Offizielle Anerkennung und Registrierung in der Volksrepublik China

General André Cox und Kommandeurin Silvia Cox besuchen mit einer Abordnung Leutnant Li in Beijing, der 1930 als Heilssoldat in China eingereiht wurde.

Zwei Regionalbüros der Heilsarmee sind nun von der Regierung in China offiziell anerkannt und registriert worden. Wie das Internationale Hauptquartier der Heilsarmee am Mittwoch in London mitteilte, wurden die Büros in den Provinzhauptstädten Kunming (Provinz Yunnan) und Chengdu (Provinz Sichuan) behördlich anerkannt und erhielten die gesetzliche Bewilligung, unter anderem folgende Aktivitäten durchzuführen: Katastrophenhilfe, Wiederaufbau nach Katastrophen, kommunale Entwicklung, soziale Dienste und Bildungsprogramme. Zudem ist es der Heilsarmee künftig erlaubt, auf Einladung des Christenrats der jeweiligen Provinz gemeinsam mit örtlichen Gemeinden religiöse Aktivitäten durchzuführen.

„Dieser Erfolg ist das direkte Ergebnis von 30 Jahren geduldiger, transparenter und beständiger Beziehungspflege zu Regierungsstellen und Christenräten sowie von Partnerschaften mit zahlreichen Nichtregierungsorganisationen“, heißt es in der Mitteilung.

Die Heilsarmee-Arbeit in China begann 1916 und dehnte sich rasch in den nördlichen und östlichen Provinzen aus, bevor sie sich 1949 vom Festland zurückzog. In Hongkong hingegen blieb die geistliche und soziale Arbeit bestehen. Im Jahr 1985 leistete die Heilsarmee auf Einladung der Provinzregierung von Yunnan Katastrophen- und Wiederaufbauhilfe auf dem chinesischen Festland. Das öffnete die Tür für weitere Kooperationen und Partnerschaften, die zu einer weiten geografischen Verteilung von Diensten und einer größeren Anerkennung für die Präsenz der Organisation führten. Programme wurden unter anderem in folgenden Bereichen aufgebaut: Gesundheitserziehung, HIV/Aids-Aufklärung, Bildungspatenschaften, Einkommensprojekte zur Linderung von Armut, Infrastruktur- und Kapitalprojekte, Beratung und Schulung.

2015 überprüfte die chinesische Zentralregierung ihre Bedingungen und Verfahren für die Registrierung, woraufhin im Januar 2017 ein neues Gesetz eingeführt wurde. Im Jahr 2016 wurde bei wichtigen Treffen mit Vertretern von Regierung und Christenräten während des Besuchs von General André Cox und Kommandeurin Silvia Cox erörtert, wie die Heilsarmee diese neuen Bestimmungen erfüllen und gleichzeitig ihre Partnerschaften und Arbeitsbereiche erweitern könnte, um allen Menschen in China besser dienen zu können. Diese Gespräche waren sehr produktiv und eröffneten neue Ansätze, die nun Früchte getragen haben.

„Gott hat unsere Bemühungen und unseren Wunsch, den Menschen auf dem Festland zu dienen, reich gesegnet“, zitiert die Mitteilung den Leiter des Commands Hongkong und Macau, Oberstleutnant Ian Swan. „Wir haben nun mehr Möglichkeiten und Verantwortung, auf diesen Grundlagen aufzubauen, damit die nächsten 30 Jahre Ergebnisse für künftige Generationen hervorbringen.“

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