Update Taifun Haiyan

Heilsarmee auf den Philippinen hilft vergessenen Ortschaften

Mitarbeiter der Heilsarmee verteilen Lebensmittel und Trinkwasser an Menschen, die nach dem Taifun ohne Obdach sind. Foto Heilsarmee IHQ

Die Heilsarmee auf den Philippinen weitet ihre Hilfe auf Ortschaften aus, die vom Taifun Haiyan in Mitleidenschaft gezogen wurden, aber von den Medien nicht dieselbe Aufmerksamkeit erhielten wie die verwüstete Stadt Tacloban und die Insel Leyte.

So wurden zum Beispiel in der Provinz Antique viele Städte und Dörfer durch den Taifun zerstört. Nachdem Teams der Heilsarmee Erkundungen in den Ortschaften Tibiao, Barbasa und Bugasong durchgeführt hatten, wurde ein erstes Projekt gestartet, durch das 4710 Familien in der Provinz Antique mit Lebensmitteln versorgt werden. Die dortigen Heilsarmee-Gemeinden arbeiten dabei mit dem Amt für Sozialfürsorge und Entwicklung zusammen. Auch in anderen betroffenen Gebieten wie Iloilo, Cebu, Palawan und Mindoro finden Erkundungen statt.

Helfer stehen vor logistischen Herausforderungen

Zerstörter Flughafen von Tacloban: Die beschädigte Landebahn und mangelnde Beleuchtung lassen nur eine begrenzte Anzahl an Flügen mit Hilfslieferungen zu. Foto: Heilsarmee IHQ
Zerstörter Flughafen von Tacloban: Die beschädigte Landebahn und mangelnde Beleuchtung lassen nur eine begrenzte Anzahl an Flügen mit Hilfslieferungen zu.

Inzwischen hat auch ein Team der Heilsarmee Tacloban erreicht und arbeitet mit der Heilsarmee-Gemeinde vor Ort zusammen. Eine Lieferung von 54 Tonnen an Lebensmitteln, Wasser, medizinischem Versorgungsmaterial und anderen wichtigen Hilfsgütern wartet darauf, in die Stadt gebracht und verteilt zu werden. Die gute Nachricht ist, dass der Flughafen von Tacloban inzwischen wieder geöffnet ist, wenngleich aufgrund der beschädigten Landebahn und mangelnder Beleuchtung nur eine begrenzte Anzahl an Flügen möglich ist. Doch die Warteliste für den Lufttransport von Lebensmitteln ist noch sehr lang.

Die Deutsche Damaris Frick vom Internationalen Katastrophenhilfsdienst der Heilsarmee hat in den letzten Jahren viele Katastropheneinsätze erlebt und ist nun vor Ort, um die Koordination der Hilfseinsätze zu unterstützen. Laut Damaris Frick werden die logistischen Probleme noch nicht vorbei sein, wenn die Heilsarmee ihre Hilfsgüter in Tacloban hat. Die Teammitglieder müssen Lagermöglichkeiten finden, da es keine intakten Lagerhallen gitb, und den Weitertransport organisieren. Zurzeit stehen nur sehr wenige Lastwagen zur Verfügung. Damaris Frick ist trotz aller äußeren Widrigkeiten beeindruckt von der Arbeit der Heilsarmee auf den Philippinen. „Sie sind sehr engagiert und gut organisiert“, sagt sie.

Heilsarmee leistet medizinische Hilfe

Die Heilsarmee auf den Philippinen beschäftigt auch medizinisches Personal, weshalb sie von den Behörden gebeten wurde, das Kreiskrankenhaus in der Stadt Baybay bei der medizinischen Versorgung zu unterstützen. Desweiteren werden die medizinischen Fachkräfte der Heilsarmee mit Personal der Christlichen Medizinischen Vereinigung der USA (CMDA) zusammenarbeiten, einer Partnerorganisation der Heilsarmee in den USA. Der Leiter der CMDA, Dr. David Stevens, fliegt diese Woche auf die Philippinen, um den Einsatz eines ersten Teams zu koordinieren und den Bedarf vor Ort zu ermitteln. Soweit möglich, sollen für die Einsätze Medikamente und medizinische Ausrüstung auf den Philippinen eingekauft werden. Es ist außerdem geplant, ein Einsatzfahrzeug zu kaufen, mit dem das Personal und die Hilfsgüter in die betroffenen Gebiete transportiert werden können.

Lesen Sie hier den ersten Bericht über unsere Hilfseinsätze auf den Philippinen

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Für die zügige Unterstützung der Hilfskräfte auf den Philippinen bittet die Heilsarmee um Spenden unter dem Stichwort „Taifun Haiyan“ auf ihr Spendenkonto 40 777 77 bei der Bank für Sozialwirtschaft (BLZ: 370 205 00). Die Organisation ist Mitglied im Verein Deutscher Spendenrat e. V.

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