Megabasar in Stuttgart

Wie funktioniert „Basar“ in einer Multikulti- und globalisierten Gesellschaft? Wir haben in Stuttgart eine faszinierende Erfahrung gemacht - vier verschiedene Gemeinden waren an der Durchführung des „Megabasars“ im Korps Stuttgart beteiligt: Es gab einen Einsatz eines Teams aus der Methodistengemeinde Reedville in Virginia, die eine Woche lang Bekleidung gefaltet, sortiert und Unbrauchbares entsorgt hat. Sie haben mit ganzer Hingabe und viel Liebe 164 Umzugskartons mit Bekleidung gepackt. Wir als Korps wurden gesegnet durch ihre Hingabe und Liebe. Dann, am großen Tag des Basars, bekamen wir Hilfe von einer eritreischen Gemeinde, die sich mit unserem Korps die Räumlichkeiten teilt. Dazu kam dann noch ein Team aus der Mosaik-Jugendkirche in Stuttgart. Über 200 Besucher haben an diesem Tag unseren Basar besucht und waren ganz erschlagen vom „Megaangebot“ von Bekleidung. Viele besuchten zum ersten Mal die Räumlichkeiten der Heilsarmee, obwohl sie schon seit Jahrzehnten in der Nachbarschaft unserer Gemeinde wohnen. Am Ende eines langen Tages haben wir als Mitarbeiter bei einer guten Gulaschsuppe diesen Tag reflektiert. Wir waren alle wirklich überrascht, wie reibungslos die Zusammenarbeit verlief und wie Gott unter uns sprachliche und kulturelle Grenzen überwunden hat. Doch die Geschichte geht noch weiter: mit der übrig gebliebenen Kinderkleidung werden christliche Familien in Eritrea unterstützt, die wegen ihres Glaubens verfolgt werden.

Wir sind wirklich überrascht von der Güte Gottes. Wir haben auf unsere begrenzten Möglichkeiten geschaut und uns gefragt, wie wir das alles schaffen sollen. Scheinbar hat Gott über unsere Gedanken gelächelt und sich gesagt: „Ich zeige euch mal meine Möglichkeiten auf.“

PS: Da unsere Lagerräume mittlerweile leider nicht mehr das sind, was sie mal waren, werden wir bis auf weiteres leider keine Kleiderspenden mehr annehmen können. Wer uns dennoch Kleider spenden möchte, darf sie gerne direkt bei unserem Männerwohnheim in der Silberburgstr. 139 abgeben. Und auch wenn es ein Männerwohnheim ist: dort wird auch Frauenkleidung angenommen :-).

Übrigens: dort wird nicht nur übrige Kleidung angenommen. Direkt beim Männerwohnheim steht ein Schrank, in dem man auch Lebensmittel teilen kann. Hier ist allerdings die dringende Bitte, dass es nur verpackte Lebensmittel sind - keine angebrochenen oder abgelaufenen Lebensmittel.

Im Namen aller Empfänger sagen wir „herzlichen Dank und Gott segne jeden Geber“. :-)

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