Winterhilfe für syrische Flüchtlinge in Jordanien ausgeweitet

Die Heilsarmee verteilt u.a. Gasöfen an syrische Flüchtlingsfamilien, die meist in nicht isolierten, ungeheizten Räumen leben.

Die Heilsarmee weitet ihr Hilfsprogramm in Jordanien aufgrund des anhaltenden syrischen Flüchtlingsstroms aus. Die Hilfen kommen dabei nicht nur den syrischen Flüchtlingen, sondern auch jordanischen Familien zugute. Deren Alltag hat sich durch das Flüchtlingsdrama ebenfalls erschwert (siehe Infobox unten). Die Heilsarmee setzt das Hilfsprogramm in Zusammenarbeit mit dem Lutherischen Weltbund um, das in Jordanien ein Büro betreibt. Zudem werden die beiden Organisationen durch die jordanische Hilfsorganisation JHCO unterstützt.

Über 1.500 Familien wird derzeit mit diesem Programm geholfen. Sie erhalten Gasöfen, Gasflaschen samt Gutscheinen für Gas-Nachfüllungen, Decken und – sehr wichtig – Teppiche für die Betonböden, auf denen viele Familien in den nicht isolierten, ungeheizten Räumen leben müssen. Familien mit Kindern erhalten zudem warme Kleidung für jedes Kind.

Daneben widmen sich die Heilsarmee und der LWB dem Problem, dass viele syrische Flüchtlingskinder keine Schule besuchen können. Durch zwei Schulprojekte soll es insgesamt 290 syrischen Kindern ermöglicht werden, jordanische Schulen zu besuchen. Die Schulen werden erweitert, um die zusätzlichen Schüler aufnehmen zu können. Ein Teil der Finanzierung ist bereits gesichert, doch die Beschaffung der restlichen Gelder dauert länger, besonders da die Spender weltweit momentan hauptsächlich auf die Philippinen schauen.

Jordanien leidet unter dem Flüchtlingsstrom aus Syrien

Seit Beginn des syrischen Bürgerkrieges im Jahr 2011 sind geschätzt fast drei Millionen Syrer aus ihrem Land geflohen. In Jordanien sind nach UN-Angaben rund 600.000 syrische Flüchtlinge registriert – inoffiziell sind es jedoch sicherlich viel mehr. Verglichen mit einem Land der Größe Deutschlands wären das rund acht Millionen Flüchtlinge – innerhalb von etwa 18 Monaten.
Tausende Menschen sind in großen Flüchtlingslagern untergekommen, doch die Mehrheit versucht, sich in der Hauptstadt Amman oder in kleineren Grenzstädten außerhalb der Lager durchzuschlagen. Durch den syrischen Konflikt und den dadurch resultierenden Flüchtlingsstrom geraten auch immer mehr Jordanier in Not. Beispielsweise sind in vielen Grenzstädten die Preise für alltägliche Gebrauchsartikel wie etwa Lebensmittel dramatisch gestiegen, während die Löhne stagnieren. Manche Familien gleichen die Preissteigerungen aus, indem sie z. B. eine Garage als Wohnung an Flüchtlinge vermieten. Doch für diejenigen, denen dies nicht möglich ist, sind die Zeiten hart.

Helfen Sie uns helfen

Für 10 Euro kann eine Familie mit Winterbekleidung ausgestattet werden, für 30 Euro erhalten sie ein Haushaltshygieneset, mit 60 Euro können wir einen Haushalt mit einem Gasheizkörper versorgen.

Spendenkonto der Heilsarmee für die Flüchtlingshilfe in Jordanien

Konto: 40 777 77
Bank für Sozialwirtschaft AG
BLZ: 370 205 00
IBAN: DE40370205000004077777
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Flüchtlingshilfe Syrien

Oder hier jetzt online spenden

Vielen Dank!

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