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Sommer - Sonne - Gartenarbeit


von Redaktion der Heilsarmee


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Wer einen Garten besitzt, weiß, dass der Sommer keine Ruhezeit ist. Das Säen und Pflanzen ist zwar erledigt, aber das Unkrautjäten bleibt.

Um einer Diskussion vorzubeugen, was Unkraut ist und was nicht: mit Unkraut sind in diesem Artikel all jene Pflanzen gemeint, die dort wachsen, wo sie nicht sollen. Damit ist klar, dass nicht nur Löwenzahn oder Brennnessel gemeint sind, auch Akelei und Majoran gehören dazu. In meinem Garten haben sich sogar Walderdbeeren wild an mir nicht so genehmen Orten ausgesät.

Unkrautjäten ist eine immerwährende, nie endende Aufgabe, denn die Pflanzen wachsen beständig aufs Neue bzw. andere Pflanzen tauchen auf, nachdem ein Unkraut erfolgreich vertrieben wurde.

Bei Unkrautjäten – Gartenarbeit ist eine hervorragende Tätigkeit, um Gedanken zu sortieren – fiel mir auf, dass das Thema Unkraut sich im menschlichen Leben widerspiegelt. Im Leben von uns Menschen gibt es auch Unkraut. Die Bibel benutzt das Wort Sünde. Und wie bei den Pflanzen sind damit nicht nur die allgemein geächteten Verhaltensweisen gemeint. Ebenso können gute Verhaltensweisen zu Sünde werden, wenn sie am falschen Platz blühen – aus der falschen Motivation heraus geschehen.

Wer jemals Unkraut gejätet hat, weiß, dass die Herausforderung beim Jäten ist, die tief in die Erde hinabreichenden bzw. weit verzweigten Wurzeln zu erwischen. Das Gefährliche beim Unkraut sind eben nicht die sichtbaren Teile der Pflanze; es sind die Wurzeln, die immer wieder neue Triebe an die Oberfläche schicken. Ebenso reichen die Wurzeln der Sünde (Definition s. o.) tief in die Gedankenwelt, in das Unbewusste bei uns Menschen und es geht eben nicht nur darum, die äußerlich sichtbaren Sünden zu entfernen, sondern die Ursache anzugehen.

So wie das Unkraut nicht von selbst aus dem Garten verschwindet, sondern die Hilfe eines Menschen benötigt wird, so brauchen wir die Hilfe Jesu Christi um das Unkraut aus unserem Leben entfernen zu lassen. Er ist bereit, wenn wir einwilligen, in die Tiefe unserer Vorstellungen und Gedanken einzudringen, um uns von der Sünde zu heilen. Er möchte nicht nur die oberflächigen Auswirkungen beseitigen. Jesus Christus möchte uns durch und durch befreien.

Dran bleiben ist das Geheimnis. Je regelmäßiger Unkraut im Garten gejätet wird, desto mehr nimmt dieses ab bzw. desto weniger kann es sich im Garten ausbreiten. Je mehr wir Jesus Christus erlauben, in die Tiefe unserer Gedankenwelt einzudringen und das Unkraut zu entfernen, desto mehr wird sich im Garten, der sich Mensch nennt, Gottes schöne Pflanzen, die da Hoffnung, Liebe, Vergebung … heißen, sichtbar werden.

Sommer – Sonne – Zeit anzufangen, Jesus Christus an sich arbeiten zu lassen.

Heidrun Edwards

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