Geschenkt ist geschenkt


von Romy Schneider


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Editorial dieser Magazin-Ausgabe

Nachfolgender Text ist ein Auszug aus der Ausgabe 19/2014 des Heilsarmee-Magazins.

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Neulich spielte ich mit meiner vierjährigen Nichte in ihrem Kinderzimmer. Ständig kramte sie ein anderes Spiel, Puzzle oder Buch, vorzugsweise über die bunte Pony-Welt, hervor. Und natürlich zeigte sie mir auch ihre Schätze. Ringe, Glitzerhaarspangen, Ketten – alles zumeist in Rosa. Einen Schmetterlingsring fand ich besonders toll und fragte Hannah: „Schenkst du mir den?“

Ich sah, wie sie mit sich rang, dann aber antwortete: „Klar schenk ich dir den, Tante Romy. Aber du musst ihn mir zurückgeben.“ Entzückend, nicht wahr? Kinder können so leicht Herzen erobern. Mit wenigen Worten, einer Umarmung oder einer entwaffnenden Logik. Wahrscheinlich hat jeder von uns vor Jahren einmal genauso Menschen zum Schmunzeln gebracht.

Wir alle waren ja einmal klein. Als wir im Mutterleib gerade fünf Millimeter groß waren, hat unser Herz zu schlagen begonnen. Und mit 14 Wochen konnten wir als Embryo bereits zwischen süß und bitter unterscheiden. Neben den Gemeinsamkeiten unserer körperlichen Entwicklung gibt es noch einen Aspekt, der mich besonders bewegt. Wir alle wurden bereits als Kind von Jesus Christus geachtet, wertgeschätzt und geliebt. Einfach so. Bedingungslos.

Die Bibel erzählt folgende Begebenheit: Eines Tages brachten einige Leute, möglicherweise waren es Eltern, Kinder zu Jesus. Unbedingt sollte er die Kinder segnen und für sie beten. Aber seine Jünger wollten sie wegschicken, doch Jesus entgegnete: „Lasst die Kinder zu mir kommen und haltet sie nicht zurück, denn für Menschen wie sie ist Gottes neue Welt bestimmt.“ Dann legte er ihnen die Hände auf und segnete sie. Ich wünsche mir, dass alle Kinder in jedem Moment ihres Lebens eine ebensolche Liebe erfahren.

 

Romy Schneider

 

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