Hilfe für syrische Flüchtlinge in Jordanien

Das Team der Internationalen Katastrophenhilfe der Heilsarmee rechnet mit einem harten Winter.

Amman – Ein Team der Internationalen Katastrophenhilfe der Heilsarmee hält sich derzeit in Jordanien auf, um Hilfsprojekte für syrische Flüchtlinge zu organisieren. Die Gruppe unter der Leitung von Damaris Frick (Deutschland) arbeitet seit Anfang Oktober in der jordanischen Hauptstadt Amman, wo sie gemeinsam mit einer Partnerorganisation, dem Lutherischen Weltbund (LWB), Hilfsmaßnahmen für Flüchtlingsfamilien plant.

Seit Beginn des syrischen Bürgerkrieges im Jahr 2011 sind geschätzte 2,6 Millionen Syrer aus ihrem Land geflohen. In Jordanien sind nach UN-Angaben rund 540.000 syrische Flüchtlinge registriert – inoffiziell sind es jedoch sicherlich viele mehr. Tausende Menschen sind in großen Flüchtlingslagern untergekommen, doch die Mehrheit versucht, sich in der Hauptstadt Amman oder in kleineren Grenzstädten außerhalb der Lager durchzuschlagen. Der syrische Konflikt und der dadurch resultierende Flüchtlingsstrom stellen somit auch die jordanische Bevölkerung vor immense Herausforderungen.

Das Team der Heilsarmee besucht darum jordanische Gastfamilien, die syrische Flüchtlinge aufgenommen haben, um zu ermitteln, welche Hilfe an welcher Stelle am nötigsten ist. Zurzeit erhalten bereits 200 Familien regelmäßig Hilfsgüter, wie etwa Gaskocher/Gasflaschen, Kleidung und Hygieneartikel.

Ein besonderer Fokus liegt nun auf den dringenden Vorbereitungen für die Wintermonate. Ab Mitte November fallen die Temperaturen in Jordanien teils bis auf den Gefrierpunkt und Fachleute rechnen in diesem Jahr mit einem harten Winter. Darum ist ein weiteres Hilfsprojekt in Planung, bei dem an 500 Flüchtlingsfamilien vor allem Kleidung, Decken, Gasöfen und Teppiche verteilt werden sollen. Denn die Flüchtlinge leben gewöhnlich in nicht isolierten, ungeheizten Räumen, häufig ohne Möbel, Bettzeug oder Teppiche.

Das Hilfsteam der Heilsarmee wird noch einige Wochen vor Ort bleiben, um für die Umsetzung der Hilfsmaßnahmen zu sorgen und anhand der gewonnenen Erkenntnisse weitere sinnvolle Hilfsprojekte zu entwickeln.

Die Heilsarmee bittet um Hilfe

Für die geplanten Maßnahmen sind mehrere hunderttausend Euro veranschlagt, mit denen vorerst 700 Familien konkret geholfen werden kann. Doch mit weiterer finanzieller Unterstützung könnten die Hilfsmaßnahmen noch ausgeweitet werden, da sich tausende Familien – sowohl syrische Flüchtlinge als auch jordanische Gastgeber – in einer verzweifelten Lage befinden.

Spendenkonto der Heilsarmee für die Flüchtlingshilfe in Syrien
Konto: 40 777 77
Bank für Sozialwirtschaft AG
BLZ 370 205 00
Stichwort: Flüchtlingshilfe Syrien

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Als internationale Hilfsorganisation und evangelische Freikirche arbeitet die Heilsarmee in über 131 Ländern. Sie zählt etwa drei Millionen Mitglieder und freiwillige Helfer. Weltweit leistet die Heilsarmee eine umfangreiche geistliche und soziale Arbeit in ihren Gemeinden und Sozialzentren. In Deutschland, Litauen und Polen gibt es 42 Gemeinden mit mehr als 1.300 Mitgliedern sowie 18 soziale Einrichtungen mit weiteren angegliederten Angeboten.

Die Heilsarmee ist für ihre umfangreiche soziale und karitative Arbeit auch auf Spenden angewiesen. Spendenkonto der Heilsarmee bei der Bank für Sozialwirtschaft: IBAN DE82 3702 0500 0004 0777 00. Die Heilsarmee ist Mitglied des Deutschen Spendenrates und trägt dessen Spendenzertifikat.