Heilsarmee schließt Gemeinde in Siegen

Zum 30. Juni schließt die Gemeinde der Heilsarmee in Siegen ihre Türen und stellt die Gemeindearbeit ein, wie vom Verwaltungssitz der Heilsarmee in Köln mitgeteilt wird.
Aufgrund der hohen Dichte kirchlicher und freikirchlicher Gemeinden in der Region ist eine umfängliche Abdeckung mit christlichen und seelsorgerischen Angeboten gewährleistet. Die Heilsarmee wird sich daher anderen Standorten widmen, um ihre wirksame Gemeindearbeit weiterzuführen und das Reich Gottes auszubauen.

Die Gemeinde in der Friedrichstraße 100 mit dem Café Treffpunkt wurde vor fast 120 Jahren, am 15. Oktober 1901 ins Leben gerufen. In den vergangenen vier Jahren wurde das Korps Siegen von Leutnantin Silvia Berger, Offizierin der Heilsarmee, geleitet, die gerne auf ihre Zeit im Siegerland zurückblickt: „Die Zeit ist schnell vergangen und nach vier Jahren heißt es auch für mich persönlich Abschied aus Siegen zu nehmen. Viele Menschen hier und auch die schöne Stadt sind mir lieb geworden. Der Blick von meinem Balkon auf das Krönchen werde ich vermissen.“

Die Heilsarmee bedankt sich für das entgegengebrachte Vertrauen und die gute Zusammenarbeit mit den verschiedenen Behörden und christlichen Gemeinden in der Stadt, gerade in der Zeit des Lockdowns. „Es sind herzliche Kontakte entstanden – sei es in Gesprächskreisen, in der Frauengruppe, im Gottesdienst oder auch im Café Oase. Jeden einzelnen von ihnen habe ich schätzen gelernt und viele werden in meinem Herzen bleiben. Es sind schöne Eindrücke und Begegnungen, die mir in Erinnerung bleiben werden“, resümiert Silvia Berger.
Die Leitung der Heilsarmee bedauert die Schließung und hofft, die Gemeindemitglieder in Siegen mögen bald eine neue christliche Heimat in einer der örtlichen Gemeinden finden.

Am Sonntag, 4. Juli, wird es um 15 Uhr einen Abschlussgottesdienst im Gemeindesaal der Heilsarmee geben. Um die Hygienemaßnahmen gewährleisten zu können, ist eine Anmeldung erwünscht.

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