Heilsarmee weitet Hilfe im Kampf gegen Ebola aus
Aktuelle Lage in der Demokratischen Republik Kongo
Angesichts der steigenden Zahl bestätigter Ebola-Fälle in der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) und der nach wie vor äußerst komplexen Lage weitet die Heilsarmee ihre Hilfsmaßnahmen aus.
Mit Stand vom 15. Juni 2026 gibt es laut WHO in der DR Kongo 837 bestätigte Ebola-Fälle und 196 Todesfälle. Die östliche Provinz Ituri ist am stärksten betroffen, aber auch aus Nord-Kivu und Süd-Kivu wurden Fälle gemeldet. Mittlerweile ist auch Uganda betroffen und hat 19 bestätigte Fälle gemeldet, darunter zwei Todesfälle. Der dortige Ausbruch wird auf eine Übertragung aus der DR Kongo zurückgeführt.
Soforthilfeprojekte
Die Heilsarmee hat in der DR Kongo vier Soforthilfeprojekte ins Leben gerufen, um Präventionsmaßnahmen, Hygieneaufklärung und den Schutz von Gemeinden und Gesundheitspersonal zu unterstützen. Im Rahmen der geförderten Projekte wird unter anderem Schutzausrüstung für 13 Gesundheitseinrichtungen der Heilsarmee in Kinshasa bereitgestellt.
Darüber hinaus gibt es ein Projekt, das zur Verringerung von Übertragungsrisiken in Kalemie im Südosten der DR Kongo beitragen soll. Die Heilsarmee in Uganda bereitet zudem ein weiteres Projekt als Reaktion auf den dortigen Ausbruch vor.
Schnelle Ausbreitung
Die Situation entwickelt sich dynamisch. Gesundheitsbehörden berichten, dass sich der Ausbruch auf weitere Verwaltungsgebiete des kongolesischen Gesundheitswesens ausgedehnt hat. Gleichzeitig werden Kontaktverfolgung, Tests, Behandlung und sichere Bestattungen durch Unsicherheit, Misstrauen in Teilen der Bevölkerung, Fluchtbewegungen und die hohe Belastung der Gesundheitseinrichtungen erschwert.
Die Hilfsmaßnahmen konzentrieren sich auf die Isolierung und Behandlung von Erkrankten, die Nachverfolgung von Kontaktpersonen, die Stärkung des Infektionsschutzes, die Unterstützung von medizinischem Personal, die Aufklärung über Hygiene- und Schutzmaßnahmen sowie die verlässliche Information der Bevölkerung.
Gebete für die Betroffenen
Die Heilsarmee steht allen von dem Ausbruch Betroffenen im Gebet zur Seite – den Erkrankten, ihren Familien, den Hinterbliebenen, den Mitarbeitenden im Gesundheitswesen, Freiwilligen und den Menschen in den betroffenen Gemeinden, deren Leben durch Angst und Unsicherheit geprägt ist. Im weiteren Verlauf des Hilfseinsatzes wird die Heilsarmee über ihre lokalen und internationalen Netzwerke weiterhin praktische Unterstützung, Schutz und menschliche Zuwendung dort leisten, wo sie am dringendsten benötigt werden.