Heilsarmee bittet um Spenden für Erdbeben-Opfer in Nepal

Update vom 13. Mai

Die Katastrophenhilfe der Heilsarmee in Nepal – Eine Übersicht

Die Heilsarmee verstärkt auch weiterhin ihre Hilfsmaßnahmen in Nepal. Damaris Frick vom Internationalen Katastrophenhilfsdienst der Heilsarmee hat eine Übersicht der zahlreichen Maßnahmen erstellt, die zurzeit umgesetzt werden. Darin ist auch zu sehen, wie sich das internationale Team ganz für die Menschen in Nepal einbringt, besonders auch nach dem zweiten großen Erdbeben.

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Die laufenden Hilfsmaßnahmen lassen sich grob in städtische und ländliche Projekte aufteilen. Ganz allgemein konzentriert sich die Arbeit in den Städten – Kathmandu, Bhaktapur und Lalitpur – auf Lager für Menschen, die ihr Zuhause verloren haben. Zu den Aufgaben dort gehören die Lagerleitung sowie die Versorgung mit Lebensmitteln und Wasser. In den ländlichen Gebieten sorgt die Heilsarmee in abgelegenen Orten der Distrikte Ramachhap und Sindhupalchok sowie in der Umgebung von Ghorka für Lebensmittel und Notunterkünfte.

Ein LKW mit Hilfsgütern gelangte vom Territorium Indien-Ost nach Nepal. Zu seiner Ladung gehörten 700 12-Liter-Kanister Wasser und 130 Kartons Nudeln, bestehend aus jeweils 48 Päckchen. Bislang hat das Nepal-Hilfsteam etwa 150 Kanister Wasser und 40 Kartons Nudeln verteilt. Diese Hilfsgüter kommen hauptsächlich in den von der Heilsarmee unterstützten Lagern zum Einsatz, sowie in kleinen, verstreuten Unterkünften. Ein weiterer LKW mit 300 Zeltplanen ist von Kalkutta aus auf dem Weg.

Das Einsatzteam hat mehr als 700 Haushalten in Kathmandu, Bhaktapur, Lalitpur und Sindhupalchok mit Lebensmitteln geholfen. Ein typisches Lebensmittelpaket enthält Reis, Dhal (Linsen), Öl und Salz. Bei einer weiteren Verteilung, die für Ramechhap geplant ist, werden 280 Haushalte Lebensmittelpakete erhalten.

Mithilfe von Partnern gelang es der Heilsarmee, Zeltplanen zu beschaffen. Bislang wurden 131 davon verteilt. Weitere 70 sind bereits zur Verteilung vorgesehen.

Unterkünfte sind nach wie vor eines der drängendsten Anliegen, besonders da die Monsunzeit näher rückt. In Pakistan wurden 1.000 hochwertige wetterfeste Zelte bestellt. Dank der Unterstützung durch das internationale Logistikunternehmen UPS werden sie in Kürze nach Nepal transportiert. Lebensmittel konnten vor Ort beschafft werden, was die ideale Lösung ist.

Die Heilsarmee wurde gebeten, die Verantwortung für die Leitung einiger Zeltlager zu übernehmen. Bislang wurden ihr vier Lager zugewiesen (zwei davon wurden inzwischen geschlossen), in zwei weiteren leistet sie jedoch nach wie vor Unterstützung in Form von Lebensmitteln, Unterkünften und weiteren Hilfsgütern. Das Team wurde gebeten, die Aufsicht für ein weiteres Lager zu übernehmen, das Hilfe braucht. Mitglieder des Teams werden es besuchen, um herauszufinden, was dort benötigt wird.

Ein neues Projekt ist weit im Norden von Ghorka entstanden, wo 8 000 Personen Nahrung und Obdach benötigen. Es wird in Zusammenarbeit mit MountainChild durchgeführt, einer lokalen Nichtregierungsorganisation, die über die nötigen Hubschrauber verfügt, um einige der entlegensten Gebiete zu erreichen.

In Sindhupalchok wurden bereits Lebensmittel verteilt – sowie weitere Hilfsgüter wie z. B. Solarlampen – und es ist geplant, Notunterkünfte für 1 000 Haushalte bereitzustellen.

Die Heilsarmee führt ihren Einsatz als Teil der größeren humanitären Operation durch und bemüht sich daher darum, ihn sowohl auf nationaler als auch regionaler Ebene mit anderen zu koordinieren. Sie ist bei manchen Dorfentwicklungsräten (village development council, VDC) als wichtigste Hilfsorganisation registriert und nimmt an acht der Cluster (Koordinationsgruppen) teil, die von den Vereinten Nationen eingerichtet wurden, um eine effektive Zusammenarbeit und Koordination sicherzustellen.

Zum internationalen Einsatzteam in Nepal gehören zurzeit: Damaris Frick (Internationales Hauptquartier), Oberstin Carol Telfer (Pakistan), Kapitän MacDonald Chandi (Pakistan), Kapitänin Kathy Crombie (Internationale Kommission für soziale Gerechtigkeit) und Kapitän Vanlaltluanga Pachuau (Territorium Indien-Ost). Zwei Teammitglieder, Kapitänin Joy Thang und Michael Andrew (Indien-Ost) sind inzwischen nach Hause zurückgekehrt. Der Internationale Katastrophenhilfsdienst bemüht sich derzeit um die Entsendung weiterer Mitarbeiter.

Die internationalen Mitarbeiter arbeiten eng mit den Majoren Lalsangliana Vuite und Lalnunsangi Ralte zusammen, den Leitern der Heilsarmee in Nepal. Unterstützung kommt auch von zahlreichen jungen Leuten, die mit der Heilsarmee (oder der Salvation Mission, wie sie in Nepal genannt wird) verbunden sind. Das Wissen und die Kontakte der Einheimischen erweisen sich als unverzichtbar.

Damaris Frick schreibt: „Sie alle werden von dem erneuten Erdbeben heute, am 12. Mai, gehört haben. Die meisten von uns waren irgendwo in Kathmandu unterwegs, da wir einige Hilfsgüter zum Flughafen brachten. Zudem befanden sich zwei Teams auf Erkundungstour in Sindhupalchok ganz in der Nähe des Epizentrums. Wir sind dankbar, dass wir über Satellitentelefon Kontakt zu ihnen aufnehmen konnten. Inzwischen sind sie wohlbehalten zurückgekehrt.“

Sie fügt hinzu: „In Kathmandu schläft heute Nacht offenbar jeder im Freien, also werden wir unsere Matten und Schlafsäcke nehmen und dasselbe tun.“

Abschließend richtet sie folgende Botschaft an die vielen Menschen, die ihr Mitgefühl gezeigt, für die Arbeit der Heilsarmee in Nepal gebetet und großzügig gespendet haben: „Danke für all das Interesse und die Unterstützung aus der ganzen Welt – das ist sehr willkommen. Bitte beten Sie weiter für unsere hervorragenden Kollegen und die liebenswerten Menschen hier in Nepal.“

Bericht von IHQ Communications
(nach einem Bericht von Damaris Frick),
Internationales Hauptquartier

Lebensmittellieferung in entlegene Bergdörfer [Update vom 11. Mai]

Update vom 11. Mai

Heilsarmee verteilt Lebensmittel in entlegenen Bergdörfern

Mit Unterstützung von ortsansässigen ehrenamtlichen Helfern, hat das Katastrophenhilfsteam der Heilsarmee einen LKW mit mehreren Tonnen Reis, Linsen, Öl und Salz beladen und an Betroffene im Sindupalchok Distrikt ausgeliefert. Dieser Distrikt liegt nicht weit von der Hauptstadt Kathmandu entfernt, ist jedoch einer der am schwächsten entwickelten Regionen Nepals.

Durch das Beben sind viele Straßen schwer beschädigt worden, was die Logistik der Hilfsteams erschwert. So mussten die Helfer bei dieser Lieferung die schweren Säcke mit Lebensmitteln streckenweise mühsam über eine 160 Meter lange Laufbrücke tragen, um sie ins provisorisch eingerichtete Verteilzentrum – einem Hotel – zu bringen. So verzögerte sich die Ankunft bis in die tiefen Abendstunden. Der Besitzer des Hotels zeigte sich jedoch sehr hilfsbereit. Er stellte nicht nur seine Anlage zur Lagerung und Distribution zur Verfügung, sondern bot dem Heilsarmee-Team gleich eine Bleibe für die Nacht.

Am nächsten Morgen machten sich die Helfer gleich an die Arbeit und verteilten insgesamt  6,7 Tonnen Reis, über eine Tonne Linsen, 450 Liter Speiseöl und 225 Kilogramm Salz an 445 Haushalte in neun Dörfern. Diese Ortschaften liegen alle eher abseits, weshalb viele Empfänger der Lieferung ihre Rationen mehrere Stunden lang bergauf zu Fuß befördern mussten. Nichtsdestotrotz sind die Menschen extrem dankbar für die Hilfe, die sie erfahren haben.

Die Deutsche Damaris Frick, eine erfahrene Katastrophenhelferin des Internationalen Notfalleinsatzteams der Heilsarmee, koordiniert die Hilfseinsätze vor Ort und teilte mit: „Ich möchte den internationalen und lokalen Mitgliedern des Hilfsteams danken, die alle unermüdlich im Einsatz sind, und auch den anderen Heilsarmee-Territorien und sonstigen Spendern weltweit, die diese wichtigen Einsätze unterstützen. Dank Ihrer Großzügigkeit, werden 445 Familien heute Abend und für die kommenden Tage zu essen haben.“

Erste Hilfsgüter in Nepal eingetroffen [Update vom 01.05.2015]

Die erste Hilfsgüterlieferung ist am Donnerstag (30. April) bei der Heilsarmee in Nepal angekommen. Ein Team aus Indien lieferte Flaschen mit insgesamt 8.400 Litern Trinkwasser und 6.000 Pakete mit Nudeln. Zusätzlich hat die Heilsarmee größere Mengen Reis, Linsen, Öl und Salz vor Ort erwerben können. Das Team hat in zwei verwüsteten Ortschaften in der Nähe von Kathmandu mit der Verteilung der Güter an besonders schwer betroffene Familien begonnen.

Die internationale Heilsarmee unterstützt die Hilfsoperationen durch großzügige Spenden und Gebet. Die Heilsarmee in Hongkong finanziert beispielsweise Zelte, Decken und Trinkwasser für rund 5.000 Familien mit einem Betrag von rund 270.000 Euro.

Lebenszeichen von der Heilsarmee in Nepal [Update vom 28.04.2015]
Das Büro der Heilsarmee-Offiziere in Nepal nach dem Erdbeben

Von den Heilsarmee-Majoren Lalsangliana und Lalnunsangi in Kathmandu erreichte uns nun die Nachricht, dass ihr Haus anscheinend äußerlich nur leichte Schäden davongetragen hat. Die Inneneinrichtung stehe jedoch Kopf und aufgrund der Nachbeben und einiger Risse im Mauerwerk kehren sie noch nicht zurück. Wie so viele andere Überlebende, leben sie derzeit unter freiem Himmel. Jedoch sind alle Korps-Mitglieder unverletzt geblieben.

Update vom 26.04.2015

Damaris Frick, eine deutsche Mitarbeiterin des Internationalen Katastrophendienstes der Heilsarmee, ist nach Nepal aufgebrochen. Sie wird dort prüfen, wie die Heilsarmee in Zusammenarbeit mit anderen Hilfsorganisationen vor Ort am effektivsten Hilfe leisten kann.

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BFSWDE33XXX
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Bei dem schweren Erdbeben in der Himalaya-Region am Morgen des 25. April 2015 sind nach derzeitigem Kenntnisstand allein in Nepal über 8.000 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 17.000 wurden verletzt. Fast eine halbe Million Gebäude sind zerstört oder schwer beschädigt.

Die Katastrophenhilfseinsätze für Nepal werden vom Heilsarmee-Territorium Ost-Indien koordiniert. Mehrere Territorien weltweit haben dem dortigen Leiter, Oberst Lalngaihawmi, bereits ihre Unterstützung zugesagt.

General André Cox, Leiter der internationalen Heilsarmee rief zum Gebet auf: „Bitte beten Sie für Frieden und Trost für die Trauernden. Beten Sie für die Verwundeten, dass sie Heilung erfahren mögen. Beten Sie für die Hilfskräfte und Krankenhausmitarbeiter, die unter schwierigen und gefährlichen Umständen arbeiten.

Auch der Leiter der Heilsarmee in Deutschland, Litauen und Polen, Oberst Patrick Naud, hat zur Fürbitte für die Himalaya-Region und alle Betroffenen und Leidtragenden aufgerufen.

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