07. Dezember
Jesaja 40, 10 : Siehe, da ist Gott der HERR! Er kommt gewaltig, und sein Arm wird herrschen.
Was für ein Dilemma und kein Ausweg in Sicht. So ist es dem Volk Israel ergangen, als es in babylonischer Gefangenschaft war. Die Machthaber Babyloniens sitzen am längeren Hebel. Gott hat sie einfach den Babyloniern überlassen. Was soll nun werden? Für die meisten stand fest: Gott hat sein Volk aufgegeben. Es wird so bleiben. Wir werden abhängig bleiben von fremden Machthabern. Gegen diese Einschätzung ihrer Lage wehrt sich Gott. Er macht es durch einen Propheten, der in seinem Auftrag sagt: "Siehe, da ist Gott der HERR! Er kommt gewaltig, und sein Arm wird herrschen." So steht es im Jesajabuch, Kapitel 40, Vers 10. Und das ist tatsächlich passiert.
Nein, Gott ist der Sieger, er hat sein Volk aus Babylonien geführt, wie er es damals aus Ägypten geführt hat. Das Vertrauen auf Gott hat sich als realitätsnäher erwiesen als der Glaube an die Machthaber der Babylonier. Das Volk Israel ist in seine Heimat zurückgekehrt. Gott hat sogar den damaligen Machthaber Kyros dazu benutzt. Gott selbst hat die Veränderung herbeigeführt und perfekt umgesetzt.
Traue ich meinem Gott zu, dass er mich jederzeit aus meiner Situation befreien kann, wo ich scheinbar keinen Ausweg sehe? Traue ich ihm zu, dass er durch Jesus regiert. Er kann mich auch von meinem Denken befreien, zu meinen doch alles im Griff zu haben.
Ich glaube, dass Jesus uns in Wahrheit im Griff hat. Die Frage ist nur, ob mir dieser Griff gefällt oder ob ich alle Energie verbrauche, um mich aus seinem Griff zu befreien? Durch Jesus lerne ich eine andere Sicht auf mich und andere zu bekommen. Durch Jesus erkenne ich, dass es Hoffnung für mich und dich gibt. Durch Jesus erkenne ich wie sich die Dinge dieser Welt wirklich verhalten, bzw. wie sie zusammenpassen.
Jesus kommt gewaltig, um sein Recht durchzusetzen. Sichtbar wird dies spätestens an dem Tag, an dem er sichtbar wiederkommt. Er war schon immer der Chef dieser Welt und wird es auch bis in Ewigkeit bleiben. Er kommt zu seinem Ziel und er will auch dich und mich ans Ziel bringen. Vertrauen wir seiner Herrschaft?
Claudia Klingbeil