Sternstunde


von Anni Lindner


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Nachfolgender Text ist ein Auszug aus der Ausgabe 19/2014 des Heilsarmee-Magazins.

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An einem warmen Sommerabend liege ich mit zweien meiner Kinder auf dem Balkon und schaue in den Himmel hinauf. Die Dämmerung hat gerade begonnen, und so ist erst ein einziger Stern zu sehen. Die Venus, der Morgen- und Abendstern. Ich erzähle den Kindern, dass Jesus sich mit diesem Stern vergleicht.

„Er ist ganz am Anfang da, wenn noch kein anderer Stern zu sehen ist. Und am Morgen, wenn die anderen längst verblasst sind, leuchtet er immer noch. Das ist doch toll, oder? Als die Zeit begonnen hat, war Jesus schon da. Und auch, wenn alles zu Ende geht, bleibt er.“

Glücklich liegen wir da und lassen die Weite des Himmels auf uns wirken. Plötzlich zeigt mein Sohn mit dem Finger nach oben. Aufgeregt sagt er: „Mama, eben sah es so aus, als würde der Stern flackern!“

„Ja, das habe ich auch gesehen“, schmunzele ich.

Der kleine Mann dreht sich zu mir um und strahlt mich an. „Als würde Jesus uns zuzwinkern, oder?“ Und wer weiß? Vielleicht hat Gott es tatsächlich genau so gemeint.

  

Anni Lindner

 

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