Hilfe für Dresdner in Not

Seit 1993 gibt es in Dresden wieder die Heilsarmee. Rosi und Gert Scharf leiten die Gemeinde seit sechseinhalb Jahren und setzen sich aktiv für Menschen am Rande der Gesellschaft ein. Täglich, außer sonntags, geben sie Lebensmittel an Bedürftige aus. Allein im Januar suchten 900 Personen diese Hilfe, darunter etwa 500 Kinder. „Fast immer verbirgt sich eine notleidende Familie dahinter“, stellt Rosi Scharf fest.

Unbürokratische Hilfe

Die Hilfe beschränkt sich nicht nur auf das Allernotwendigste. Besucher erhalten im Büro der Heilsarmee unbürokratisch Hilfe bei Behör­den­an­ge­le­gen­hei­ten. Des Wei­te­ren können Bedürftige im Gemein­de­zen­trum duschen, ihre Wäsche waschen oder die Haare schneiden lassen.

Menschen im Secondhandladen
An Bedürftige gibt die Heilsarmee in Dresden kostenlos Kleidung aus. Foto: André Wirsig

Schräg gegenüber, in ihrem Second-Hand-Laden „Zweite Chance“, verkauft die Heilsarmee Kleidung, Haushaltsartikel, Bücher und Spiel­zeug zu güns­tigen Preisen. Das hilft den Kun­den – und trägt zur Fi­nan­zie­rung der um­fang­rei­chen so­zi­a­len Ar­beit bei.

Einsatzwagen am Bischofsplatz

Dreimal in der Woche steht der Einsatzwagen der Heilsarmee am Bischofsplatz in der Neustadt. Obdachlose können sich dort heiße Getränke und warme Mahlzeiten holen.

Bei tiefen Minustemperaturen geht Gert Scharf gemeinsam mit einem Mitarbeiter oder seiner Frau Rosi auf Kältestreife. Er sucht während der nächtlichen Tour gezielt die im Freien Übernachtenden auf, um sie mit Schlafsäcken und heißen Getränken zu versorgen.

Gert und Rosi Scharf auf Kältestreife. Foto: Sven Ellge

Manchmal können sie den ein oder anderen überreden, sich zu einem sicheren und warmen Schlafplatz in einer Einrichtung fahren zu lassen. „Wir möchten, dass die Leute so bald wie möglich vom Leben auf der Straße wegkommen und uns nicht mehr brauchen“, sagt Rosi Scharf.

Juri zum Beispiel hat es geschafft. Drei Jahre lang war der jetzt 54-Jährige obdachlos und, wie er sagt, ein Einzelgänger. Mittlerweile ist er Mitarbeiter bei der Dresdner Heilsarmee.

Weihnachten für bedürftige Menschen

Am 24. Dezember feiert die Heilsarmee in Dresden wieder gemeinsam mit 150 Personen das Weihnachtsfest auf einem Schiff, das die Sächsische Dampfschiffahrt unentgeltlich zur Verfügung stellt.

Auf dem Salonschiff am Elbufer empfängt die Heilsarmee die Gäste der Weihnachtsfeier. Foto: André Wirsig

Das Ehepaar Scharf und ihr engagiertes Team ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer bereiten den Menschen, die niemanden mehr haben, ein wunderschönes Fest. Denn für Obdachlose, Alleinlebende und finanziell schlecht gestellte Familien sind die Weihnachtstage eine besonders schwierige Zeit. Vor allem am Heiligen Abend leiden sie unter ihrer Einsamkeit und Armut.

Steigender Bedarf

Die finanzielle Lage der Heilsarmee in Dresden ist sehr angespannt. Die üblichen Ausgaben für Miete, Energie, Benzin, Reparaturen etc. über­stei­gen oft die seit Jahren sin­ken­den Spen­den­ein­nah­men. Un­vor­her­seh­bare Kos­ten reißen dann jedes Mal ein großes Loch in die Kasse.

„Im Hinblick auf unsere Gebäude­ka­pa­zität plat­zen wir im Moment aus allen Nähten“, bemerkt Rosi Scharf. Trotz­dem kann der seit lan­gem ge­plan­te und drin­gend not­wen­dige Neu­bau des Tages­treffs noch nicht realisiert werden. Des­halb findet zum Bei­spiel die Lebens­mit­tel­aus­gabe nach wie vor im Freien statt.

Bitte helfen Sie uns in Dresden helfen!

Mit 18 €

kön­nen wir fünf Not­fall­pa­ke­te mit Le­bens­mit­teln für be­dürf­ti­ge Men­schen packen.

   

Mit 50 €

hel­fen Sie, un­se­re Käl­te­strei­fe zu fi­nan­zie­ren.

   

Mit 100 €

er­mög­li­chen Sie ei­nen Ein­satz un­se­res mo­bi­len Kan­ti­nen­wagens.

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