Nürnberg, Sozialwerk

Seit Juni gibt es in Gostenhof im Sozialwerk Nürnberg (Majore Marie-Luise und Michael Schröder) die "Zweite Chance".

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In einer Feierstunde wurden die neue Kleiderkammer, das neue Café und die Oase, der Tagestreff für Männer in sozialen Notlagen, von Major Schröder eröffnet.

Nach einer kurzen Planungs- und Umbauphase konnte das Angebot der bisherigen Kleiderkammer erweitert werden: In einem für jeden zugänglichen Laden kann Kleidung aus zweiter Hand gekauft werden. Im hinteren Teil des Ladens gibt es weiterhin die Kleiderkammer, in der Bedürftige sich kostenlos Kleidung aussuchen können. Darüber hinaus erhalten die Bewohner eine Chance, etwas dazuzuverdienen und sich wieder gebraucht zu fühlen: Im Rahmen der Arbeits- und Beschäftigungsmaßnahmen sortieren sie Kleiderspenden und bedienen die Kunden, die in den Laden kommen. Unterstützt werden sie von Ehrenamtlichen.



Das Café, gleich neben dem Secondhandladen, lädt zur Begegnung von Bewohnern und Nachbarn aus dem Stadtteil ein. Bei den günstigen Preisen kann sich hier jeder einen Kaffee und ein Stück Kuchen leisten.

Eröffnet wurden die Feierlichkeiten mit dem Durchschneiden des roten Bandes durch Major Achim Janowski. Dann wurde auf die besondere Bedeutung der "Zweiten Chance" hingewiesen: Zum einen schafft das Sozialwerk Nürnberg eine neue Begegnungsstätte im Stadtteil, zum anderen erhalten Menschen, die ausgegrenzt wurden, eine zweite Chance, indem sie gespendete Kleidung sortieren und verkaufen. Michael Frank, Geschäftsführer des Fachverbandes Evangelische Wohnungslosen- und Straffälligenhilfe, betonte so die besondere Bedeutung des Sozialwerks für den Stadtteil Gostenhof.
Musikalische Begleitung und ein Imbiss rundeten die Feier ab. Im Anschluss gab es die Möglichkeit, sich durch die Oase und das sanierte Haus in der Leonhardstraße 21 führen zu lassen. Dort wurde aufwändig der Wohnbereich für Menschen in besonderen sozialen Schwierigkeiten umgebaut: Durch einen deutlich verbesserten Schallschutz und vor allem durch den Einbau einer kleinen Küchenzeile und eines Duschbades in jedem Zimmer wurde die Wohnqualität deutlich verbessert. Die Wäscherei wurde ebenso neu gestaltet: Mehr Platz und eine gute Belüftung zeugen nun von deutlich verbesserten
Arbeitsbedingungen.

Das Angebot, an einer Führung teilzunehmen, wurde bis in den Nachmittag hinein genutzt. Wir freuen uns, dass wir die neuen Projekte starten konnten und hoffen auf ein langes und erfolgreiches Bestehen.
Kilian Brandenburg

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