Rundbrief Oktober bis Dezember 2025
Auf ein Wort!
Psalm 57, 10-11: „Herr, ich will dir danken unter den Völkern, ich will dir lobsingen unter den Leuten. Denn deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen.“
Beim Pilgerwochenende haben wir immer wieder auf einem Hügel einen weiten Ausblick gesehen. Es war erstaunlich, wie weit wir sehen konnten. Das Wetter war so schön, dass wir den weiten Horizont sehen konnten. Ich habe das als Geschenk wahrgenommen, das Gott uns machte. Allerdings hört der Himmel am Horizont ja noch nicht auf. Und bei der Vorstellung, dass seine Güte so viel weiter ist, kann ich Gott nur danken und zum Lob ihm singen.
Wobei auch jeder Pilger weiß, dass so eine Aussicht erst auf einer Anhöhe zu entdecken ist. Und diese Anhöhe muss auch erst erreicht werden, was sehr mühsam sein kann. In diesen Zeiten des Anstiegs ist es hart und anstrengend. Manchmal will man aufgeben.
Auch in diesem Psalm geht es erst darum, dass der Psalmbeter eine schwere Zeit durchgemacht hat. Dass es Dinge gibt, die ihn bedrücken. Dass es Menschen gibt, die ihn herausfordern. Aber auch darum, dass Gott ihn beschützt und ihm hilft. Er erfährt, was es bedeutet von Gott beschützt und versorgt zu werden. Und weil er Gottes Schutz und Gottes Fürsorge erfährt, kann er dann in den Dank und Lobpreis zu Gottes Ehren einstimmen. So ist es auch in unserem Leben. Es gibt schwere Zeiten. Zeiten, in denen wir den Aufstieg vor uns haben. Zeiten, in denen uns Menschen herausfordern. Zeiten, in denen es anstrengend ist. In diesen Zeiten ist Gott da und hilft uns. Er unterstützt uns, steht uns bei. Er ist da und tröstet uns. Doch es gibt auch Zeiten, in denen wir den Aufstieg geschafft haben und voller Stolz auf das zurückblicken können, was wir schon mit Gottes Hilfe geschafft haben. Zeiten, die uns dankbar werden lassen. Zeiten, die uns ermutigen. Und Zeiten, die uns Kraft schöpfen lassen. Zeiten, in denen wir erkennen, dass die Anstrengung sich gelohnt hat. Und in diesen Zeiten können wir dann mit dem Psalmbeter in den Dank zu Gottes Lob einstimmen.
Ich bin Gott aktuell sehr dankbar für das, was er alles in meinem Leben vollbracht hat. Dankbar, wie er mich entwickelt hat. Dankbar für gute Freunde. Dankbar für die vergangenen Zeiten, die mich geprägt haben. Dankbar, dass der Umzug gut hinter mir liegt. Dankbar, dass er mich in eine nette Gemeinde gestellt hat. Dankbar, für neue Menschen, die in mein Leben reinkommen. Dankbar, für Liebe und Hilfsbereitschaft. Dankbar für die Willkommenskultur. Aber auch dankbar für neue Herausforderungen. (Auch wenn diese wieder anstrengend werden. Aber ich weiß, dass sie sich lohnen werden.)
Und ich lade Sie ein, mal wieder zurückzublicken und zu sehen, was Gott in Ihrem Leben bereits bewirkt hat. Ich bin mir sicher, dass auch Sie jede Menge Grund zum Danken haben. Vielleicht teilen Sie diesen Dank im nächsten Gespräch mit jemandem. Vielleicht sogar mit jemandem aus der Gemeinde. Lassen Sie uns dankbar auf Erntedank zugehen und die Dankbarkeit auch danach nicht aus den Augen verlieren.
Dankbare Grüße, Ihre
Simona Döttling, Kadettin