Ein kurzer Impuls zu 2. Thimotheus 1,7

Es ist Gott, der unsere Herzen wieder heilt, der uns (wieder) seinen Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit gibt — egal, wie verzagt, müde, zerrissen wir sind.

Liebe Leser,

wie geht es uns, wenn wir den Vers für Januar lesen:


“Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.“ (2. Thimotheus 1,7)


Fühlen wir uns dann besonders stark, kräftig, liebevoll oder besonnen?

Oder fühlen wir uns dann eher wie das Herz auf dem Baumstumpf (s. Bild): zerrissen und „löchrig“ durch verschiedene Umstände geworden. Das einfach nicht mehr heil ist und so auch einfach nicht mehr viel weitergeben kann? Das einfach verzagt angesichts all dessen, was auf es zugekommen ist oder vielleicht noch zukommt?!

Ja, es gibt solche Zeiten im Leben. Es gibt Zeiten, in denen wir einfach verzagen. Zeiten, in denen wir nicht gerade von Gottes Liebe übersprudeln oder in Gottes Kraft vorwärts gehen.
Bestimmt hat jeder schon Zeiten erlebt, in denen er am liebsten in eine Ecke verziehen wollte und nur noch die
sprichwörtliche Decke über den Kopf ziehen wollte und von allem um einen herum nichts mehr hören und sehen wollte.
Zeiten, in denen man am liebsten auf eine einsame Insel flüchten würde, um allem aus dem Weg gehen zu können. Zeiten, in denen man ängstlich und verzagt auf das blickt, was vor (oder manchmal auch hinter) einem liegt.

Aber Gott sei Dank: wir müssen nicht aus eigener Kraft stark sein, Liebe weitergeben oder besonnen sein.
So, wie der Baumstumpf auf dem Foto nicht aus eigener Kraft die Lücken schließen kann, damit wieder ein vollständiges Herz zu sehen ist, so können, brauchen und sollen auch wir nicht aus eigener Kraft versuchen, unsere inneren, geistlichen Lücken zu schließen. Es ist Gott, der unsere Herzen wieder heilt, der uns (wieder) seinen Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit gibt — egal, wie verzagt, müde, zerrissen wir sind.

Kann es einen besseren Start in ein neues Jahr geben, als mit Gottes Hilfe immer wieder neu anzufangen, und sich von ihm immer wieder neu beschenken zu lassen — mit seinem Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit?

Ich wünsche uns allen, dass das nicht nur ein guter Vorsatz bleibt, sondern immer wieder in die Tat umgesetzt wird und wir immer wieder neu erleben, wie Gott wirkt.
(E. Christen)

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