Haj, Haj, Hajk
Lernen fürs Leben - auch aus der Bibel
Haj, Haj, Hajk! Getreu dem Motto "Wir lieben das Abenteuer" entflohen wir Pfadfinder/Pfadranger dem städtischen Alltag und machten uns auf in die Sächsische Schweiz zu unserem 2-Tages-Hajk. Start war 16:00 Uhr in der fortanaroten Eisenkutsche des Teamleiters. Luis, Paul, Mateo, Jonas und Ahmed auf dem Weg in die unwegsame Wildnis der Sächsischen Schweiz.
Angekommen bei eintretender Dämmerung fanden wir Unterschlupf in in einer Schutzhütte. Gemeinsames Zubereiten der Mahlzeiten über dem Gaskocher, Wettrennen in die „dunkle Nacht" und Schlafplatz einrichten, waren die Aufgaben des ersten Abends. 'Learning by burning' war das Motto und so war das erste Abendessen nicht ganz so delikat. :-)
Samstag morgen standen 21 km Wanderung auf der Uhr. Ziel war der Schneeberg-Biwakplatz. Über Wurzeln und Steine, hinab in tiefe Täler und auf den hohen Schneeberg hinauf verlief die Tour. Die jugendlichen Ranger mit leichtem Marschgepäck sind im Uphill-Modus nicht aufzuhalten und beeindruckten mit hohem Tempo und Ausdauer. Auf dem Schneeberg angekommen konnten wir ein cooles Drohnenfoto machen und kamen am frühen Abend auf dem Biwakplatz an. Zu erwähnen ist, dass jeder Ranger lediglich maximal drei Liter Frischwasser dabei hatte und wir ansonsten unseren Flüssigkeitshaushalt über gefiltertes Wasser aus Quellen oder Tümpeln sicherten. Unser Feinschmecker Luis „opferte" sich freiwillig als Vorkoster und organisierte bei der Bevölkerung einmal gratis Wasserflaschen auffüllen. Nonverbale Kommunikation mittels Extremitäten wird auch in CZ sehr gut verstanden. Das Abendessen im Vergleich zum Vorabend war königlich. Vollkornnudeln it Pesto und im Anschluss wurde aus Basmatireis dann noch Milchreis gezaubert, dem beinahe eine neue Pfanne zum Opfer fiel. :-)
Am Abend unterhielten wir uns über das Thema: "Glaubwürdigkeit der Bibel" und dachten über verschiedene praktische Aspekte der Bibel im eigenen Leben nach. Zwischenzeitlich wurde an der Minihütte noch Klimmzüge und Kraftübungen gemacht, da 21 km Fußmarsch mit Gepäck eine gute Erwärmung sind und gegen Abend wurde dann noch das Dorf erkundet. Zur Nacht fanden wir Unterschlupf in einer Sardinenbüchse. Bitte einmal zu fünft in einer Hütte die für drei Personen ist. Kein Problem.
Tag 3: 18 km Heimweg in zügigem Schritt, denn am Ende der Wanderung lockte das große Döneressen in Pirna. Am Fluss entlang, durch hohes Gras, matschige Pfade und Schluchten kämpften wir uns Meter für Meter in Richtung Parkplatz. Am frühen Nachmittag, angekommen an der fortanaroten Eisenkutsche, starteten wir zu unserem Festmahl. Der Ausklang bei Döner, Dönerteller, und Softdrinks war ein gelungenes Ende. Die bis dato schier unkaputtbaren Pfadfinder/Pfadranger spürten dann doch ihre Knochen und bis auf Jonas, den „immerwachen Ranger", schlummerten danach alle tief und fest bei seichter Lobpreismusik.
Am Ende blicken wir auf eine coole und auch herausfordernde Zeit zurück. Hier und da versagte ein wenig die Ausrüstung, aber wir haben viel gelernt. Für das Leben und das nächste Abenteuer. Auf, auf zu neuen Wegen, als Ranger, als geliebtes Kind Gottes und als dienende Kraft für die Gesellschaft. Wir danken Gott für die geniale Zeit, dass wir verletzungsfrei geblieben sind und auch sonst keine medizinischen Probleme hatten.