Aus Stabsmusikkorps wird German Staff Band

Stabsmusikkorps
Die rote Linie symbolisiert, dass die Mitglieder der GSB durch das S, das in der Heilsarmee auch für Salvation (das Heil) steht, einem Weg zum Himmel folgen. Rot steht für das Blut Jesu und die gekrümmte Linie für den Weg, auf dem sie Christus nachfolgen.

Das Stabsmusikkorps der Heilsarmee in Deutschland erhält einen neuen Namen: Zum 1. September 2013 wird es offiziell in „German Staff Band“ / Brassband der Heilsarmee in Deutschland (GSB) umbenannt. Damit gleicht es allen internationalen Stabsmusikkorps (engl. Staff Bands) der Heilsarmee, z. B. International Staff Band, Amsterdam Staff Band, Japan Staff Band usw. Rote Epauletten – das Merkmal aller Staff-Bands – verdeutlichen die Zugehörigkeit zum Territorialen Hauptquartier (THQ). Sie erinnern auch an die Tradition, dass die Mitglieder der ersten Internationalen Staff Band Offiziere waren.

Am 7. Oktober 1891 gründete Kommandeur Bramwell Booth – Sohn des Heilsarmeegründers William Booth – die „International Staff Band“ (ISB) mit Sitz am Internationalen Hauptquartier. Ziel der Stabsmusik ist seit ihren Anfängen, die Botschaft von Jesus Christus in erster Linie durch Musik zu verbreiten. Alle Staff Bands der internationalen Heilsarmee bieten Brassmusik auf höchstem Niveau. Die meisten haben eine lange Geschichte, gehen regelmäßig auf Tourneen und bringen Musikaufnahmen heraus.

Das erste Stabsmusikkorps der Heilsarmee in Deutschland entstand auf Anregung von Kommandeur William McAlonan, seinerzeit Leiter der Heilsarmee in Deutschland. Bereits 1910 gründete er eine Kapelle aus Offizieren und Mitarbeitern des Nationalen Hauptquartiers in Berlin. Unter der qualifizierten Leitung von Oberstleutnant Percival Treite erreichte man rasch ein hohes Niveau, nicht zuletzt auch dank der täglichen einstündigen Probe am Hauptquartier. 1912 unternahm das Musikkorps seine erste Tournee, die nach Ost- und Westpreußen führte. 1931 trat die Stabsmusik zum ersten Mal im Rundfunk auf. Während des Zweiten Weltkriegs löste sich die Kapelle auf. 1939 durfte dieses Stabsmusikkorps das letzte Mal öffentlich auftreten. 1988 erhielt Kapellmeister Heinrich Schmidt aus Solingen den Auftrag, für die Teilnahme am Stadtjubiläum in Scarborough (England) ein Musikkorps aus Musikern der Divisionskapelle der West-Division und der A-Band der letzten Musikerschulung in Plön zusammenzustellen.

Das Gelingen dieses Projektes ermutigte den damaligen Territorialleiter, Oberst Jorn Lauridsen, ein nationales Musikkorps zu gründen: das Stabsmusikkorps der Heilsarmee in Deutschland. Am 1. Mai 1989 fand in Solingen das erste Konzert des neu gegründeten Stabsmusikkorps statt, und noch im selben Jahr folgte eine Konzertreise nach Schweden.

Im Gegensatz zur ersten deutschen Stabsmusik können sich heute Heilsarmeemusiker aus ganz Deutschland um die Aufnahme im Stabsmusikkorps bewerben. In den letzten 24 Jahren hat das SMK Konzerte an vielen Orten gegeben – auch außerhalb der Heilsarmee – und bei nationalen Kongressen gespielt. Es wurden CDs aufgenommen und Tourneen ins Ausland durchgeführt: nach Großbritannien, in die Niederlande, die Schweiz und nach Schweden. Ein Höhepunkt in der jüngeren Geschichte des Stabsmusikkorps war 2011 die Teilnahme an den Feierlichkeiten zum 120-jährigen Jubiläum der International Staff Band in London. Acht Staff-Bands kamen aus aller Welt zusammen und gaben unter anderem eines der größten Brasskonzerte weltweit.

Majorin Philippa Smale

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