Internationaler Katastropheneinsatzdienst der Heilsarmee

Das Engagement der Heilsarmee geht weit über Landesgrenzen hinaus. Naturkatastrophen, Bürgerkriege, Flugzeugabstürze, Terroranschläge – in solchen Fällen versorgen die Mitarbeiter der Heilsarmee weltweit Überlebende und stehen Opfern und Helfern praktisch sowie seelsorgerlich zur Seite.

Die weltweite Präsenz der Heilsarmee in über 130 Ländern ermöglicht ein rasches und effektives Reagieren. Mit ihren Einrichtungen und Gemeinden vor Ort kümmert sie sich zudem weit über die schnelle Nothilfe hinaus um mittel- und langfristige Wiederaufbau-Programme.

In den nachfolgenden Berichten erfahren Sie mehr über die Einsätze des Katastrophendienstes der Heilsarmee.

Berichte

Internationale Katastrophenhilfe der Heilsarmee //

Major Samuel Amponsah, Generalsekretär der Heilsarmee in Liberia, beantwortete Ende des vergangenen Jahres Fragen über den Einsatz der Heilsarmee im Kampf gegen die Ebola-Krankheit.

Die Heilsarmee unterstützt zurzeit etwa 4.000 betroffene Menschen in Über­schwem­mungs­ge­bieten Mosam­biks und hilft bei der Über­führung in staaliche Notlager. Die durch heftige Regenfälle verursachten Überschwemmungen forderten bereits mehr als 70 Menschenleben, Tausende wurden obdachlos ...

Im Januar 2010 erschütterte ein Erdbeben der Stärke 7,0 Haiti und verursachte in einem der ärmsten Länder der westlichen Hemisphäre gewaltige Schäden und kostete unzählige Menschen das Leben. Fünf Jahre später arbeitet die Heilsarmee auch weiterhin an der Seite der Haitianer, um ihre Gemeinwesen zu stärken.

Die Heilsarmee beteiligt sich nach wie vor mit mehreren Initiativen am Kampf gegen die tödliche Ebola-Krankheit im Westen Afrikas. Die Helfer sind zum einen präventiv tätig, um die Epidemie einzudämmen, zum anderen versorgen sie Betroffene mit Lebensmitteln.

Mitarbeiter der Heilsarmee unterstützen Menschen in Pakistan, die von der schwersten Überschwemmung seit 40 Jahren getroffen wurden.

In Dresden mussten tausende Menschen wegen eines Fliegerbombenfunds in der Nacht ihre Wohnungen verlassen. Auch die Heilsarmee vor Ort war von der Evakuierung betroffen. Trotzdem befanden sich sechs Heilsarmee-Mitarbeiter in Notunterkünften im Einsatz, um Evakuierte zu versorgen.

In der Ukraine hat die Heilsarmee Anlaufstellen für Flüchtlinge eingerichtet, die aus den Krisenregionen im Lande geflohen sind. Mit Geldern vom Internationalen Hauptquartier der Heilsarmee (London) konnten Heilsarmee-Mitarbeiter vor Ort zudem zahlreiche Hilfspakete an Binnenflüchtlinge verteilen.

Die Heilsarmee in Uganda beteiligt sich am Hilfseinsatz für Flüchtlinge aus dem Südsudan. In Flüchtlingssiedlungen im Norden Ugandas stellt sie dringend benötigte Hygieneartikel bereit und hilft beim Aufstellen von Unterkünften.

Heilsarmee kümmert sich um Angehörige und Rettungskräfte

Ein Hilfsteam der Heilsarmee in Korea ist gleich nach Bekanntwerden des Fährunfalls zum Unglücksort ausgerückt. Am vergangenen Mittwoch war das Fährschiff „Sewol“ vor der Küste Südkoreas mit 476 Menschen an Bord gekentert.

Nach mehreren Vulkanausbrüchen mussten über 30 000 Menschen evakuiert werden. Die Heilsarmee beteiligt sich am Hilfseinsatz.

Hoffnung für Haiti

Vier Jahre nach dem verheerenden Beben in Haiti ist die Heilsarmee nach wie vor in den betroffenen Gebieten tätig, um leidtragenden Familien dabei zu helfen, ihr Leben wieder aufzubauen. Dazu gehört auch der Wiederaufbau der 48 Schulen, die die Heilsarmee in Haiti für 11.000 Schüler betreibt.

Die Heilsarmee weitet ihr Hilfsprogramm in Jordanien aufgrund des anhaltenden syrischen Flüchtlingsstroms aus. Die Hilfen kommen über 1.500 Familien zugute – syrischen Flüchtlingen wie auch jordanischen Gastgeberfamilien.

Heilsarmee auf den Philippinen hilft vergessenen Ortschaften

Die Heilsarmee auf den Philippinen weitet ihre Hilfe auf Ortschaften aus, die vom Taifun Haiyan in Mitleidenschaft gezogen wurden, aber von den Medien nicht dieselbe Aufmerksamkeit erhielten wie die verwüstete Stadt Tacloban und die Insel Leyte.

Heilsarmee hilft Opfern mit praktischem und seelischem Beistand

Unmittelbar nach dem verheerenden Taifun „Haiyan“ auf den Philippinen hat die Heilsarmee Soforthilfemaßnahmen eingeleitet. Möglich ist die schnelle Hilfe durch zahlreiche Mitarbeiter, die auf den Philippinen leben, und durch Unterstützung durch das internationale Netzwerk der Heilsarmee.

Ein Kind bewacht im überquellenden Flüchtlingslager Nkamira (Ruanda) das Hab und Gut seiner Familie. Quelle: Graham Holliday, www.flickr.com/photos/noodlepie/

Aufgrund ihrer Expertise in der Beschaffung und Verteilung von Hilfsgütern, wurde die Heilsarmee in Ruanda nun vom UNHCR um Unterstützung bei der Versorgung von Flüchtlingen aus der Demokratischen Republik Kongo gebeten.