Stuttgart

120 Jahre Korps Stuttgart (Majorin Renate Guth) – Grund zum Feiern!

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Das Jubiläumswochenende begann am Samstagmorgen buchstäblich mit einem "geöffneten Himmel". Es regnete und stürmte und mancher dachte voller Sorge daran, dass wir am Nachmittag in einer Freiversammlung den Menschen in unserer Stadt von der wunderbaren Treue und Liebe Gottes berichten wollten. Welch eine Macht das Gebet hat, zeigte sich genau in dem Augenblick, als wir hinausgingen und der Regen aufhörte. Durch Musik und Darbietungen der jungen Leute sowie durch lebendige Zeugnisse, Interviews und eine Bibelbotschaft wurden viele Menschen erreicht. Da dieses Wochenende unter dem Motto "Suppe, Seife, Seelenheil" stand, erhielten ca. 200 Zuhörer von uns Geschenkpäckchen mit einem Johannesevangelium, Suppe und Seife!

Den Höhepunkt bildete die Festversammlung am Samstagabend, zu der viele Besucher kamen. Wir freuten uns, dass die Oberste Horst und Helga Charlet während des gesamten Wochenendes unsere Gäste waren. Auch über den Besuch einiger früherer Korpsoffiziere freuten wir uns sehr. Viel Musik, ein flotter Tamburinmarsch, Gesang und Grußworte füllten den Abend. Dazwischen wurden der Korpssergeantmajor und die Mitarbeiter der Abteilungen des Korps wurden eingeladen, an einer festlichen Tafel Platz zu nehmen, wo ihnen für ihre wertvolle Mitarbeit gedankt wurde. Die Wirtschaftsmissionare kamen singend dazu, ebenso die Heimbundschwestern. Die Kinder machten uns ein besonderes Geschenk, indem sie in alten Uniformen kamen und alte Heilsarmee-Chorusse sangen, die von vielen Besuchern voller Begeisterung mitgesungen wurden. Das Musikkorps spielte musikalisch hochwertige und auch mitreißende Musikstücke, und auch unsere afrikanischen Kameraden trugen ihren Teil dazu bei. Der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Günther Oettinger, hatte eine Grußbotschaft gesandt, in der er seine Wertschätzung der Heilsarmeearbeit gegenüber zum Ausdruck brachte. Das geistliche Wort von Oberst Charlet erinnerte uns an die Treue und Größe unseres Gottes.

"Himmlischer Vater, nimm die Ehre" – mit diesem Lob begann unsere Heiligungsversammlung am Sonntagmorgen. Sie schenkte uns die Gelegenheit, Gott persönlich in der Stille zu begegnen. In seiner Bibelbotschaft machte Oberst Charlet deutlich, dass man keinen "neuen Wein in alte Schläuche füllen sollte": Im Reich Gottes kommt es immer auf einen gänzlichen Neuanfang an und darauf, dass Jesus Christus uns Wachstum und Beständigkeit schenkt.

Am Nachmittag füllte sich unser Saal so schnell, dass immer mehr Stühle nachgeholt werden mussten. Mit dem Lied "Lobsingt zu Ehren unserm herrlichen Gott" begannen einige Stunden in lockerer Gemeinschaft, galt es doch viele Erinnerungen aufzufrischen. Das geschah durch eine Ansprache des Korpssergeantmajors und einige "Blitzerinnerungen" verschiedener Teilnehmer sowie alte Dias und einige Infostände. Alte Melodien auf dem Klavier gespielt, Musik und Gesang umrahmten das Programm. In seinem Schlusswort erinnerte Oberst Charlet noch einmal an die Wunder der Vergangenheit, ermahnte uns aber gleichzeitig, die Zukunft im Auge zu behalten und unseren Dienst den Bedürfnissen der Zeit anzupassen. Mit dem Schlusslied "Ich geh in der Kraft meines Herrn" endete dieses gesegnete, inspirierende und vom Lob Gottes geprägte Jubiläumswochenende.

R.G.

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