André Cox ist der 20. General der Heilsarmee

Hoher Rat hat in London den neuen Internationalen Leiter der Heilsarmee gewählt.

General André Cox und Kommandeurin Silvia Cox (re.)

Kommandeur André Cox, ein schweizerisch-britischer Heilsarmeeoffizier, wurde zum 20. General der Freikirche und Wohlfahrtsorganisation gewählt. Die Wahl fand durch den Hohen Rat statt, zu dem sich 117 ranghohe Leiter der Heilsarmee aus der ganzen Welt in der Nähe von London versammelten, um den nächsten internationalen Leiter zu wählen.

Der neue General nahm seine neue Aufgabe in einer demütigen Haltung an. Ganz gleich, welchen Rang er innehabe, so sagte er, habe er sich nicht von seiner ursprünglichen Berufung zum Offiziersdienst entfernt – Gott zu dienen und das Evangelium zu verkündigen. General Cox teilt seinen Dienst mit seiner Frau, Kommandeurin Silvia Cox, die das Amt der Internationalen Präsidentin der Frauenorganisationen der Heilsarmee innehat. General und Kommandeurin Cox werden gemeinsam die 1,5 Millionen Mitglieder zählende weltweite Freikirche Heilsarmee leiten.

André Cox wurde als Sohn eines Engländers und einer Schweizerin in Harare, Simbabwe, geboren und verbrachte seine Kindheit in Simbabwe und Großbritannien, bevor er in die Schweiz zog, wo er seine Frau kennenlernte. Von dort aus begannen beide die Ausbildung zu Heilsarmeeoffizieren. 1979 traten André und Silvia Cox ihre erste Stelle als Heilsarmeeoffiziere an.

Der 59-jährige neue General bringt große Erfahrung in der internationalen Arbeit der Heilsarmee mit. Zu Beginn seines Offiziersdienstes war André Cox in der Schweiz und Simbabwe tätig. In jüngerer Zeit leitete er die Territorien Südafrika, Finnland und Estland sowie Vereinigtes Königreich und Republik Irland. Im Februar 2013 wurde er zum Stabschef ernannt – dem zweithöchsten Leiter der internationalen Heilsarmee.

Bei der Bekanntgabe seiner Wahl zum 20. General erklärte der neue internationale Leiter mehr als 10 000 Menschen weltweit, die dies live über das Internet verfolgten, er sei Gott dankbar, wisse aber auch um die „gewaltige Aufgabe, die uns anvertraut wurde“. Weiter sagte er: „Ich bete, dass die Heilsarmee bekannt wird als eine positive Kraft in der Welt ... dass die Heilsarmee positive Veränderungen an den Orten bewirkt, wo wir tätig sind ... [und] dass die Salutisten nach den geistlichen Werten leben, die wir verkündigen.“

 

Die Heilsarmee ist eine internationale christliche Organisation, die mit ihrer Arbeit 1865 in London begann. Heute und jeden Tag gibt die Heilsarmee benachteiligten Menschen in weltweit 126 Ländern Hoffnung und Unterstützung. Die Heilsarmee leistet Kindern und Familien praktische Hilfe und kümmert sich häufig um die grundlegenden Bedürfnisse des Lebens; sie bietet Obdachlosen Unterkunft und Rehabilitation für Menschen, die die Kontrolle über ihr Leben an eine Sucht verloren haben.

Tagesberichte vom Hohen Rat der Heilsarmee 2013

Der Hohe Rat der Heilsarmee ist ein Gremium, das ausschließlich zur Wahl eines neuen Generals gebildet wird. Er hat seit dem 29. Juli getagt und nun innerhalb von sechs Tagen diese Entscheidung getroffen. Der Hohe Rat bestand aus allen Territorialleitern und deren Frauen sowie allen weiteren aktiven Offizieren, die den Rang eines Kommandeurs bekleiden. In diesem Jahr gehörten 64 Frauen und 53 Männer dem Gremium an.

31. Juli: Nominierungen erfolgen in Einmütigkeit

„Ich habe ihnen die Herrlichkeit geschenkt, die du mir gegeben hast, damit sie eins sind, so wie wir eins sind - ich in ihnen und du in mir, damit sie die vollkommene Einheit gewinnen und damit die Welt erkennt, dass du mich gesandt und sie geliebt hast, so wie ich von dir geliebt bin.“
Johannes 17,22-23

Mit diesem Bibelwort führte der Ratsgeistliche, Kommandeur James Condon, den dritten Morgen des 18. Hohen Rates der Heilsarmee zum Abschluss. Zuvor hatten die Mitglieder eine Zeit des Lobpreises und Gebets gehalten.

Im Anschluss wurden die Ergebnisse des „Fragen-Komitees“ (zur Erläuterung siehe Bericht vom Vortag) vorgestellt. Alle Fragen, die durch die Mitglieder eingereicht worden waren, wurden vom „Question Committee“ geprüft und stellten die Grundlage für den letzendlich zusammengestellten Fragenkatalog. Dieser Fragenkatalog wurde dann vom gesamten Hohen Rat gebilligt.

Nach Abschluss dieses wichtigen Bestandteils des Hohen Rates, konnte nun die Nominierung der Kandidaten in Angriff genommen werden. Um sich innerlich hierauf vorzubereiten, sangen und verbrachten die Mitglieder einige Zeit gemeinsam im Gebet. Mit einer Lesung aus Jakobus 3 erinnerte der Ratsgeistliche jeden an die „Weisheit von oben“, die nun benötigt werde, um die Stimmzettel für die Nominierungen auszufüllen.

Die Kandidaten, die ihre Nominierung zur Wahl des Generals angenommen haben, sind:

Kommandeur Clive Adams nahm die Nominierung nicht an.

Die Kandidaten des Hohen Rats, die zur Wahl des Generals nominiert wurden.
30. Juli: Wahl des „Fragen-Komittees“ (Question Committee)

Am zweiten Tag des Hohen Rates wurde das „Question Committee“ gewählt. In dieses „Fragen-Komitee“ wurden die Kommandeure Clive Adams, William Cochrane, Marie Willermark, Kenneth Hodder und Caroline Seiler gewählt. Den Vorsitz hat Kommandeur William Cochrane inne, der dadurch befugt war, zwei weitere Mitglieder selbst zu berufen: Kommandeur Malcolm Induruwage und Kommandeurin Vinece Chigariro.

Die Mitglieder dieser Gruppe sind dafür verantwortlich einen Fragenkatalog zusammenzustellen, der später all jenen Mitgliedern gegeben wird, die für die Wahl zum General nominiert sind.

29. Juli: Eröffnung des Hohen Rates

Der Stabschef der Heilsarmee, Kommandeur André Cox, eröffnete gestern den Hohen Rat und bekräftigte vor den 117 Mitgliedern, dass die Wahl des 20. Generals geistliche Weisheit und Herzenseinsicht erfordere. In kleinen Gruppen beteten die Mitglieder miteinander; dann erinnerte der Stabschef die Anwesenden an die Bitte Salomos:

„Schenke mir, Gott, Weisheit und ein verständiges Herz, dass ich dieses Volk richtig führen kann“
2. Chronik 1, 10

Nach Bestätigung, dass der Hohe Rat in Übereinstimmung mit der Heilsarmee-Akte von 1980 zusammengekommen ist, wurden jene Offiziere gewählt, die dem Hohen Rat dienen werden: Kommandeur William Roberts, Leiter des Territoriums USA, wurde zum Präsidenten des 18. Hohen Rats gewählt, Kommandeurin Birgitte Brekke zur Vizepräsidentin und KommandeurJames Condon zum Ratsgeistlichen.

Anschließend wurde das Verfahrensprozedere, welches die Tagesgeschäfte des Hohen Rats bestimmt, bestätigt. Der Ratsgeistliche schloss den Tag mit einer Lesung aus Psalm 139.

Video vom Eröffnungstag des Hohen Rates

Weitere Informationen zum Hohen Rat

Die Mitglieder des Hohen Rates
Gruppenfoto der 64 Frauen und 53 Männer die dem Hohen Rat 2013 angehören. (Klicken Sie auf das Bild für eine Großansicht)

Die Mitglieder des Hohen Rats repräsentieren nicht die ihnen unterstellten Gebiete, ihre sonstigen Amtsbereiche oder ihre Ursprungsländer. So sind die Territorialleiter aus Sambia, Japan oder etwa Brasilien nicht als Vertreter der Sambier, Japaner oder Brasilianer beim Hohen Rat. Vielmehr ist jedes Mitglied dazu aufgerufen, bei ihrer Wahl nach Gottes Willen zu fragen.

Um Ihre Unterstützung im Gebet zu vereinfachen, hat das IHQ eine Liste der Mitglieder des Hohen Rats inklusive Fotos und Angabe zu Rang und Geburtsdatum online veröffentlicht:

Über den Veranstaltungsort

In den Statuten ist festgelegt, dass der Hohe Rat in England gehalten werden muss. Abgesehen von den Jahren 1934 und 1939, wo die Beratungen des Hohen Rates in der Clapton Congress Hall im Osten Londons stattfanden, haben alle anderen Tagungen des Hohen Rats im Sunbury Court im Westen Londons stattgefunden. Da der Sunbury Court derzeit jedoch umfangreichen Renovierungsarbeiten unterzogen wird, wurde der Hohe Rat in diesem Jahr im Renaissance Hotel, London Heathrow im Westen Londons einberufen.

Welche weiteren Themen werden beim Hohen Rat besprochen?

Ein häufiges Missverständnis ist, dass der Hohe Rat sich auch mit theologischen Fragen oder anderen organisatorischen Angelegenheiten der Heilsarmee beschäftige. Dies ist jedoch nicht der Fall. Der Hohe Rat dient einzig und allein dem Zweck, den nächsten Internationalen Leiter der Heilsarmee zu wählen.

Das Prozedere für die Wahl

Die Rahmenbedingungen des Hohen Rates sind vorgeschrieben, jedoch hat jede Versammlung auch einen hohen Grad an Gestaltungsfreiheit. Zu Beginn wird ein Präsident, ein Vize-Präsident, ein Ratsgeistlicher und ein Kassierer für den Hohen Rat gewählt. In der Regel wird dann in den nächsten ein oder zwei Tagen die Vorgehensweise bezüglich der Wahl des Generals festgelegt.

In der Vergangenheit wurde es so gehandhabt, dass man Nominierungen von mindestens drei Mitgliedern erhalten muss (diese Vorschläge werden in geheimer Abstimmung unterbreitet), um für die Wahl des General zugelassen zu werden.
Mitglieder des Hohen Rates können sich übrigens auch selber zur Wahl vorschlagen. Theoretisch kann jeder aktive Heilsarmee-Offizier nominiert werden. Es liegt jedoch in der Natur der Sache, dass in der Regel all diejenigen mit der erforderlichen Erfahrung in Leiterschaft und in ihrem geistlichen Amt bereits Mitglieder des Hohen Rates sind.

Meist wird anschließend eine Reihe von Fragen von einem hierfür festgelegten Kommittee zusammengestellt. Dieser Fragenkatalog wird dann jedem gegeben, der seine Nominierung für die Wahl angenommen hat. Auch den Ehepartnern der Nominierten können Fragen gestellt werden. Die Nominierten beantworten die Fragen in schriftlicher Form, die Antworten werden dann dem gesamten Hohen Rat vorgestellt.

Die geheime Wahl des Generals wird schließlich mit Wahlzetteln durchgeführt. Man benötigt mehr als zwei Drittel der Stimmen, um erfolgreich gewählt zu sein, es sei denn es kommt zu keiner eindeutigen Wahl innerhalb der ersten drei Wahlgänge. Wenn ein vierter Wahlgang notwendig sein sollte, reicht eine einfache Mehrheit, um gewählt zu werden. Nach jedem Wahlgang scheidet derjenige Nominierte mit den geringsten Stimmen aus dem Wahlverfahren aus.

Während dieser ganzen Zeit sind die Mitglieder von der Außenwelt abgeschirmt. Der Hohe Rat verbringt die Zeit in Gemeinschaft und im Gebet, um Führung vom Heiligen Geist zu erbitten. Das Verfahren ist durchaus vergleichbar mit dem des päpstlichen Konklaves, wobei die Türen zum Hohen Rat nicht versiegelt werden.

Die aktuellsten Meldungen zum Hohen Rat 2013 im Netz

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