Daheim ankommen


von Alfred Preuß


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Nachfolgender Text ist ein Auszug aus der Ausgabe 15/2015 des Heilsarmee-Magazins.

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Männer ziehen einen Bollerwagen hinter sich her. Er ist mit Birkenästen und bunten Bändern geschmückt. Die Getränke in der Kühlbox sorgen dafür, dass die gute Laune vorprogrammiert ist. Es ist mal wieder Vatertag. Männer bleiben unter sich. Jugendliche werden in die Rituale der Väter eingeführt und lernen, was ein „echter Kerl“ ist. Bei der Herrenpartie kommen skurrile Fahrzeuge zum Einsatz: Kutschen, Traktoren mit Anhängern und Planwagen. Nur wenige Väter kennen den eigentlichen Sinn des Feiertages, der ihnen heute freie Zeit für den Ausflug ins Grüne beschert. Was hat es eigentlich mit dem Feiertag Christi Himmelfahrt auf sich? Ist seine Bedeutung tatsächlich so unwichtig, dass er nur noch für Ausflüge gut ist?

Nach der Kreuzigung und Auferstehung Jesu von den Toten wird in der Bibel in sehr kurzen Worten über seine Himmelfahrt berichtet. Jesus spricht mit seinen Jüngern, dann wird er von einer Wolke verhüllt und kehrt zurück in den Himmel zu seinem Vater. Sein Auftrag auf Erden ist erfüllt. Eine neue Ära bricht an. Kurz nach diesem Geschehen wird der Heilige Geist auf die Jünger Jesu ausgegossen: Pfingsten, die Geburtsstunde der christlichen Kirche, steht bevor. Der Kreis schließt sich. Jesus ist am Ziel angekommen. In den christlichen Kirchen bekennen Menschen noch heute ihren Glauben mit diesen Worten: Jesus Christus ist … „aufgefahren in den Himmel“, was bedeutet: Jesus ist zu seinem Vater zurückgekehrt.

Manch einer wird gemischte Gefühle haben, wenn er an seinen Vater denkt. Hatte er Zeit für seine Kinder, ging er streng mit ihnen um? Zeigte er seine Liebe und Zuneigung allen Geschwistern gleichermaßen oder wurde ein Sohn, eine Tochter bevorzugt? Gab es ein vertrautes Verhältnis zum Vater oder fühlten sich die Kinder alleingelassen? Die Lebensgeschichte Jesu zeigt: Jesus hatte ein klasse Verhältnis zu Gott, seinem Vater. Jesus besprach im Gebet alle Belange seines Lebens mit ihm.

Jesus hörte Gutes von seinem Vater. Die Liebe zwischen ihnen war unbeschreiblich. Ganz gleich, welches Verhältnis ein jeder von uns zu seinem Vater hat oder hatte: Mit Gott, dem himmlischen Vater, kann ich, können Sie alles besprechen. Nicht nur an Feiertagen wie Christi Himmelfahrt, sondern jederzeit. Und vielleicht wird dann für Sie der Himmelfahrtstag zu einem echten Vatertag.

  

Alfred Preuß

 

 

Die Himmelfahrt Jesu im Lukasevangelium 24,45-53

Nun erklärte er (Jesus) ihnen die Worte der Heiligen Schrift. Er sagte: „Es steht doch dort geschrieben: Der Messias muss leiden und sterben, und er wird am dritten Tag von den Toten auferstehen. … Gott wird jedem, der zu ihm umkehrt, die Schuld vergeben. … Ihr selbst habt miterlebt, dass Gottes Zusagen in Erfüllung gegangen sind. … Ich werde euch den Heiligen Geist geben, den mein Vater euch versprochen hat. … Jesus führte seine Jünger von Jerusalem nach Betanien. Er segnete sie mit erhobenen Händen.

Noch während er sie segnete, entfernte er sich von ihnen und wurde zum Himmel emporgehoben. Die Jünger fielen vor ihm nieder. Danach kehrten sie voller Freude nach Jerusalem zurück.

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