Der Langzeitwohnbereich

Das Angebot des Langzeitwohnens der Münchner Heilsarmee richtet sich an volljährige, allein stehende, wohnungslose Männer in München, deren Lebensverhältnisse mit stark ausgeprägten sozialen Schwierigkeiten verbunden sind und für die eine ambulante Leistung nicht mehr ausreichend ist. Der Personenkreis ist meist langjährig wohnungslos, mit der Selbstversorgung überfordert und zeichnet sich durch eine Kombination von mehreren Problemlagen aus verschiedenen Lebensbereichen aus (etwa durch Arbeitslosigkeit, Überschuldung, psychische Instabilität/Erkrankungen, mangelnde Krankheitseinsicht, Suchtmittelmissbrauch, mangelnde Sozialkompetenz, Überforderung mit einer eigenständigen Organisation des Alltags und der selbständigen Haushaltsführung und Freizeitgestaltung).

Die hohe Zahl an Einzelzimmern im Heim der Heilsarmee, ergänzt durch wenige Doppelzimmer, erleichtert die hygienische Versorgung und ermöglicht einen hohen Grad an Privatsphäre für die Männer.


 Zielsetzung

Zielsetzung des Hilfsangebotes für wohnungslose Männer, die zum Personenkreis nach  §67 SGB XII ff. zählen, ist die Milderung und Beseitigung dieser Schwierigkeiten, bzw. die Verhütung einer Verschlimmerung, falls dies nicht möglich sein sollte.

Für jeden Bewohner wird ein Hilfsangebot nach einem individuellem (mit dem Betroffenem gemeinsam) erstellten Hilfeplan in folgenden Bereichen: Wohnen, Materielles, Beschäftigung, Beziehung/soziales Umfeld, Gesundheit, lebenspraktische Kenntnisse erstellt.

Als Hilfsangebote werden im Wohnheim der Heilsarmee vielfältige tagesstrukturierende Angebote zur Erhaltung von lebenspraktischen und arbeitsrelevanten Fähigkeiten vorgehalten: handwerklich-kreative Angebote, Arbeitsgelegenheiten in den Bereichen Rezeption, Begegnungscafé, Kleiderkammer, Garten, Wäscherei, Küche und Hausreinigung. Zur Erlangung von lebenspraktischen Kenntnissen und zur Verselbstständigung im Bereich Wohnen werden Angebote wie Waschtraining, Kochgruppe und individuelle Anleitung zur Haushalts- und Lebensführung gemacht.

Unterstützung zur Klärung von persönlichen Problemen und zur psychischen Stabilisierung bekommen die Bewohner in Form von Beratungsgesprächen mit dem Bezugssozialpädagogen.