Osterbotschaft des Generals 2018

Verändert durch das Kreuz

Lizenzfreies Bild Pixabay, yorkshireman

Die Botschaft von Gottes wiederherstellender und erlösender Liebe, die sich im Kreuz und im leeren Grab zeigt, ist heute noch genauso kraftvoll und aktuell wie vor 2000 Jahren.

Das Kreuz spielt eine zentrale Rolle Bedeutung für unseren Glauben und die Botschaft des Evangeliums. Es ist wesentlich für alles, was wir glauben, und motiviert uns, eine sterbende Welt mit der Botschaft der Hoffnung, Liebe und Errettung zu erreichen. Ganz bewusst steht das Kreuz in der Mitte des Wappens der Heilsarmee.

Eine persönliche Begegnung

Jeder von uns braucht einen persönlichen Umgang mit dem Kreuz. Denn dort knien wir, um unser Leben Christus zu übergeben. Das Kreuz ist der Ort, an dem wir Buße für unsere Sünde tun; an dem wir wiederherstellende Gnade empfangen und ein neues Leben in Christus beginnen.

Das Kreuz verändert uns, es setzt Gottes Liebe, Gnade und Vergebung in unserem Leben frei. Wir kommen verurteilt zum Kreuz, gehen aber als Begnadigte (Römer 8,1). Wir kommen tot in unserer Sünde zum Kreuz, gehen aber mit neuem Leben in Christus (2. Korinther 5,17; Galater 2,20). Durch das Kreuz wechselt unsere ewige Bestimmung von der Hölle zum Himmel (Johannes 3,16).

Der sechste Glaubensartikel der Heilsarmee erklärt: „Wir glauben, dass der Herr Jesus Christus durch sein Leiden und Sterben eine Versöhnung für die ganze Welt vollbracht hat und dass jeder, der will, gerettet werden kann.“ Das Kreuz ist für alle da und die Botschaft des Evangeliums gilt jedem – das ist ein zentraler Aspekt unseres Glaubens und Zeugnisses, besonders als Salutisten.

Das wissen wir. Das predigen wir. Die entscheidende Frage und Herausforderung lautet: Erfahren wir die Kraft, Realität und Veränderung des Kreuzes immer in unserem eigenen Leben?

Mehr als ...

Sehen Sie, es beinhaltet mehr als nur unsere Sünde zuzugeben und uns einzugestehen, dass wir Erlösung brauchen; mehr als anzuerkennen, dass Jesus für unsere Sünde starb; mehr als ein persönliches und gemeinsames Bedürfnis; mehr als nur eine Opferhandlung.

Ja, am Kreuz wird der Preis für die Sünde bezahlt, aber dort wird auch die Macht der Sünde gebrochen. Ja, am Kreuz finden wir Vergebung, aber auch Erneuerung. Ja, das Kreuz erinnert uns an unsere Schwachheit, aber es ist auch ein Ort der Kraft. Wir kommen beschämt, aber wir gehen als Sieger!

Am Kreuz wird der Sieg über die Mächte des Bösen errungen. Das Kreuz hebt den Fluch der Sünde auf und bricht seine Macht.

Durch das Kreuz können Christen ein siegreiches und kraftvolles Leben führen. Die Niederlage wird gegen den Sieg eingetauscht. Die Schwachheit wird gegen Stärke eingetauscht. Das alte Wesen bleibt zurück und das neue Wesen wird angenommen.

Dieses Evangelium von Jesus Christus und die Macht des Kreuzes sind ganzheitlich. Unser zehnter Glaubensartikel macht deutlich, dass wir glauben, „dass es das Vorrecht aller Gläubigen ist, durch und durch geheiligt zu werden, und dass ihr Geist ganz, samt Seele und Leib, auf das Kommen unseres Herrn Jesus Christus unsträflich bewahrt werden kann“.

Das Kreuz im Blick behalten

Was für eine wunderbare Wirklichkeit! Was für ein vollendetes Werk! Alles wegen der Liebe Gottes, offenbart in Jesus und erwiesen am Kreuz.

Verlieren Sie das Kreuz nie aus den Augen. Wir stolpern und fallen, wenn wir das Kreuz vergessen.

Die Liederdichterin Fanny Crosby betete: „Jesus, halt mich unterm Kreuz” (Lied Nr. 59, Liederbuch der Heilsarmee) und George Bennard sagte, er „liebe” und „umfasse des Heilandes Kreuz” (Lied Nr. 45).

Der Apostel Paulus verlor das Kreuz niemals aus den Augen. In Römer 1,16-17 lesen wir: „Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die glauben, die Juden zuerst und ebenso die Griechen. Denn darin wird offenbart die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, welche kommt aus Glauben in Glauben; wie geschrieben steht: ‚Der Gerechte wird aus Glauben leben.‘“ Ebenso erklärt Paulus: „das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden, ist es Gottes Kraft“ (1. Korinther 1,18).

Es macht keinen Unterschied, wie die Welt das Kreuz sieht. Die Unfähigkeit dieser und früherer Generationen, die Fülle all dessen zu begreifen, was das Kreuz vollbringt, mindert weder seine Kraft noch seine ewige Bedeutung. Die Botschaft vom Kreuz mag nicht populär sein, doch ihre Wahrheit ist ewig und aktuell.

Das leere Grab

Karfreitag und das Kreuz sind nur ein Teil der Ostergeschichte. Gott sei Dank endet die Geschichte nicht mit einem toten Erlöser! Wir beten zu einem auferstandenen Herrn, der nicht nur den Fluch der Sünde aufgehoben und ihre Macht gebrochen hat, sondern der auch den Tod besiegt, damit jeder, der an ihn glaubt, ewiges Leben und Auferstehungskraft haben kann!

Die herrliche Realität des Ostermorgens wird durch das leere Grab verkörpert. „Er ist nicht hier; er ist auferstanden”, waren die Worte des Engels in Matthäus 28,6. Die Frauen, die an diesem Morgen zum Grab gingen, hörten die Frage: „Warum sucht ihr den Lebenden bei den Toten?“ (Lukas 24,5 NLB).

Nichts kann Gott aufhalten – die Sünde nicht und sicherlich nicht der Tod. Die Ereignisse von Ostern zeigen die souveräne Macht Gottes, der in unsere materiellen und geistlichen Realitäten eingreift. Gott offenbart die ganze Fülle seiner Macht, indem er Satan besiegt und die beiden Aspekte unserer gefallenen Menschheit, die uns am meisten einschränken und kontrollieren, zunichtemacht.

Ein Gebet für Sie

Wenn wir nun erneut über Gottes unglaubliches Geschenk der Freiheit von Sünde nachdenken, dann erfordert dies eine persönliche Antwort von jedem von uns. Ich bete, dass wir alle die Liebe, Vergebung, Gnade und Kraft Gottes erkennen, indem wir seine Gegenwart als Auferstandener in unserem Leben erfahren.

André Cox
General

 

Bibelzitate, sofern nicht anders vermerkt, aus der Lutherbibel 2017

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