Das Glaubensbekenntnis der Heilsarmee

Gemäß der Gründungsurkunde von 1878

Wir glauben, dass die Schriften des Alten und des Neuen Testaments durch Inspiration von Gott gegeben wurden, und dass sie allein die göttliche Richtschnur des christlichen Glaubens und Lebens bilden.

Wir glauben, dass es nur einen Gott gibt, unendlich vollkommen, Schöpfer, Erhalter und Regierer aller Dinge, und dass ihm allein Anbetung gebührt.

Wir glauben an die Dreieinigkeit Gottes – Vater, Sohn und Heiliger Geist –, eins im Wesen und gleich an Kraft und Herrlichkeit.

Wir glauben, dass in der Person Jesu Christi die göttliche und die menschliche Natur vereinigt sind, so dass er wirklich und wahrhaftig Gott und wirklich und wahrhaftig Mensch ist.

Wir glauben, dass unsere ersten Eltern in Sündlosigkeit erschaffen wurden, dass sie aber durch Ungehorsam ihre Reinheit und Glückseligkeit verloren haben. Durch ihren Fall sind alle Menschen Sünder geworden, völlig verderbt und mit Recht dem Zorn Gottes ausgesetzt.

Wir glauben, dass der Herr Jesus Christus durch sein Leiden und Sterben eine Versöhnung für die ganze Welt vollbracht hat, und dass jeder, der will, gerettet werden kann.

Wir glauben, dass Umkehr zu Gott (Buße), Glaube an unseren Herrn Jesus Christus und Wiedergeburt durch den Heiligen Geist zu unserer Errettung notwendig sind.

Wir glauben, dass wir aus Gnaden durch den Glauben an unseren Herrn Jesus Christus gerechtfertigt sind, und dass jeder, der glaubt, das Zeugnis davon in sich trägt.

Wir glauben, dass eine bleibende Erfahrung des Heils vom beständigen, gehorsamen Glauben an Jesus Christus abhängt.

Wir glauben, dass es das Vorrecht aller Gläubigen ist, durch und durch geheiligt zu werden, und dass ihr Geist ganz, samt Seele und Leib, auf das Kommen unseres Herrn Jesus Christus unsträflich bewahrt werden kann (1.Thessalonicher 5,23).

Wir glauben an die Unsterblichkeit der Seele (Ewigkeitsbestimmung des Menschen), an die Auferstehung des Leibes, an das Jüngste Gericht am Ende der Welt, an die ewige Glückseligkeit der Gerechten und an die ewige Strafe der Gottlosen.

Das Gelübde der Heilssoldaten

Ich will in meinem Leben offen sein für das Wirken des Heiligen Geistes, seiner Führung gehorchen und in der Gnade wachsen durch die Gemeinschaft mit den Gläubigen, Gebet, Bibellesen und Dienst.

Ich will die Werte des Reiches Gottes und nicht die Werte der Welt zum Maßstab meines Lebens machen.

Ich will, dass lautere christliche Gesinnung jeden Bereich meines Lebens bestimmt. Nichts, das unwürdig, unrein, unwahr, gemein, unehrlich oder unsittlich ist, soll in meinen Gedanken, Worten und Taten Raum finden.

Ich will, dass der Geist Christi erkennbar ist in meinen Beziehungen zu anderen Menschen, in meiner Familie und Nachbarschaft, bei Kollegen und Mitsalutisten; im Umgang mit solchen, für die ich verantwortlich bin wie auch jenen gegenüber, denen ich verantwortlich bin.

Ich will die Unverletzlichkeit der Ehe und Familie hochhalten.

Ich will verantwortungsbewusst und treu mit meiner Zeit, meinen Gaben, meinem Geld, meinem Besitz, meinem Körper, meinem Geist und meiner Seele umgehen in dem Wissen, dass ich Gott darüber Rechenschaft ablegen muss.

Ich will mich enthalten von alkoholischen Getränken, Tabak, von nicht ärztlich verschriebenen Drogen, dem Glücksspiel, der Pornographie, dem Okkultismus und allem, was meinen Körper, meiner Seele oder meinen Geist abhängig machen könnte.

Ich will an den Zielen festhalten, zu denen Gott die Heilsarmee ins Leben rief, indem ich das Evangelium von Jesus Christus anderen weitergebe, sie für ihn gewinne und in seinem Namen Notleidenden und Benachteiligten helfe.

Ich will mich soweit wie möglich am Korpsleben mit seinen verschiedenen Aktivitäten und am Gottesdienst beteiligen. Ein Teil meines Einkommens soll der Korpsarbeit und den weltweiten Aufgaben der Heilsarmee zugute kommen.

Ich will den Grundsätzen und Methoden der Heilsarmee treu sein und mich ihren Leitern gegenüber loyal verhalten, und ich will den Geist echten Salutismus zeigen sowohl in Zeiten der Anerkennung als auch in Zeiten der Verfolgung.