, so erklärte sie, „mehr in der Gesellschaft als in unserem Gemeindehaus“ aktiv ist. Seit Gründung der Gruppe im Juni 2016 haben sich mehr als 80 Personen daran beteiligt, mehr als zwei Drittel von ihnen hatten zuvor keine Verbindung zum Korps. Als Zena unter Applaus die Bühne verließ, legte sie in einem berührenden symbolischen Akt ihr Tamburin auf die Gebetsbank.

Der General forderte alle Salutisten auf: „Unsere Berufung ist zu gehen“, sagte er, „hinaus in die Welt zu gehen, nicht versteckt in unseren Sälen zu bleiben.“

Er erklärte, wie die Teilnehmer von The Whole World Mobilising innovative und fantasievolle Möglichkeiten ausprobiert haben, um ihre Nachbarn zu erreichen, und ermahnte Salutisten und Freunde: „Gott ruft uns auf, in jedem Umfeld eine verändernde Kraft zu sein.“ Er beschrieb sein Ziel, der Schwerpunkt auf Mobilisierung solle auch mit dem Jahr 2018 nicht enden, und schloss mit einem deutlichen, starken Appell: „Heilsarmee, es ist Zeit, vorwärts zu gehen!“

Zum Abschluss der Versammlung sangen alle aus voller Kehle „I’ll Go in the Strength of the Lord“ (Ich geh in der Kraft meines Herrn). Der Schlussakkord wurde durch das Abfeuern von Luftschlangen über den Versammelten unterstrichen.

Die Veranstaltungen des Tages wurden auf der Grundlage geplant, dass mit ihnen nicht nur die persönlich Anwesenden erreicht werden sollten, sondern dass sie der Welt eine Möglichkeit boten, über das Internet ebenfalls mitzufeiern. Die beiden Versammlungen, der Marsch und die Freiversammlung wurde live auf der Mobilising-Website und auf Facebook übertragen. Die Veranstaltungen im Freien wurden von einem Studio unterstützt, dass für diesen Anlass in Regent Hall eingerichtet worden war. Es präsentierte zudem Interviews mit Personen, die an der Mobilisierungsinitiative mitgewirkt hatten.

Zum Zeitpunkt der Abfassung dieses Berichts waren die drei Veranstaltungen insgesamt mehr als 47 000 Mal angeschaut und auf Facebook aus der ganzen Welt kommentiert worden, unter anderem aus Australien, Neuseeland, Japan, Indien, Pakistan, Sambia, Italien, Schweden, Spanien, Jamaika, den USA, Kanada und Ecuador.

Eine Person in Schottland freute sich sehr, (krankheitsbedingt) zum ersten Mal seit elf Monaten an einer Versammlung teilnehmen zu können, und Majorin Heather Grinsted schrieb: „Wir sind aus Kuwait dabei. Wir haben mitgesungen, dem Wort Gottes zugehört und zusammen gebetet. Eine Armee. Gottes Segen.“

Die drei Veranstaltungen können weiterhin unter sar.my/tv sowie im „Mobilising“-Blog oder über www.facebook.com/mobilising angeschaut werden.

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