„Ich bin dankbar für mein neues Leben.“

Die Geschichte von Lothar W.

Lothar W., der sich selber schon fast im Gefängnis wähnte, ist nun seit über 20 Jahren in der Gefangenenseelsorge tätig (hier im Gespräch mit einem Inhaftierten).
Lothar W., der sich selber schon fast im Gefängnis wähnte, ist nun seit über 20 Jahren in der Gefangenenseelsorge tätig (hier im Gespräch mit einem Inhaftierten).

Bereits mit 14 Jahren beginnt Lothar W. durch falsche Freunde mit dem Trinken. Es dauert nicht lange, bis der Alkohol sein ganzes Leben bestimmt. Seine erste Ehe scheitert. Der damals 27-Jährige wirft seinen Job hin und lässt sich gehen. „Ich zog per Anhalter durch die Gegend und schlief unter Brücken“, erzählt Lothar. Fünf Jahre irrt er so durch Süddeutschland und häuft immer mehr Schulden an.

Als er eines Abends im Dunkeln zurück in sein Zimmer schleicht, erwartet ihn sein Vermieter schon und fordert die ausstehenden Mietzahlungen. Lothar bittet ihn, die Polizei zu rufen, da er kein Geld mehr besitzt. „Ich rechnete damit ins Gefängnis zu kommen“, erinnert er sich. Doch der diensthabende Polizist entscheidet anders ...

Ein radikaler Neuanfang

Statt auf die Wache, bringt der Polizeibeamte Lothar zur Heilsarmee. In einem Wohnheim der Freikirche kommt Lothar unter. Die Mitarbeiter behandeln ihn freundlich und hören ihm zu. Sie nehmen sich Zeit für ihn und erzählen ihm von Gott, der niemanden aufgibt. Der junge Mann beginnt, die Gottesdienste zu besuchen und bei Predigten genau hinzuhören. Bei einer Heilsarmee-Veranstaltung beschließt er, sein Leben radikal zu verändern – mit Gottes Hilfe.

Suppenausgabe für Obdachlose: Lothar W. im Einsatz mit der der Heilsarmee in Dresden.

Lothar heute

Von einem Tag auf den anderen rührt er keinen Alkohol mehr an. Sein Körper erholt sich schnell und er kann sich bei der Heilsarmee nützlich machen. Erst als Hausmeister, dann als Pförtner und später als Streetworker. Inzwischen ist Lothar W. selbst Heilssoldat. Dankbar für sein neues Leben, kümmert er sich in Dresden jahrzehntelang um Menschen, die – so wie er damals – Hilfe und Ermutigung benötigen. Seit dem Jahr 2017 genießt Lothar nun mit seiner zweiten Ehefrau seinen wohlverdienten Ruhestand.

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1920er in Deutschland: Menschen stehen Schlange vor einer der vielen Gulaschkanonen der Heilsarmee.

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