Ein Verbrechen, ein Kettcar und Gott :-)

Jedes Jahr im Sommer gibt es das Fest der Hoffnung. Christen aus ganz Chemnitz feiern mitten in der Stadt, dass Gott sie reich beschenkt hat. Deshalb geben sie auch etwas an Chemnitz zurück.
Es gibt kostenlosen Kuchen, Kaffee, Gebet, ein buntes Bühnenprogramm und viele Mitmachaktionen.

Als Heilsarmee durften wir auch in diesem Jahr den ganzen Tag mit unserer Hüpfburg dabei sein. Rund 300 Kinder nahmen das Angebot mit Freude an. Mit den Eltern konnten wir Gespräche über den Grund des Festes und damit auch über unseren Glauben führen.

Am eindrücklichsten war an diesem Tag jedoch eine Gebetserhörung.

Eine befreundete Gemeinde hatte für Kinder und Jugendliche zwei hochwertige Kettcars mitgebracht. Jeder, der wollte, konnte damit fahren. Direkt nach Beginn der Veranstaltung, gegen 13:30 Uhr, kam der aufgelöste Pastor zur Leitung des Festes: Beide Kettcars waren gestohlen worden.

Von diesem Zeitpunkt an fragte Anni, als Moderatorin, von der Bühne aus immer wieder an, ob jemand die Fahrzeuge gesehen hatte. Das Gebetsteam wurde aktiviert und betete dafür, dass die doch sehr teuren Fahrzeuge wiedergefunden würden.

Die Veranstaltung ging zu Ende, die Kettcars blieben verschwunden. Unsere Hüpfburg wurde abgebaut und alles wieder ordentlich in der Heilsarmee verstaut.

Zum Abschluss schlug ich meiner Familie, die den ganzen Tag tatkräftig mitgearbeitet hatte, vor, bei McDonald's ein Eis auszugeben. Also fuhren wir zum Drive-in.

Dort angekommen stand vor uns noch ein Fahrzeug. Allerdings kein echtes Auto, sondern eindeutig eines dieser ganz besonderen und sehr teuren Kettcars. Der darauf sitzende Junge versuchte gerade, bei McDonald's ohne Geld etwas zu bestellen.

Anni stieg aus und sprach den Jungen an. Nachdem er zuerst behauptete, das Kettcar würde ihm gehören, flüchtete er schleunigst. Anni sprintete hinter ihm her und bewegte ihn zum Anhalten. Während sie erklärte, dass sie mit demjenigen telefonieren würde, dem ein Kettcar gestohlen wurde, rannte der Junge mit seinen Kumpels davon und wir konnten das Fahrzeug sicherstellen.

Begeistert riefen wir den Pastor an, um ihm die gute Nachricht mitzuteilen, dass er wenigstens ein Kettcar zurückbekommen hatte. Zu unserem Erstaunen war er gar nicht so überrascht. Kurz zuvor hatte Gott ihm durch einen anderen Pastor auch das zweite Kettcar zurückgebracht.

Gott ist groß :-) – Keep on praying!

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