Germanwings-Absturz

Heilsarmee betet und trauert mit den Hinterbliebenen

Die Nachricht vom Absturz der Germanwings-Maschine in Südfrankreich, bei dem nach derzeitigem Erkenntnisstand vermutlich alle 150 Menschen an Bord ums Leben gekommen sind, löste bei der Heilsarmee große Bestürzung aus.

„Wir sind zutiefst betrübt über den schrecklichen Verlust dieser 150 Menschenleben. Uns bricht das Herz beim Gedanken an den Schmerz, die Trauer und die Wut, die diese Schreckensmeldung bei den betroffenen Familien und Freunden auslösen muss. Unsere Gedanken und Gebete sind darum jetzt bei allen Hinterbliebenen“, teilte Oberst Patrick Naud, Leiter der Heilsarmee in Deutschland, mit.

Die Heilsarmee hat gleich am Dienstagvormittag dem Krisenteam am Düsseldorfer Flughafen ihre Hilfe angeboten, falls in den kommenden Tagen seelsorgerlicher oder sonst irgendein Bedarf bestehen sollte. Alle Offiziere und Gemeinden der Heilsarmee wurden aufgerufen, für die Hinterbliebenen sowie für die Krisen- und Rettungsteams zu beten.

Germanwings-Flug 4U9525, der von Barcelona in Richtung Düsseldorf unterwegs war, war am Dienstagvormittag aus noch ungeklärter Ursache in den französischen Alpen abgestürzt. Nach Angaben der Fluggesellschaft befanden sich insgesamt 150 Menschen an Bord der Maschine, darunter 67 Deutsche. Mittlerweile wurde von offizieller Seite bestätigt, dass aus der westfälischen Stadt Haltern 16 Schüler und zwei Lehrerinnen des örtlichen Gymnasiums auf der Passagierliste standen. Die französische Regierung geht davon aus, dass es keine Überlebenden gibt.

Folgendes Schreiben wurde an alle Divisionsleiter, Korpsoffiziere/-leiter, Einrichtungsleiter sowie Mitarbeiter am Territorialen Hauptquartier (Verwaltungszentrale) der Heilsarmee versendet.

Gebet für Hinterbliebene des Flugzeugunglücks

Liebe Kollegen,


mit traurigen Herzen haben wir durch die Medien von dem tragischen Unglück des Flugs 4U9525 erfahren.

Die Familien, Freunde und Arbeitskollegen der Verunglückten durchleben gerade eine tiefe Trauer. Auch die Rettungskräfte sind durch die schreckliche Szenerie am Unglücksort direkt betroffen.

Wir als Heilsarmee können uns direkt in die Nachbetreuung der Hinterbliebenen einbringen. Wir können und müssen für alle Betroffenen beten.

Ich bitte Sie, diesem Gebetsanliegen in dieser Woche privat und gemeinschaftlich Vorrang zu geben. Ob in der Bibelstunde, in Hauskreisen, Männer-, Kinder- oder Frauenversammlungen; nehmen Sie sich einen Moment Zeit zum Gebet.

Lassen Sie uns kommenden Sonntag, wenn wir uns an den Einzug von Jesus in Jerusalem erinnern, auch gemeinsam als eine Armee für die Trauernden beten.

Wenn wir dies tun, werden wir die Anwesenheit unseres treuen, liebenden und tröstenden Gottes erfahren. Mögen alle, für die gebetet wird, seine Nähe spüren.

In Christus,

Marsha-Jean Bowles, Oberstleutnantin
Verwaltungsdirektorin

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Die Heilsarmee in Deutschland
Hauptquartier für Deutschland, Litauen und Polen / Verwaltungsleitung

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