Nie allein


von Redaktion der Heilsarmee


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Ein Einzelner kann keine bedeutenden, landesweiten Veränderungen einleiten, doch viele, die gemeinsam für dasselbe Ziel einstehen – die Macht des Volkes, die Volksversammlung – können Gesetze verändern und Regierungen stürzen. Eine kurze Geschichtslektion unterstreicht das: Die USA erlebten während der Bürgerrechts- und Freiheitsbewegung der 1950er- und 60er-Jahre friedliche Proteste, die allzu oft mit Gewalt beantwortet wurden. Von den Unruhen in Nordirland, die in den 60er-Jahren begannen, sind bis heute zahlreiche Gewalttaten in Erinnerung. In Südafrika wandten sich Aufstände und Proteste – eine Mischung aus friedlichen und gewalttätigen Aktionen – seit den 1950er-Jahren bis zur Wahl von Nelson Mandela und dem Afrikanischen Nationalkongress 1994 gegen die Apartheid.

Und, wie wir alle wissen, begann der Fall der Berliner Mauer mit der friedlichen Revolution – einer Volksversammlung – im September 1989. Die wichtigste Parole der gewaltlosen Demonstranten lautete: „Wir sind das Volk!" Obwohl der Staat diese Gegenrevolution unterdrücken wollte, führte die Macht der Bürger, vereint gegen die Regierung, letztendlich zum Fall der Berliner Mauer im November 1989. Ohne die Macht des Volkes würde sie wahrscheinlich noch heute stehen.

2011 erlebten wir den Aufstand der Menschen in Nordafrika und im Nahen Osten: im Jemen, in Libyen, in Ägypten, in Syrien, in Saudi-Arabien, in Algerien, in Jordanien, in Tunesien, in Marokko, in Bahrain, im Iran und im Sudan. Mit Erstaunen – oder war es ein Schock? – sahen wir, wie Menschen zusammenstanden und in Ländern, die von diktatorischen Regimes regiert wurden, Reformen verlangten. Wir wurden Zeugen, wie Demonstranten bereit waren, in der Hoffnung auf positive Veränderungen ihr Leben zu riskieren.

In Zahlen liegt Stärke. Eine Ansammlung von Menschen schöpft Mut und gibt nicht so leicht auf. Eine Gruppe kann viel mehr erreichen als eine Einzelperson. Eine Menschenmenge lässt sich nicht einfach von ihrem Ziel abbringen. In Zahlen liegt Stärke.

Doch nicht alle Probleme lassen sich durch eine Volksversammlung lösen. So oft müssen wir uns der Welt alleine stellen: Wenn wir unter einer chronischen oder unheilbaren Krankheit leiden, wenn wir als Alleinerziehende Kinder großziehen, wenn wir uns um unsere betagten Eltern kümmern, wenn wir unter einem tyrannischen Vorgesetzten arbeiten. Manchmal, im Grunde ziemlich oft, lautet die Zahl Eins. Nur ich. Oder nur Sie. Alleine. Gott möchte nicht, dass wir mit irgendetwas alleine zurechtkommen müssen. Er hat einen anderen Plan:

„Meine Gnade ist alles, was du brauchst! Denn gerade wenn du schwach bist, wirkt meine Kraft ganz besonders an dir", 2. Korinther 12,9 Hfa.

Ganz gleich, vor welchen Hindernissen Sie stehen, wie machtlos Sie sich auch fühlen, Gott ist da, um Sie aufzurichten, um verlorene Hoffnung wiederzubeleben, um gebrochene Knochen zu heilen und um Ihren schwachen Willen zu stärken. Er ist nie überfordert.

Wie kann Gottes Gnade zu einer Realität in Ihrem Leben werden? Sagen Sie ihm, dass Sie Jesus brauchen. Bitten Sie ihn, Ihnen zu vergeben. Geben Sie Ihre eigenen Bemühungen auf und vertrauen Sie ihm, dass er alles in Ordnung bringt.

Marsha-Jean Bowles

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