Auf Kältestreife mit der Heilsarmee

Vor Ort, wo die Not am größten ist.

 

MDR Sachsenspiegel vom 7.1.2017. Für Ton unten links auf Lautsprechersymbol klicken. Mit freundlicher Genehmigung des MDR, Lizenzvertragsnr. 636/2018.

Wenn die Temperaturen unter den Gefrierpunkt fallen, begeben sich Teams der Heilsarmee in Deutschland in den Abendstunden auf „Kältestreife“. Häufig bis nach Mitternacht sind die Helfer dann unterwegs, um Obdachlose zu suchen, ihnen warme Getränke, Suppe und Schlafsäcke zu bringen und mit ihnen zu reden. Hier berichten wir beispielhaft von der Kältehilfe der Heilsarmee in Dresden.

Kalte Nächte, blanke Not

Kältestreife in Dresden: Die Heilsarmee sucht während eisiger Winternächte nach Obdachlosen.

Gert Scharf, der mit seiner Frau Rosi die Heilsarmee in Dresden leitet, ist sich der Verantwortung bewusst, die er und sein Team von Freiwilligen in der kalten Jahreszeit tragen: „Bei den eisigen Temperaturen ist es sehr gefährlich, draußen unter Brücken zu nächtigen, auf Parkbänken, in Einfahrten oder Abrisshäusern. Jedes weitere Grad unter Null kann den Tod bedeuten.“

Bisweilen reagieren manche Wohnungslose im ersten Augenblick mürrisch, wollen nicht gestört werden, wo sie doch gerade hoffen, schlafen zu können. Wenn sie dann aber hören, dass ihnen die Heilsarmee konkrete Hilfe anbietet, sind sie dankbar. Sie nehmen den Kaffee und oft auch die Einladung des Heilsarmee-Offiziers an, sie in eines der so genannten Nachtcafés zu bringen.

Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende obdachlosen Menschen!

Wir benötigen Ihre Spende beispielsweise für Schlafsäcke, die Mahlzeiten in unserem Tagestreff, für die Suppen, den Kaffee und das Benzin des Einsatzwagens und der Kältestreife. Jeder Beitrag hilft uns zu helfen!

Jetzt online spenden

Die Heilsarmee in Dresden ist an kalten Winternächten unterwegs, um Obdachlose zu suchen, ihnen warme Getränke, Suppe und Schlafsäcke zu bringen und mit ihnen zu reden. (Foto: André Wirsig)
Die Heilsarmee in Dresden ist an kalten Winternächten unterwegs, um Obdachlose zu suchen, ihnen warme Getränke, Suppe und Schlafsäcke zu bringen und mit ihnen zu reden. (Foto: André Wirsig)

Kältetote hier bei uns?

Jedes Jahr erfrieren in Europa Menschen, die auf der Straße leben. Auch in Deutschland trifft es immer wieder Obdachlose in den eisigen Nächten.

Heilsarmee-Mitarbeiter helfen daher deutschlandweit Menschen ohne Bleibe über den Winter. Ob in Berlin, Bielefeld, Dresden oder Hamburg – die Heilsarmee kümmert sich um die Obdachlosen und Hilfesuchenden und gibt ihnen nicht nur Schutz vor der Kälte, sondern auch Nahrung, Kleidung und menschliche Wärme. Diese Hilfe kann für den einen oder anderen von ihnen lebensrettend sein.

Jetzt zugunsten der Kältehilfe für Obdachlose spenden

Fotos: André Wirsig

Zurück