„Bombeneinsatz“ in Dresden

Am Dienstag wurde in der Dresdener Altstadt eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. 2500 Menschen mussten evakuiert werden. Spontan bot die Heilsarmee ihre Hilfe an. Das Angebot wurde von der Einsatzleitung der Feuerwehr gern angenommen.

Während Mitarbeiter aus der Heilsarmeegemeinde in Dresden auf ihrem üblichen Einsatz am Alaunplatz in der Neustadt waren und dort Obdachlose mit Suppe versorgten, kam der Anruf der Feuerwehr. Die Heilsarmee wurde gebeten, sich in einer Schulturnhalle um Evakuierte zu kümmern. Ab 20 Uhr waren in der Turnhalle rund 75 Personen untergebracht, ein Drittel von ihnen bettlägerig.

Neben drei Heilsarmeemitarbeitern und den Gemeindeleitern waren in kürzester Zeit sechs weitere Freiwillige aus der Gemeinde gefunden. Die Helfer teilten sich in zwei Gruppen auf. Ein Team bereitete alles Nötige vor und sorgte parallel für Nachschub, während die zweite Gruppe mit dem Einsatzwagen zur Schule fuhr

Gemeinsam mit Rotkreuzhelfern, einigen Sanitätern und einem Arzt versorgte das Heilsarmeeteam die Evakuierten, überwiegend ältere Menschen. Es wurden weit über 200 Getränke ausgegeben, eine große Anzahl Butterbrotpakete und über 60 Portionen Suppe.

Auch seelsorgerlich konnten die Menschen begleitet werden. Zum Abschluss gegen 1.30 Uhr bedankten sie sich herzlich mit einem Applaus bei den Helfern.

Im Radio, in Zeitungen und in örtlichen Fernsehsendern wurde über den "Bombeneinsatz" und die Mitarbeit der Heilsarmee berichtet.

Mitarbeiter der Heilsarmee versorgen die überwiegend älteren Menschen, die bei der Evakuierung in einer Turnhalle untergebracht wurden.
Mitarbeiter der Heilsarmee versorgen die überwiegend älteren Menschen, die bei der Evakuierung in einer Turnhalle untergebracht wurden.

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