Die Heilsarmee beim Evangelischen Kirchentag

Berlin/Wittenberg. Ich war noch niemals ... auf einem Kirchentag! Zum ersten Mal hatte ich die Gelegenheit, an einem solchen Ereignis teilzunehmen und auch den Stand der Heilsarmee mitzubetreuen. Der Kirchentag begann mit dem Abend der Begegnung, mit mehreren Eröffnungsgottesdiensten an verschiedenen Orten unter freiem Himmel und anschließend einem riesigen Straßenfest. Die Heilsarmee in Berlin war mit ihrem Einsatzwagen mit Suppe, Kaffee und Tee dabei. Für die Kinder war eine große Hüpfburg aufgebaut, und Kapitän Matthias Lindner ließ es sich nicht nehmen, mit seinem Trial gekonnt einige Kunststücke vorzuführen, immer mit einer kurzen, ansprechenden geistlichen Botschaft.

Ein kleines, engagiertes Team betreute den Heilsarmeestand an drei Tagen jeweils für sieben Stunden. Tausende Kirchentagsbesucher nahmen unseren in blau-gelb-rot gehaltenen Stand wahr. Viele nahmen den angebotenen Teebeutel oder einen Kugelschreiber mit, andere waren froh über eine Sitzgelegenheit und eine Tasse Kaffee. Etliche Flyer wurden an Interessierte verteilt. Es ergaben sich aber auch viele Gespräche, bei denen die Besucher ihre Fragen stellen konnten und manches Thema diskutiert wurde. Mehrmals hörten wir an diesen Tagen: „Wie schön, dass ihr hier seid!“ Alte Freundschaften wurden wiederbelebt und neue Kontakte geknüpft. Ich persönlich habe den Kirchentag als sehr bereichernd erlebt und die Zeit wirklich genossen, auch wenn abends die Füße wehtaten und die Stimme etwas heiser war. Die Abende konnte ich natürlich selber gestalten, es gab ja mehr als genug Möglichkeiten.

Meine persönlichen Highlights waren ein Konzert mit Manfred Siebald, ein Taizé-Abend und am Samstag das Konzert der German Staff Band. Und nicht zu vergessen der Abschlussgottesdienst auf den Elbwiesen vor den Toren Wittenbergs. Das ist schon etwas Besonderes, mit 120 000 Menschen Gottesdienst zu feiern. Und das bei strahlendem Sonnenschein.

Es war ein anstrengendes, aber reiches und gesegnetes Wochenende. Wenn in zwei Jahren der Kirchentag in Dortmund stattfindet, bin ich gerne wieder dabei.

Ruth Walz

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