London

Internationales Hauptquartier der Heilsarmee erhält Architekturpreis

Der Lord Mayor von London (Bürgermeister der City of London), David Brewer, enthüllte am Internationalen Hauptquartier der Heilsarmee (IHQ) eine Tafel, die bezeugt, dass das Gebäude den New City Architecture Award 2005 (Preis für moderne Architektur) der Worshipful Company of Chartered Architects (Londoner Architektenzunft) gewonnen hat. Gegenüber der Stabschefin, Kommandeurin Robin Dunster, und anderen geladenen Gästen im Café 101 am IHQ sagte er, das neue Gebäude sei ein "Siegeszeichen der Gnade", das "das lebendige Evangelium verkündigt" und "das Herz eines jeden trifft, der Augen hat, zu sehen und Ohren, zu hören".

Der New City Architecture Award wird demjenigen Gebäude verliehen, das nach Ansicht der Jury am meisten zum Straßenbild Londons beiträgt. Die Juroren sagten, sie seien "höchst beeindruckt" vom neuen Gebäude des Internationalen Hauptquartiers (IHQ) und dem Prozess seiner Entstehung. Insbesondere sei es bemerkenswert, wie das große Grundstück des vorherigen Hauptquartiers nun auf zwei Gebäude verteilt worden sei, wobei das Geschäftshaus neben dem IHQ die Mittel für den Neubau erbrachte, so dass die Heilsarmee praktisch keine zusätzlichen Kosten hatte.

Der Text der Verleihungsurkunde lobte das IHQ-Gebäude für seinen "hervorragenden Beitrag zu der ‚Perlenketten’-Route von der St. Paul’s Kathedrale über die Millennium Bridge von Foster and Partners bis hin zur Kunstgalerie Tate Modern".

In der Verleihungsurkunde steht weiter: "Die Fassade hätte glatt sein können, wie bei manchen seiner Nachbarn; statt dessen hat das Gebäude einen klug platzierten Eingang mit Vordach, verstärkt durch eine vorspringende Kapelle darüber, eine gläserne Außenwand, durch die robuste tragende Säulen zu sehen sind und die durch graphisches Design belebt wird. Besonders beeindruckend ist zudem das von außen sichtbare Café im Tiefparterre. Dieser gut ausgeleuchtete Raum, der für alle offen ist, bietet den Passanten ein einladendes Gesicht. Das ist maßgeschneiderte Architektur, aber durchgeführt auf offensichtlich und angenehm sparsame Weise. Die Jury entschied einstimmig, dass dies der Gewinner des Preises 2006 ist."

Die Zeremonie zur Enthüllung der Tafel begann mit einem Grußwort von Richard Saxon, dem Zunftmeister der Worshipful Company of Chartered Architects. Er lobte die Qualität des Gebäudes und sprach darüber, wie "bemerkenswert es die Londoner anzieht". Er beschrieb das IHQ als einen "Leuchtturm" am Weg zwischen der St. Paul’s Kathedrale und der Tate Modern Art Gallery und machte deutlich, dass seine Struktur - mit den deutlich sichtbaren Eisenträgern, die die oberen drei Etagen stützen - das "muskulöse Christentum" reflektierten, für das die Heilsarmee stehe.


Die Stabschefin, Kommandeurin Robin Dunster, der Zunftmeister der Worshipful Company of Architects und der Lord Mayor von London (v.l.n.r.)

Die Stabschefin begrüßte die Gäste - unter anderem Vertreter der am IHQ beteiligten Architekten, Entwickler und Baufirmen, Mitarbeiter des IHQ und Mitglieder der Worshipful Company of Architects - und nahm den Kommentar der Jury auf, dass das neue Gebäude der Öffentlichkeit ein "einladendes Gesicht" biete. Dies, erklärte sie, sei ein großer Unterschied zu den Vorgängern dieses Gebäudes an derselben Stelle. Das neue Internationale Hauptquartier vertrete weit besser "das alle einschließende, einladende Evangelium, das die Heilsarmee der Welt zu bringen hat".

Die Stabschefin sprach auch über die Geschichte der Heilsarmee an diesem Platz - den sie zum ersten Mal am 8. September 1881 in Besitz nahm -, gab jedoch zu, dass Geschichte und Tradition nicht die einzigen Gründe seien, warum sie an diesem angesehenen Ort bleibe. Sie sagte, die Tatsache, dass die Heilsarmee vor 125 Jahren in dieses Grundstück investiert habe, habe es ihr ermöglicht, ihren weltweiten Dienst von einem der großen Zentren der Welt in einer Weise zu tun, die auch finanziell sinnvoll ist, und fügte hinzu: "Die Stadt London braucht uns! Sie braucht das christliche Evangelium, das wir verkünden."

Nach der Enthüllung nutzten der Lord Mayor und viele Gäste die Gelegenheit, sich das Gebäude anzusehen, insbesondere die Internationale Kapelle, die mit ihrem auffälligen gelben Glas nach Ansicht der Architekten - physikalisch und symbolisch - das Herz des Internationalen Hauptquartiers bildet.
INR/IHQ

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