Die Heilsarmee in Litauen
Berichte aus dem Jahr 2007
März 2007: Hilfe für Obdachlose
März 2007: Hilfe für Obdachlose
Nachdem der Winter 2005/2006 extrem kalt und hart gewesen war, sah man bei der Heilsarmee in Klaipeda die Notwendigkeit, ein neues Hilfsangebot für Obdachlose anzubieten. Die Stadtverwaltung begrüßte die Idee, in den Wintermonaten ein Tageszentrum für Wohnsitzlose in den Räumen der Heilsarmee einzurichten und finanzierte das Projekt.
Das Projekt fand Anerkennung bei verschiedenen Behörden, medizinischen Einrichtungen und der Universität der Stadt Klaipeda. Über 50 Studenten unterstützten uns im Rahmen ihrer Praktika, erstmals in der jungen Geschichte unserer Arbeit haben wir zahlreiche Kleiderspenden aus Litauen bekommen. Unsere Besucher freuten sich über das Alltagsangebot hinaus besonders über Filmvorführungen, Konzerte und Besucher, die wertvolle Gedanken weitergaben und ihnen Mut machten, von Gott Hilfe für einen Neuanfang zu erwarten.
Ende Februar besuchten uns vier Kadetten aus Lettland. Sie brachten sich nicht nur im Tageszentrum für Obdachlose ein, sondern übernahmen auch die Gestaltung von Kinder- und Jugendstunden und einem Gottesdienst. Zudem beteiligten sie sich an Einsätzen im Obdachlosenwohnheim und bei den Menschen, die auf einem Müllberg leben und von der Heilsarmee u. a. mit Lebensmitteln und medizinischer Hilfe versorgt werden.
Juni 2007: Piraten!
Zu Besuch im Korps Klaipeda (Kapitänin Susanne Kettler-Riutkenen) war ein Mini-Serviceteam aus Köln, bestehend aus Major David Bowles, Lucia Vitzthum und Sascha Valerstein.
Für unsere Jugend fand am darauffolgenden Abend eine Hollywoodnacht statt. Sowohl Jugendliche als auch Mitarbeiter fanden sich schön herausgeputzt bei einem eleganten Abendessen ein. Nachdem das Filmewissen getestet worden war, wurden Gipsmasken von jedem Gesicht angefertigt. Wie gern verstecken wir uns hinter einer Maske! Jesus aber beruft uns dazu, genau das zu sein, was er sich vorgestellt hat, ohne falsche Tatsachen vorzuspielen. Es wurde noch viel gespielt, gelacht und natürlich Filme geguckt, bis zum nächsten Morgen, als schließlich die Jugendlichen todmüde, aber glücklich, nach Hause gingen.
Wir haben die Zeit mit dem Serviceteam als sehr wertvoll und gesegnet empfunden und sowohl die Kinder als auch die Jugendlichen freuen sich schon auf neue Ereignisse.
Juli 2007: Dankeschön, Sarah Friedl
Zur Abschiedsversammlung von Korpshelferin Sarah Friedl versammelten sich im Korps Klaipeda (Kapitänin Susanne Kettler-Riutkenen) 50 Besucher, um Sarah ihre Anerkennung für die geleistete Arbeit zu demonstrieren und ihr Gottes Segen für das im Herbst beginnende Studium und die weitere Zukunft zu wünschen.
Während des Gottesdienstes, der unter dem Motto "Ihr seid das Salz der Erde ... Ihr seid das Licht der Welt" (Matthäus 5,13.14) stand, wurde auch den zahlreichen Ehrenamtlichen gedankt, ohne deren Unterstützung manche Dienste der Heilsarmee gar nicht möglich wären. Wer in den Fußstapfen Jesu geht, der wird nicht immer von allen verstanden werden, aber er wird "Salz und Licht" sein in einer Welt, die beides dringend braucht.
Wir vertrauen darauf, dass Gott uns bald einen Nachfolger für Sarah senden wird. Jemanden, der bereit ist, neue Wege zu gehen, weil Gott ihn dazu beruft ...
September 2007: "Wunder über Wunder"
- darum ging es im Kindercamp im Korps Klaipėda drei Tage lang. Mit dem Team von zwei Amerikanern, zwei Deutschen und sechs Litauern hatten die 23 Kinder eine Menge Spaß. Bei herrlichem Wetter hörten sie spannende Berichte über die Wunder, die Jesus Christus tat.
Am ersten Tag ging es darum, wie Jesus über 5000 Menschen satt machte, obwohl nur fünf Brote und zwei Fische da waren. Die Kinder staunten darüber, was für einen großen Gott wir haben, der uns so gut mit allem Nötigen versorgt. Am nächsten Tag sprachen wir über das Wunder, als Jesus den Sturm stillte. Anschließend gingen wir ans Meer und versuchten dasselbe. Natürlich klappte es nicht, denn wir sind nicht Gott und haben nicht die Macht, dass uns das Wetter gehorcht. Am letzten Tag staunten die Kinder darüber, dass Jesus einen Gichtbrüchigen geheilt hat, und freuten sich, dass wir diesem Gott am Herzen liegen und ihm nicht egal sind.

Es gab daneben aber auch viele Spiele, Aktionen und Kreativangebote, z. B. haben die Kinder Freundschaftsbänder geflochten und viele andere Dinge gebastelt.
Gott hat uns alle sehr gesegnet. Möge das, was die Kinder gehört haben, Auswirkungen in ihrem Leben zeigen, denn wir haben einen großen Gott!
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