Liebesschloss für Ehrenamtliche

Heilsarmee würdigt Freiwilligenarbeit anlässlich des Ehrenamtstags

Bei einem gemeinsamen Ausflug auf die Hohenzollernbrücke bringt Oberst Hervé Cachelin, Leiter der Heilsarmee in Deutschland, anlässlich des Ehrenamtstages am 5. Dezember ein „Liebesschloss“ an – als symbolischen Dank an die rund 560 Ehrenamtlichen in der Heilsarmee. „Wir schätzen die Arbeit unserer Ehrenamtlichen sehr“, sagt Oberst Hervé Cachelin. „Sie sind fleißig und haben das Herz an der richtigen Stelle. Ohne ihre aufopfernde Hilfe müssten viele soziale Angebote eingestellt werden. Dafür möchte ich heute einmal meinen ausdrücklichen Dank aussprechen!“

Bei der Aktion auf der Rheinbrücke begleitet ihn eine Gruppe ehrenamtlicher Mitarbeiter der Heilsarmee, darunter Margaretha Schneeweiß. „Maggi“ ist Rentnerin und hat ein Herz für Menschen. Die Endsechzigerin möchte anderen helfen, denen es weniger gut geht. Deshalb engagiert sich die gelernte Verkäuferin in einer Gemeinde der Heilsarmee am Salierring in Köln. Hier koordiniert sie seit 25 Jahren jeden Montag von 7.30 Uhr bis 18.00 Uhr die Lebensmittelausgabe an Bedürftige. Manche von ihnen haben keine Wohnung, leben auf der Straße. Andere haben ihre Arbeit verloren und leben von der Sozialhilfe. Unter den Besuchern sind auch zahlreiche Senioren. Ihnen reicht die kleine Rente oft nicht bis zum Monatsende und darum sind sie dankbar für die zusätzliche Lebensmittelspende. Dafür stehen sie mit rund 80 anderen Besuchern geduldig wartend, manchmal über Stunden in der Warteschlange.

„Jetzt in der Corona-Zeit sind es oft noch mehr, an manchen Tagen bis zu 150 Besucher,“ sagt Maggi. „Alleine könnte ich das gar nicht schaffen.“ Ihr zur Seite stehen daher Barbara Kalder, Hans-Werner Kuchta und Alex Cymblak. Auch sie arbeiten ehrenamtlich, helfen beim Ausladen und Verteilen der Waren oder schenken Kaffee aus. „An den Sicherheitsvorschriften kommt keiner vorbei,“ sagt Barbara. „Besucher, die den Abstand nicht einhalten oder den Mund- und Nasenschutz nicht tragen, riskieren eine Abmahnung!“.

Doch für Maggi Schneeweiß hört das Helfen am Montag nicht auf. Sie ist die ganze Woche ehrenamtlich eingespannt, immer da, wenn sie gebraucht wird. So hilft sie zum Beispiel in der Franziskanerkirche bei der Reinigung und betreut einen Rollstuhlfahrer, hilft ihm im Haushalt und erledigt die Einkäufe. Warum sie das alles auf sich nimmt? Darauf weiß Maggi Schneeweiß nur eine kurze Antwort: „Wir helfen gern!“ Darin sind sich alle einig und nicken zustimmend.


Weitere Informationen zum Ehrenamt in der Heilsarmee: www.heilsarmee.de/ehrenamt

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Als internationale Hilfsorganisation und evangelische Freikirche arbeitet die Heilsarmee in über 131 Ländern. Sie zählt etwa drei Millionen Mitglieder und freiwillige Helfer. Weltweit leistet die Heilsarmee eine umfangreiche geistliche und soziale Arbeit in ihren Gemeinden und Sozialzentren. In Deutschland, Litauen und Polen gibt es 42 Gemeinden mit mehr als 1.300 Mitgliedern sowie 18 soziale Einrichtungen mit weiteren angegliederten Angeboten.

Die Heilsarmee ist für ihre umfangreiche soziale und karitative Arbeit auch auf Spenden angewiesen. Spendenkonto der Heilsarmee bei der Bank für Sozialwirtschaft: IBAN DE82 3702 0500 0004 0777 00. Die Heilsarmee ist Mitglied des Deutschen Spendenrates und trägt dessen Spendenzertifikat.