12. Dezember

Joh. 14, 6: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater als durch mich.

 

Diesen Vers habe ich das erste Mal bewusst vor 28 Jahren in einem Philosophiebuch gelesen. Ich hatte mich entschlossen Philosophie zu studieren, da ich hoffte Antworten auf meine vielen Lebensfragen zu erhalten.

Ich widmete mich intensiv der Frage nach der Wahrheit. Gibt es eine absolute Wahrheit? Eine, die bleibt und nicht nur temporär gültig ist? Gibt es eine Wahrheit über mich und mein Leben, die einen absoluten Anspruch hat?

 

In einem Buch von Schelling über die spekulative Naturphilosophie zitierte dieser Kierkegaard, welcher wiederum aus der Bibel zitierte (Joh. 14, 6) und erwähnte, dass die Frage nach der Wahrheit im Christentum durch die Person von Jesus beantwortet, ja sogar verkörpert wird.

Wie lächerlich dachte ich, als ich das las. Da geht Jemand eindeutig zu weit- nix mit Bescheidenheit. Die großen Philosophen behaupteten die Wahrheit gefunden zu haben, zumindest dachten sie es, aber keiner hat behauptet die Wahrheit zu sein. Ich empfand dieses Satz sogar als gotteslästerlich.

 

Seltsames ging in den nächsten Wochen, insgesamt 4 Monate in mir vor. Immer wieder musste ich an diese Aussage aus Joh. 14, 6 denken. Merkwürdig, dass sich diese Worte so in meinen Verstand und in mein Herz gegraben haben. Es war, als hätten sie eine eigene Dynamik. Ich war es gewohnt mit Worten zu hantieren und zu spielen, aber diese Worte hatten umgekehrt mich im Griff.

Ich entwickelte nach und nach eine immer größere Sehnsucht nach Leben und nach Wahrheit. Gibt es eine Wahrheit über mein Leben? Wer bin ich und wo komme ich her? Wo gehe ich hin? Was bleibt, wenn alles vergeht? Diese und weitere Fragen zerrissen mich innerlich.

Ich weiß noch Tag und Stunde…. Die Sehnsucht in mir war unerträglich. Immer wieder hörte ich diesen Satz: Ich bin der Weg (dein Weg). Ich bin die Wahrheit (deine Wahrheit). Ich bin das Leben. Es war, als ob es mir jemand persönlich sagen würde.

In einem Moment ging ich auf meine Knie und fing an mit Jesus zu sprechen. Gleichzeit tadelte mich mein Verstand: „Was machst du da? Lass den Unsinn, steh auf!“ Ich erklärte Jesus, dass ich nicht weiß, wer er ist, aber das ich Sehnsucht nach dem habe, was er sagt. Ich lud ihn ein in mein Leben zu kommen und sich zu zeigen.

 

Im selben Moment wurde alles anders und neu. Ich kann es nicht erklären, aber ein unglaublicher Frieden durchströmte mich. Ich wusste Jesus ist da und er ist real. Ich bin ihm persönlich begegnet.

Seit diesem Tag bin ich mit Jesus unterwegs. Ich will ihm folgen und bei ihm sein so lang ich lebe.

Lieber Leser, lass dir heute sagen: Es gibt einen Weg für dich! Es gibt eine Wahrheit für dich! Es gibt einen Sinn im Leben!

Jesus möchte auch mit dir diese Gemeinschaft haben. Nur durch ihn haben wir echtes, wirkliches und auch ewiges Leben.

Hast du Jesus schon in dein Leben eingeladen?

 

Claudia Klingbeil

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