Aktueller Rundbrief

Aug. - Sept. 2022

Liebe Kameraden und Freunde,

„Der Gott des Friedens sei mit euch allen“, dieses Wort des Apostel Paulus gilt uns besonders dann, wenn wir vor Herausforderungen stehen. Auch in unserer Korpsgemeinschaft hatten wir in den zwei zurückliegenden Jahren die große Herausforderung, unsere noch verbliebenen Korps im Ruhrgebiet zusammenzuschließen.

Nun ist es geschafft und Korps Herne, Gelsenkirchen und Essen sind kirchenrechtlich und offiziell zu einem Korps zusammengelegt worden. Das Korps heißt auf Wunsch der Mehrheit der Mitglieder „Korps Essen-Gelsenkirchen“, was die Heilsarmeeleitung in Köln noch genehmigen muss. Als Standort hat sich die Arbeitsgruppe, in der alle Mitglieder mitmachen durften, auf die Lazarettstr. 10, 45127 Essen geeinigt.                                                          

Um aber den langjährigen Kontakt zu den Menschen in Gelsenkirchen nicht zu verlieren, unterhält das Korps Essen-Gelsenkirchen ein Nachbarschaftsprojekt in der Märkischen Straße 34, 45888 Gelsenkirchen. Wir freuen uns, dass wir damit mehr Menschen als es uns sonst möglich gewesen wäre, erreichen und sie in Kontakt mit Jesus Christus bringen können.

Verantwortlich für das Nachbarschaftsprojekt ist Schwester Doris Trawny-Vitzthum unter der jeweiligen Leitung des Offiziers von Korps Essen-Gelsenkirchen. Der Eröffnungsgottesdienst des Nachbarschaftsprojektes ist am 14.8. um 16:00 Uhr in der Märkischen Straße in Gelsenkirchen.

„Der Gott des Friedens sei mit euch allen“, dieses Wort möge uns nun auch helfen, in der kommenden Zeit auf dem guten Weg, den der Herr uns führt, miteinander weiter zu gehen.

 

Ihr/Euer  Bernd Friedrichs, Major

 

Rundbrief Archiv

Nachfolgend finden Sie unsere Rundbriefe der letzten Monate.

Rundbrief Febr. - März 2022

Febr-Maerz-22.pdf (7,0 MiB)

Nov. - Dez. 2021

Mit den Worten aus Sach. 2,14:

„Freue dich und sei fröhlich, du Tochter Zion! Denn siehe, ich komme und will bei dir wohnen, spricht der HERR“, grüßen wir euch alle für die kommende Weihnachtszeit. Wie werden wir dieses Jahr Weihnachten feiern?

Letztes Jahr hatten wir kein uns wohlvertrautes Fest. Alles, was normal für uns war, wurde durch COVID-19 im Nu auf den Kopf gestellt. Dieses Jahr könnte es fast normal werden. Aber was ist schon normal?

Wollen wir uns wieder an das erste Weihnachten erinnern?! Wollen wir uns an den Tag erinnern, wo Gott sein Versprechen eingehalten hat und in den ganz normalen menschlichen Alltag gekommen ist?!

Nein, Jesus kam nicht im Tempel zur Welt, sondern bei den ganz normalen Menschen, die teilweise keine Ahnung von IHM, aber dafür einen Platz für ihn hatten. Er kam und brachte Licht und Freude mit. Und das tut er bis heute immer noch. Und ob wir Weihnachten dieses Jahr normal, od. fast normal od. total unnormal feiern werden müssen, ist nicht so wichtig, solange Jesus Herr in unserer Mitte sein und in uns wohnen darf.

Doch bevor es weihnachtet, führt die Heilsarmee in allen Korps noch Herbstsammlung  durch. Die Einnahmen dienen dazu, die Arbeit der Heilsarmeekorps in Deutschland zu unterstützen. Der Opfersonntag für die Herbstsammlung findet am 21. November statt. Die Opfertüten dazu liegen in den Korps aus.

Wer Freude daran hat, die Kinder aus Moldawien und aus der Ukraine zu beschenken und für sie Weihnachtspäckchen zu packen, kann gerne die leeren Päckchen und Infos für´s richtige Packen  bei den Korpsoffizieren abholen. Die Weihnachtspäckchen gehen nach Moldawien und Ukraine mit der Missionsgesellschaft „Hoffnungsträger Ost“. Gesammelt werden sie in den Korps bis zum 15. Nov.

Nähere Infos auch unter: ht-ost.com/de/paeckchen/

Noch bleibt die Zukunft für die Korps Gelsenkirchen und Essen ungewiss. Noch haben wir keine gute Lösung für einen neuen Standort gefunden. Und trotzdem dürfen wir uns freuen, weil Jesus da ist. Er vertreibt die Dunkelheit aus unseren Herzen, Er macht uns frei vom Bösen und von uns selbst, Er bringt uns wahren Frieden und wahre Freude, und Er befähigt uns IHM zu dienen bis er wiederkommt.

Wir wünschen allen einen gesegneten Advent und Fröhliche Weihnachten!

 

Bernd und Olga Friedrichs, Majore

 

Sept. - Okt. 2021

Monatsspruch September:

„Ihr säet viel und bringt wenig ein; ihr esst und werdet doch nicht satt; ihr trinkt und bleibt doch durstig; ihr kleidet euch, und keinem wird warm; und wer Geld verdient, der legt´s in einen löchrigen Beutel.“

(Haggai 1,6)

 

Gott ist die Liebe und darum sagt er uns in Liebe, was uns fehlt. Der Prophet Haggai spricht zu seinem Volk damals und prophetisch zu allen Gläubigen, also auch zu uns: „Ihr arbeitet viel und hart und bringt doch wenig ein“. Das erinnert mich an die Jünger Jesu, welche die ganze Nacht fischten und nichts in ihre Netze einbrachten. Das erinnert mich auch an unsere Situation in der Heilsarmee Essen und Gelsenkirchen, welche Jahrzehnte lang hart gearbeitet hat, und trotz allem von Zuschüssen des Hauptquartiers leben und beim „Menschenfischen“ hauptsächlich auf leere Netze schauen muss (und das geht übrigens der  gesamten Heilsarmee in Europa so, welche immer weiter am Schrumpfen ist). Das tut Gott weh, das tut uns weh und das tut den Menschen weh, welche um uns herum verloren gehen.

Doch das soll so nicht bleiben! Gott macht seinen Mitarbeitern keine Vorwürfe, wenn sie entmutigt sind. Das Volk hatte damals, nachdem sie hoffnungsvoll den Wiederaufbau des zerstörten Tempels anpackten, irgendwann enttäuscht damit aufgehört (obwohl man die Gottesdienste auch da noch weiterhin feierte) und sprach: „Es geht nicht. Wir schaffen es nicht, das Haus Gottes zu bauen“.

Nun, ähnliche Stimmen hören wir auch heute, wenn sie sagen: „Es ist keine Erweckungszeit, wir können keine Seelen retten und überhaupt, die Leute wollen von Jesus nichts wissen“. Und genau darum schickt Gott seine Boten - wieder und wieder - und ermutigt zum Weitermachen. Er sagt: es geht, wenn ihr geht. Und Menschen werden gerettet, wenn ihr sie rettet. Baut meinen Tempel und lasst alles andere stehen. Äußere Gebäude und Geschäfte sind zweitrangig, Vorrang für mein Volk hat immer mein Tempel - und der sind Menschenherzen. Wenn ihr solche zu meinem Haus baut, werde ich mit euch sein und euch dazu noch alles schenken - “Gebäude und Brüder und Schwestern und Mütter und Kinder und Äcker mitten unter Verfolgungen und in der zukünftigen Welt das ewige Leben“, sagt Jesus im Markusevangelium 10,30.

Damals gehorchte das Volk und seine Führer willig den Worten des Propheten und packte wieder an. Sie waren ermutigt worden und begannen, den Bau am Tempel Gottes weiterzuführen. Daraufhin sprach Haggai zu ihnen die Botschaft des Herrn: „Seid getrost, alles Volk im Lande und arbeitet, denn ich bin mit euch!“ Und der Herr sagte ihnen zu, inmitten aller Erschütterungen, welche auf diese Welt zukommen, sein Haus voll Frieden und Herrlichkeit zu machen (Hag. 2,4.7.9). Diese Zusage gilt auch uns, wie der Hebräerbrief (12,26-28) es bestätigt.

Wie gesagt, der Tempel Gottes in der neutestamentlichen Zeit sind Menschenherzen. Letzten Monat hat eine unserer Töchter sich neu entschieden, Jesus nachzufolgen. Seitdem führt sie Menschen zu Christus. Wir sehen staunend, dass auch in dieser Zeit und in unserem Land dies möglich ist. Das spornt uns an, und sie ist uns darin ein Vorbild. Wir weihen uns erneut dem Dienst, Menschen für Jesus zu retten und ermutigen euch, es auch zu tun.

Wir sind wirklich überzeugt, dass Gott wieder „aufbauen will, was lange wüst gelegen hat“ (Jes. 58,12) und uns mit den Worten Jesu ermutigt: „Werft eure Netze nochmal aus“ (Lk. 5,5). Es ist dasselbe „Netz“, dasselbe „Boot“, dieselben „Fischer“ - nichts hat sich geändert. Aber auf dein Wort hin, wollen wir unsere Netze noch einmal auswerfen, ein jeder da, wo du es ihm zeigst! Den großen Fang schenkst dann du, Herr!

 

Bernd Friedrichs, Major

 

2020
N. Schwarz © GemeindebriefDruckerei.de

Rundbrief Juli - Aug. 2021

Gott ist ein Sieger. Und selbst, wenn Gott einmal schwach wird und zu unterliegen scheint, ist seine Schwäche noch stärker als die der Menschen ist, und seine Niederlage der größte Triumph. Das glauben wir als Christen, dass Jesus in seiner Erniedrigung, als er den qualvollen Tod für unsere Sünden am Kreuz starb, den ewigen Sieg über alle bösen Mächte und Gewalten errungen hat.

Heute singen überall auf der Erde Menschen in ihren Häusern vom Sieg Gottes. Er hat den Satan besiegt. Und wie Psalm 118 es hier sagt: sie singen mit Freuden von diesem Sieg. Sie freuen sich, aber nicht nur, dass der Herr den Sieg errungen hat, sondern auch, dass er ihn behält – er lässt ihn sich nicht mehr wegnehmen.

Das heißt: Diese Freude kann nicht mehr kaputt gemacht werden. Sie ist ewig. Wenn wir einmal im Himmel sind, werden wir nur noch Freude erleben. Die Freude tanzt vor dem Thron Gottes ohne jemals damit aufzuhören und niemand würde auf die Idee kommen, sie dafür auszuschimpfen. Der ganze Himmel ist einzig Freude.

Ich finde es auch bezeichnend, dass diese Freude in den Hütten der Gerechten zum Ausdruck gebracht wird. Nirgend in der Bibel wird diese Formulierung für den  Tempel erwähnt. Im Tempel – in welchen die Gläubigen damals ja auch gingen,  wurde gebetet, dort ist es still. So beschreibt die Bibel diesen Ort als ein Gebetshaus. Doch der Tempel wurde entweiht. Nicht mehr Gott wohnt darin, sondern ein anderer Geist. Der Geist des Geldes. Deswegen wurde der Tempel zerstört.

Als Jesus nach seiner Kreuzigung von den Toten auferstand - seinem Sieg über die Mächte dieser Welt – da richtete er ein neues Gebetshaus auf, das Herz jedes einzelnen Menschen der an ihn glaubt. „Jesus wollte keine Kirche gründen“, sagt General André Cox, jetzt im Ruhestand, er will in menschlichen Herzen und Hütten wohnen.

Das sollten wir immer mitbedenken, wenn wir über unsere äußeren Strukturen, Gebäude und Programme in der Heilsarmee nachdenken. Es ist nicht mehr zu überhören, dass jetzt viele einflussreiche Leiter der Gemeinde Jesu – und nicht nur General André Cox – uns darauf hinweisen, dass die Zeit der globalen Evangelisation, großer Kongresse und Kirchenveranstaltungen vorbei ist und wir in eine Phase der persönlichen Begegnung mit dem Nächsten eintreten. Zu Hause, in den Hütten der Gerechten, in den Häusern mit dem Nachbarn. Die Menschen sind müde und enttäuscht von Kontrolle, Bevormundung, festgefahrenen Strukturen und Programmen. Sie suchen nach der Liebe und Freundlichkeit Jesu in der Begegnung mit einem Gerechten. Sie haben das Vertrauen in Institutionen und öffentlich auftretenden Menschen schon lange verloren.

Das heißt weg von Partei, Kirche und Programm, wenn sie nur ihren guten Ruf schützen wollen, hin zum einzelnen Menschen. Dort wo man zu Hause, in „Hütten“,  tatsächlich gelebten Glauben und Freude erlebt. Das ist unsere Chance und der Herr geht diesen Weg zielstrebig in dieser Zeit voran; und wir müssen uns aufmachen, wenn wir diesen Zug nicht verpassen wollen. Damit wir auch bei denen sein werden von denen es heißt: Horcht einmal, sie singen mit Freuden vom Sieg in den Hütten der Gerechten.

 

Bernd Friedrichs, Major