Begegnungscafé „Open Heart“ in Bielefeld

Helfen mit Herz

Bis zu 70 Gäste besuchen täglich das Sozialcafé der Heilsarmee in Bielefeld: Viele Hartz-IV-Empfänger, Obdachlose und Suchtkranke sind darunter. Foto: André Wirsig
Bis zu 70 Gäste besuchen täglich das Sozialcafé der Heilsarmee in Bielefeld: Viele Hartz-IV-Empfänger, Obdachlose und Suchtkranke sind darunter. Foto: André Wirsig

„Open Heart“ heißt das Begegnungscafé in Bielefeld, das die Heilsarmee für Menschen in sozialen Notlagen betreibt. „Das Café gibt es seit 2005 – seit es Hartz IV gibt“, sagt Gemeindeleiter Michael Geymeier. „Es war eine Antwort auf diese Maßnahme. Auf die Probleme der Menschen, die durch Hartz IV in Armut und Perspektivlosigkeit abrutschten.“

Gemeindeleiter Major Michael Geymeier
Gemeindeleiter Major Michael Geymeier

Heute besuchen bis zu 70 Gäste täglich das Café in der Siegfriedstraße 32: Viele Hartz-IV-Empfänger, Obdachlose und Suchtkranke sind darunter. „In letzter Zeit kommen auch immer mehr ältere Menschen und Frauen mit ihren Kindern zu uns“, weiß der Heilsarmee-Major. „Wir versorgen jeden, der hungrig ist. Es gibt ein kostenloses Frühstück und Mittagessen und dreimal in der Woche eine Lebensmittelausgabe. Für Menschen in Schwierigkeiten bieten wir außerdem Beratung und Seelsorge an.“

Das sagen Tagesstättenbesucher

Monika R.* ist regelmäßig zu Gast im „Open Heart“. Die 66-Jährige kocht kaum noch selbst, um Geld zu sparen. Sie macht sich große Sorgen um ihre schwer erkrankte Tochter, die sie von ihrer kleinen Rente mit unterstützt. „Wenn mein Kind weint und ich ihr nicht helfen kann, ist das ganz schlimm für mich“, sagt sie. Bei der Heilsarmee findet sie immer Trost. „Alle sind hier sehr herzlich und hilfsbereit. Das tut mir wirklich gut.“

Simone B.* hatte eigentlich vor, Mathe­ma­tik zu studieren. Doch eine Erkran­kung been­dete ihren Traum. Heute ist sie körper­be­hin­dert und im Alltag auf Hilfe angewiesen. Die Heilsarmee in Bielefeld besucht sie einmal die Woche. „Ich bin froh, dass es dieses Angebot gibt. Wenn Lebens­mittel verteilt werden, nehme ich meistens frisches Obst und Gemüse mit.“

*Namen von der Redaktion geändert

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