Heilsarmee in Las Vegas unterstützt Anschlagsopfer

Heilsarmee in Las Vegas: Seelsorgerliche Unterstützung nach dem Attentat

Die Heilsarmee bietet Menschen, die von dem Massaker in Las Vegas, USA, betroffen sind, emotionale und geistliche Unterstützung an. Das Attentat in der Nacht auf Sonntag war das schlimmste Schusswaffenverbrechen der modernen US-Geschichte. Bislang wurden 58 Todesopfer bestätigt, mehr als 500 Personen erlitten Verletzungen.

Mitarbeiter der Heilsarmee bieten in den beiden Krankenhäusern – dem University Medical Center Hospital und dem Sunrise Hospital –, in denen die meisten der Opfer behandelt werden, Gebet und Seelsorge an. Zusätzliche Helfer wurden ins Spring Valley Hospital und ins St. Rose Hospital entsandt, in denen weitere Opfer behandelt werden.

Da enormer Bedarf an Blutspenden besteht, hat die Heilsarmee einen Kantinenwagen zu einer Blutspendezentrale entsandt, um die wartenden Blutspender mit Essen und Wasser zu versorgen. Bei Bedarf würden darüber hinaus Kantinenwagen auch an andere Stellen in der Stadt entsendet.

Fotos: © Major Randy Kinnamon   

Phillip Hollon, Leiter der Sozialdienste der Heilsarmee, arbeitet mit Einsatzkräften vor Ort zusammen, um weitere Möglichkeiten herauszufinden, wie die Heilsarmee helfen kann. Auch in einer Mehrzweckhalle, die als Notunterkunft geöffnet wurde, ermitteln Verantwortliche den Bedarf.

„Wir möchten alle bitten, für die Familien und Freunde derer zu beten, die ihr Leben verloren haben oder verletzt wurden“, sagt Oberstleutnantin Kelly Pontsler, Leiterin der Südwest-Division des Heilsarmee-Territoriums USA-West, „und ebenso für die Einsatzkräfte und die Offiziere und Mitarbeiter der Heilsarmee, die sich um die Betroffenen kümmern.“

General André Cox, der internationale Leiter der Heilsarmee, bezeichnete das Attentat als „entsetzliche, sinnlose Vernichtung von Leben“ und versicherte sein Mitgefühl sowie das seiner Frau, Kommandeurin Silvia Cox „allen betroffenen Familien und Einzelpersonen – denen, die heute Morgen aufgewacht sind und erfahren mussten, dass ein geliebter Mensch auf grausame Weise von ihnen genommen wurde. Ebenso denen, die nach einem Abend, der eigentlich entspannend und unterhaltsam sein sollte, verletzt im Krankenhaus liegen.“ Zudem bete er für die Einsatzkräfte und das medizinische Personal sowie darum, dass „vor allem, Friede und Beherrschtheit sich durchsetzen“.

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