GSB & friends in Siegen-Geisweid

Eine gewisse Spannung liegt in der Luft. Mehr oder weniger schwer bepackte Musiker trudeln im Gemeindesaal der Freien evangelischen Gemeinde in Siegen-Geisweid ein. Man kennt sich und freut sich über ein Wiedersehen oder beschnuppert sich erst einmal vorsichtig. Ein Duft nach frisch gebrühtem Kaffee heißt alle willkommen. Ein fast babylonisches Sprachgewirr herrscht. Neben den verschiedensten deutschen Dialekten erkennt man niederländisch und englisch. Die Schlagzeuger sind noch am Schrauben, während von den Bläsern schon Tonleitern und Aufwärmübungen erklingen. Die German Staff Band (GSB) unter der Leitung von Kapellmeister Dr. Howard Evans lud wieder einmal zur offenen Probe ein. Unter dem Motto GSB & friends fand ein Workshop für alle die statt, die leidenschaftlich gerne Brassmusik machen.

Schließlich sitzen ca. 60 Musiker gespannt auf ihren Plätzen. Im Laufe des Tages kämpfen sie sich durch ein breit gefächertes Repertoire. Beim gemeinsamen Konzert am Abend erklingen Werke ganz verschiedener Stilrichtungen. Das Programm bestand überwiegend aus Werken, in denen Melodien aus Musicals verarbeitet worden sind. „Jesus Christ Superstar“ von Andrew Lloyd Webber machte den Anfang. Ausschnitte aus Musicals, die in der Heilsarmee entstanden sind, folgten.  Melodien aus „Glory“ und „Spirit“ von John Larsson riefen bei den Zuhörern aus der Heilsarmee Erinnerungen an die 70er und 80er Jahre wach. „Wonders begin when the lord comes in“ von John Larsson war der große Auftritt der Posaunisten. Sieben Bassposaunisten und mindestens ebenso viele Tenorposaunen konnte man in den hinteren Reihen erkennen und vor allem hören. Ergänzt wurde der Auftritt der Band durch herausragende solistische Stücke. Das Posaunensolo „Whisper a little prayer“ gespielt von Damian Lingard und das Vokalsolo „Ich seh das Kreuz“ gesungen von Lucia Schwarz, am Klavier begleitet von Alexander Valerstein, bildeten einen leisen und willkommenen Kontrast zur wuchtigen Brassmusik. Zum Schluss wurden die Konzertbesucher ermutigt in das bekannte Segenslied „Total Praise“ von Richard Smallwood einzustimmen.

Die Worte „Jesus Christus lebt“ hatten die Zuhörer auf der Wand des Gemeindesaals während des ganzen Konzertes vor Augen. Das ist sicher die wichtigste Botschaft des Abends gewesen und auch die, die uns alle miteinander verband. Als Christen gemeinsam Musik zur Ehre Gottes zu machen und das über viele Grenzen hinweg war ein großes Vorrecht und ein ganz besonderes Geschenk für alle Mitwirkenden. Der anstrengende Probentag hat sich gelohnt! Wir danken der FeG Siegen-Geisweid für die herzliche Gastfreundschaft.  

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