Nach dem Territorialen Sporttag mit diversen sportlichen Aktivitäten für jedermann und jede Alters­gruppe am Samstag fand auch der Abschluss des Sport(missions)wochenendes am Sonntag in sportlichem Ambiente statt. Besonderer Gast im Gottesdienst war Colin Bell, Evangeslist bei "Sportler ruft Sportler" (www.SRSonline.de) und Trainer der erfolgreichen Frauen­fußballmannschaft 1. FFC Frankfurt (www.ffc.frankfurt.de), die vor kurzen die Champions League der Frauen gewonnen hat.

Colin Bell erzählte von einer Phase seines Lebens, die man als sehr erfolgreich und sehr un­glück­lich bezeichnen konnte. In dieser Phase fand er zu Jesus; von nun an prägte sein Glauben sein Leben, ob als Ehemann, Vater, Fußballspieler oder Trainer. Er berichtete auch von vielen Situationen, wo Gott zu ihm sprach und er zuerst nicht erkennen konnte, wohin der Weg ihn führen würde. Aber als er gehorsam war, konnte er verfolgen, wie es weiterging. Colin berichtete davon, dass man als Christ nicht fehlerfrei wird, aber immer noch die Möglichkeit habe, sich zu entschuldigen und in mancher Situation sich erst einmal selber verzeihen müsse, nicht unfehlbar zu sein.

Während des Gottesdienstes durften (mussten?) sich einige Leute sportlich betätigen und gegen den Profi antreten, und wie bei jedem Fußballspiel gehörte auch eine Halbzeitpause dazu, damit alle sich erfrischen konnten.

In Colins Bibelansprache ging es um das Buch Ruth. Es hat nur vier Kapitel und erzählt die Geschichte der Moabiterin Ruth, die nach dem Tod ihres Ehe­manns ihrer Schwiegermutter Naomi zurück in deren Heimat folgte. Colin Bell hob fünf Eigenschaften von Ruth hervor: Entschlossen verfolgt sie ihren Plan, die Schwiegermutter zu begleiten. Sie blieb immer hoff­nungs­voll und fröhlich, egal wie schwer die Situation auch sein mochte. (Und einfach war es früher als Witwe in Israel wirklich nicht. Es gab keine Witwenrente oder Sozialhilfe und ohne Ehemann und Sohn stand man ohne Versorger da.) Ruth nahm ihr Schicksal aktiv in die Hand, sie wartete nicht darauf, dass der „liebe“ Gott schon helfen würde. Ihrem neuen Ehemann Boas war sie dankbar für seine Hilfe und das Leben, dass er ihr bot. Und sie war selbstlos und dachte nicht zuerst an sich, sondern an Naomi und ihre Leidensgefährten. Wir können viel von Ruth lernen und unseren Herrn bitten, dass er auch uns mit diesen Eigenschaften ausstattet, damit wir eine bessere Zeugnis für ihn sein können.

Erika Laudien