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Korps Essen-Gelsenkirchen

Eine Gemeinde der Heilsarmee in Deutschland

Mit der Drehorgel auf dem Essener Weihnachtsmarkt

Altes mechanisches Musikinstrument entpuppt sich als Besuchermagnet

Das Bild zeigt Werner Huhn, den Verfasser dieses Textes, an der Drehorgel.

Im August 2023 kam der Gedanke ob es nicht schön wäre, als Heilsarmee Essen-Gelsenkirchen auch eine Drehorgel zur Verbreitung der frohen Botschaft einzusetzen. Und dies nicht nur zur Weihnachtszeit, sondern auch zu anderen Anlässen - ob im Freien oder im Korpssaal. Schließlich gibt es allerlei Musikbänder mit den verschiedensten Melodien, darunter auch christliche Lieder. 

Wir haben zunächst im kleinen Kreis darüber gebetet. Ist dies "nur" eine Idee oder eher ein Auftrag? Gott hat uns die Antwort gegeben.

Zunächst kam eine gewisse Ernüchterung auf, als wir nach ersten Erkundigungen die Preise für einfache (gebrauchte und neue) Drehorgeln erfahren haben. Aber nur wenige Tage später hat sich ergeben, dass uns eine Drehorgel geschenkt wurde.
Wir konnten Nachfahren des Fabrikanten (die Orgel stammt aus den 60er oder 70er-Jahren) ausfindig machen, über die eine Wartung und Reparatur durch einen Orgelbauer erfolgen konnte. Und wir haben auch jemanden gefunden, der die Musikbänder herstellt.

Rechtzeitig zum Beginn des Weihnachtsmarktes wurde die Drehorgel fertig.
Die Marketinggesellschaft, welche das Hausrecht über das Marktgelände hat, hat uns die Nutzung erlaubt.
Über Nacht konnten wir die Orgel und den Gabentopf in den Lagerräumen einer großen Schuhhandelskette abstellen. Dies ersparte uns umständliche Wege mit der Orgel vom Parkhaus zum Einsatzort.

Es haben sich also alle denkbaren Schwierigkeiten in Luft aufgelöst und zahlreiche Türen geöffnet!

Noch bevor wir die Orgel und den Topf ausrichten konnten kamen Besucher auf uns zu und sprachen uns an.
Insbesondere Gäste aus den Niederlanden und Familien zeigten sich sehr interessiert. Kinder stellten sich auf ihre Zehenspitzen um neugierig in den Drehorgelkasten zu schauen. Sie spitzten ihre Ohren um zu hören, wie hier Musik gemacht wird - ohne App aber dafür mit jeder Menge Luft.
Eine Gruppe freundlicher Asiaten, um die 10 Leute, ließ sich dieses mechanische Musikinstrument erklären und erkundigte sich auch über die Geschichte und die Arbeit der Heilsarmee.
Ein Mann, etwa Mitte 30, sprach uns an als wir auf dem Rückweg zum Parkhaus waren. Er war in Begleitung seiner Lebensgefährtin und deren Eltern und wollte wissen, was die Heilsarmee ist. Offensichtlich war er sehr interessiert, hat er doch seine Angehörigen gebeten, allein den Stadtbummel fortzusetzen. So sprachen wir noch eine Stunde miteinander. Wir haben unsere Mail-Adressen ausgetauscht um miteinander in Kontakt zu bleiben.

Alle denkbaren Befürchtungen haben sich in Luft aufgelöst und jede Menge Türen haben sich geöffnet. Die Heilsarmee wurde in der Öffentlichkeit wahrgenommen. Viele Gespräche konnten geführt und viele Schriften verteilt werden. Und auch durch ihre Topfgaben zeigten uns die Menschen ihre Wertschätzung und ihr Vertrauen. Klein und Groß gingen fröhlich weiter.

Nur eine Idee? Sicherlich mehr. Eher eine Eingebung mit einem Auftrag. Vielleicht sind wir manchmal zu zaghaft, Gedanken und Inspirationen umzusetzen. Tauscht euch darüber aus, betet miteinander. Zweifel kann lähmen.
Gott hat uns reich gesegnet. Wir machen weiter.
Betet bitte dafür, dass Menschen in sich kehren, sich Gedanken machen und sich Gott zuwenden. Möge der Herr ihnen wahre Weihnachtsfreude schenken.

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