Köln

Zum "Tag vor Gott" waren die Majore Patrick und Anne-Dore Naud vom Nationalen Hauptquartier der Heilsarmee in Belgien zum Korps Köln (Majorin Gabriele Honsberg) gekommen.

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Die Majore wurden zusammen mit Majorin Heidrun Edwards und Majoren Frank und Stefanie Honsberg zu Heilsarmeeoffizieren ausgebildet und freuten sich, ihre Kursuskameraden wiederzusehen.

Majorin Naud wies darauf hin, dass unser Leben ein "neues Lied" sein soll, unsere Umwelt soll an uns sehen können, was Gott für uns getan hat. Doch meistens bekommt sie nur unsere "Klagelieder" zu hören. Gott will uns helfen von unserer alten Leier wegzukommen und schenkt uns die Kraft dafür. Major Naud hört, wenn er mit seiner Frau vor einem Schuhgeschäft steht, immer das gleiche Lied: "Oh, sind die Schuhe schön, die möchte ich haben ..." Mit guten Schuhen kann man sehr weit wandern, mit schlechten Schuhen läuft es sich nicht so gut. Dies übertrug der Major auf unser Leben: Manchmal sieht es so aus, als ob wir mit alten, kaputten Schuhen unterwegs sind. Doch das muss nicht sein. Wenn wir mit Gott gehen, brauchen wir "gute Schuhe", gerade wenn es nicht immer einfach ist. Aber wir brauchen diesen Weg nicht allein zu gehen. Gott wird uns die Kraft geben, seinen Weg zu gehen.

Familie Honsberg trug mit einem Lied zur Programmgestaltung bei, in dem Gott aufgefordert wird, heute zu uns zu reden. Wir müssen still sein, damit wir ihn hören können.

In seiner Bibelbotschaft über den blinden Bettler Bartimäus vor Jericho berichtete Major Naud, wie er in seinem Deutschkurs von seiner Lehrerin gefragt wurden, was seine "Firma" denn verkaufe. Auf die Schnelle fiel ihm keine Antwort ein. Als er kurz darauf einen gläubigen PR-Manager kennen lernte, erklärte ihm dieser: Das ist doch einfach – für die Welt verkaufen wir Jesus. Unser "Geschäft" ist nicht defizitär, sondern gewinnbringend. Jesus erneuert jeden Tag unser Leben. Wir profitieren von seiner Gnade. Sie macht keine Kursschwankungen durch wie so manche Währung, sie ist jeden Tag gleich. Jesus nimmt sich Zeit für uns, so wie er sich damals Zeit genommen hat für Bartimäus. Er gleicht die Defizite unseres Lebens aus. Wir können ihm vertrauen. Major Naud ermahnte uns eindringlich, diesen Tag nicht vorbeigehen zu lassen, ohne Gott unser Vertrauen ausgesprochen zu haben. Fünf Menschen folgten seiner Einladung zur Bußbank.

In ihrer Bibelbotschaft über den Weinstock und die Reben, brachte Majorin Naud zum Ausdruck, wie wichtig es für uns ist, mit Gott verbunden zu bleiben. Damit wir Furcht bringen können, müssen wir auch beschnitten werden. Das geht nicht immer ohne Schmerzen für uns ab, aber es ist notwendig. Furcht bringen hat nichts mit einem übervollen Terminkalender zu tun, sondern dass wir uns Gott völlig überlassen und seinen Anweisungen folgen.

Wir sind alle reichlich gesegnet worden an diesem Tag und freuen uns auf eine Wiederholung.

Erika Laudien

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