Heilsarmee startet Kältehilfe

Wärme und Hoffnung auf der Straße

Wenn bittere Kälte, Nässe und Dunkelheit das Wetter bestimmen, beginnt für obdachlose und wohnungslose Menschen die härteste Zeit des Jahres. Mit ihrer bundesweiten Kältehilfe, die am Samstag (22.11.) mit einer Adventsgala in Berlin-Schöneberg beginnt, steht die Heilsarmee den Bedürftigen in vielen deutschen Städten zur Seite: Sie bietet Notschlafplätze, Wärmestuben, Mahlzeiten, Kleidung und Zuwendung.

In Berlin, Dresden, Stuttgart und Chemnitz sind wieder Einsatzwagen der Heilsarmee an sozialen Brennpunkten unterwegs, um Menschen auf der Straße mit heißen Getränken und warmem Essen zu versorgen. In Hamburg zum Beispiel bietet der „Heimathafen“ an der Reeperbahn einen geschützten Ort zum Aufwärmen und Ausruhen. Weitere Tagestreffs in deutschen Großstädten bieten Frühstück, Mittagessen oder die Chance, sich von den Strapazen der Straße auszuruhen. In acht Wohnheimen – von Göttingen über Wiesbaden und Nürnberg bis München – stellt die Heilsarmee knapp 200 Notschlafplätze bereit. Wenn es besonders kalt wird, werden vielerorts zusätzlich Feldbetten aufgestellt und Lebensmittel verteilt.

Wie hart das Leben auf der Straße im Winter ist, beschreibt ein ehemaliger Obdachloser, der heute im Erik-Wickberg-Haus, einem Männerwohnheim der Heilsarmee in Köln, lebt: „Man weiß ja nicht, ob man morgens wieder aufwacht. Der Schlafsack hält nur bis drei Grad aus. Dann kommt nachts der Frost." Oft würden auch die Schuhe geklaut, die neben dem Schlafsack abgestellt sind. Die Notunterkünfte würden viele meiden. Sie seien oft sehr voll und auch dort werde viel geklaut.

Mit ihrer Kältehilfe möchte die Heilsarmee den Menschen Wärme und Perspektive geben. Unterstützen Sie die Arbeit der Heilsarmee mit Ihrer Spende oder helfen Sie ehrenamtlich in unseren Einrichtungen!

Zurück