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Die Heilsarmee in Litauen

Berichte aus dem Jahr 2007

 

März 2007: Hilfe für Obdachlose
Juni 2007: Piraten!
Juli 2007: Dankeschön, Sarah Friedl
September 2007: Wunder über Wunder 



März 2007: Hilfe für Obdachlose
Nachdem der Winter 2005/2006 extrem kalt und hart gewesen war, sah man bei der Heilsarmee in Klaipeda die Notwendigkeit, ein neues Hilfsangebot für Obdachlose anzubieten. Die Stadtverwaltung begrüßte die Idee, in den Wintermonaten ein Tageszentrum für Wohnsitzlose in den Räumen der Heilsarmee einzurichten und finanzierte das Projekt.

Von Dezember bis Februar konnten sich Obdachlose täglich von 10 bis 18 Uhr bei der Heilsarmee aufhalten, duschen, ihre Kleidung wechseln, die Hilfe einer Krankenschwester in Anspruch nehmen und mit Unterstützung der Sozialarbeiter und Ehrenamtlichen ihre persönlichen Probleme in Angriff nehmen. Statt der erwarteten 40 Besucher füllte sich der Saal schnell mit bis zu 100 Obdachlosen täglich. Mittlerweile sind 270 regelmäßige Besucher registriert, die bis Ende Februar das Heilsarmeezentrum insgesamt mehr als 5200 Mal aufsuchten. 465 Mal wurde geduscht, mehr als 1000 Mal Kleidung ausgegeben und 823 Mal medizinische Hilfe geleistet. 15 Besucher entschieden sich für eine Behandlung ihrer Suchtkrankheit, einige schwer kranke Obdachlose konnten der Betreuung durch die Schwestern von Mutter Teresa zugeführt werden.

Das Projekt fand Anerkennung bei verschiedenen Behörden, medizinischen Einrichtungen und der Universität der Stadt Klaipeda. Über 50 Studenten unterstützten uns im Rahmen ihrer Praktika, erstmals in der jungen Geschichte unserer Arbeit haben wir zahlreiche Kleiderspenden aus Litauen bekommen. Unsere Besucher freuten sich über das Alltagsangebot hinaus besonders über Filmvorführungen, Konzerte und Besucher, die wertvolle Gedanken weitergaben und ihnen Mut machten, von Gott Hilfe für einen Neuanfang zu erwarten.

Ende Februar besuchten uns vier Kadetten aus Lettland. Sie brachten sich nicht nur im Tageszentrum für Obdachlose ein, sondern übernahmen auch die Gestaltung von Kinder- und Jugendstunden und einem Gottesdienst. Zudem beteiligten sie sich an Einsätzen im Obdachlosenwohnheim und bei den Menschen, die auf einem Müllberg leben und von der Heilsarmee u. a. mit Lebensmitteln und medizinischer Hilfe versorgt werden.
Susanne Kettler-Riutkenen


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Juni 2007: Piraten!
Zu Besuch im Korps Klaipeda (Kapitänin Susanne Kettler-Riutkenen) war ein Mini-Serviceteam aus Köln, bestehend aus Major David Bowles, Lucia Vitzthum und Sascha Valerstein.

Für unsere kleinen Besucher wurden zwei Kindertage veranstaltet. Beim ersten zum Thema "Piraten" bastelten die Kinder ihre Verkleidung und nahmen die gewonnenen Piratenschätze mit Begeisterung an. Am zweiten Tag folgten die Kinder dem Hirten Sascha als Schafe auf eine Herdenwanderung. Ein verlorenes Schaf wurde im Park gesucht und als es gefunden wurde, feierte man ein Freudenfest. Die Kinder erfuhren, dass sich Gott genauso freut, wenn er eines von seinen "Schäfchen" wiederfindet. Ein Mädchen fühlte sich von dieser Botschaft so angesprochen, dass sie später total glücklich sagen konnte, ein wiedergefundenes Kind Gottes zu sein.

Für unsere Jugend fand am darauffolgenden Abend eine Hollywoodnacht statt. Sowohl Jugendliche als auch Mitarbeiter fanden sich schön herausgeputzt bei einem eleganten Abendessen ein. Nachdem das Filmewissen getestet worden war, wurden Gipsmasken von jedem Gesicht angefertigt. Wie gern verstecken wir uns hinter einer Maske! Jesus aber beruft uns dazu, genau das zu sein, was er sich vorgestellt hat, ohne falsche Tatsachen vorzuspielen. Es wurde noch viel gespielt, gelacht und natürlich Filme geguckt, bis zum nächsten Morgen, als schließlich die Jugendlichen todmüde, aber glücklich, nach Hause gingen.

Wir haben die Zeit mit dem Serviceteam als sehr wertvoll und gesegnet empfunden und sowohl die Kinder als auch die Jugendlichen freuen sich schon auf neue Ereignisse.
Sarah Friedl


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Juli 2007: Dankeschön, Sarah Friedl
Zur Abschiedsversammlung von Korpshelferin Sarah Friedl versammelten sich im Korps Klaipeda (Kapitänin Susanne Kettler-Riutkenen) 50 Besucher, um Sarah ihre Anerkennung für die geleistete Arbeit zu demonstrieren und ihr Gottes Segen für das im Herbst beginnende Studium und die weitere Zukunft zu wünschen.

Sarah Friedl hatte sich während ihres Einsatzes in Klaipeda als echte "Allrounderin" erwiesen. So hatte sie nicht nur die Leitung der Jugendlobpreisgruppe übernommen, sondern sich auch in der Kinder- und Jugendarbeit, bei der Frauenarbeit, beim Einsatz für Menschen, die auf dem Müllberg leben, im "Tageszentrum für Obdachlose" und als "Fahrerin und Einkäuferin" auf das Beste bewährt. Da sie sich als Sprachgenie erwies und bereits nach einigen Monaten Litauisch sprach, kam sie schnell mit Menschen in Kontakt.

Während des Gottesdienstes, der unter dem Motto "Ihr seid das Salz der Erde ... Ihr seid das Licht der Welt" (Matthäus 5,13.14) stand, wurde auch den zahlreichen Ehrenamtlichen gedankt, ohne deren Unterstützung manche Dienste der Heilsarmee gar nicht möglich wären. Wer in den Fußstapfen Jesu geht, der wird nicht immer von allen verstanden werden, aber er wird "Salz und Licht" sein in einer Welt, die beides dringend braucht.

Wir vertrauen darauf, dass Gott uns bald einen Nachfolger für Sarah senden wird. Jemanden, der bereit ist, neue Wege zu gehen, weil Gott ihn dazu beruft ...
S. Kettler-Riutkenen


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September 2007: "Wunder über Wunder"
- darum ging es im Kindercamp im Korps Klaipėda drei Tage lang. Mit dem Team von zwei Amerikanern, zwei Deutschen und sechs Litauern hatten die 23 Kinder eine Menge Spaß. Bei herrlichem Wetter hörten sie spannende Berichte über die Wunder, die Jesus Christus tat.

Am ersten Tag ging es darum, wie Jesus über 5000 Menschen satt machte, obwohl nur fünf Brote und zwei Fische da waren. Die Kinder staunten darüber, was für einen großen Gott wir haben, der uns so gut mit allem Nötigen versorgt. Am nächsten Tag sprachen wir über das Wunder, als Jesus den Sturm stillte. Anschließend gingen wir ans Meer und versuchten dasselbe. Natürlich klappte es nicht, denn wir sind nicht Gott und haben nicht die Macht, dass uns das Wetter gehorcht. Am letzten Tag staunten die Kinder darüber, dass Jesus einen Gichtbrüchigen geheilt hat, und freuten sich, dass wir diesem Gott am Herzen liegen und ihm nicht egal sind.



Es gab daneben aber auch viele Spiele, Aktionen und Kreativangebote, z. B. haben die Kinder Freundschaftsbänder geflochten und viele andere Dinge gebastelt.

Gott hat uns alle sehr gesegnet. Möge das, was die Kinder gehört haben, Auswirkungen in ihrem Leben zeigen, denn wir haben einen großen Gott!
Jovita
6. September 2007



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