Erlebnisbericht Suchdienst: Nicht aufgeben!

Ein Vater, der in einem europäischen Nachbarland im Gefängnis ist, suchte seine Tochter. Dieser Suchauftrag wurde bereits Ende 2018 angenommen. Der Name der Tochter fand sich in den sozialen Medien und eine Melderegisteranfrage beim Einwohnermeldeamt ihrer Heimatstadt brachte auch ein positives Ergebnis. Aber die Gesuchte reagierte nicht auf die Anschreiben unseres Suchdienstes. Anschreiben an ihre Postfächer in den sozialen Medien blieben ebenfalls ohne Antwort.

So entschloss ich mich, nachdem viele Monate Briefe und Mails geschrieben worden waren, zu einem besonderen Schritt. Ich schrieb die Gesuchte unter meinem persönlichen Namen von meinem privaten Mailaccount an und teilte ihr mit: „Du wirst gesucht, wenn es dich interessiert, wer nach dir sucht, melde dich bei mir.“ Wieder ohne Erfolg. Ich entschloss mich zu einem letzten Versuch und teilte das auch in meiner Mail mit: „Wenn du dich jetzt nicht meldest, stellen wir die Suche ein.“

Und ich bekam eine Antwort! „Wer sucht nach mir?" Ich berichtete über den gesamten Suchvorgang und die Tochter war bereit, mit ihrem Vater Kontakt aufzunehmen. Da sie aber zu dem Zeitpunkt ihre Adresse nicht preisgeben wollte, vereinbarten wir, dass sie ihre Nachrichten an ihren Vater über unseren Suchdienst und den Suchdienst im Ausland an ihren Vater weiterleiten lässt. Ebenso wurde mit den Antworten verfahren. In der Zwischenzeit scheint es so, dass die Korrespondenz zwischen beiden direkt erfolgt, denn seit Anfang dieses Jahres haben wir keine Nachrichten mehr versendet oder empfangen. Ein Fall, der zeigt, dass es sich manches Mal auch lohnt, hartnäckig zu bleiben.

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