Von Seifenblasen und ewigen Werten


von Philippa Smale


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Nachfolgender Text ist ein Auszug aus der Ausgabe 20/2014 des Heilsarmee-Magazins.

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Am 5. Oktober ist World Bubble Day – Weltseifenblasentag. Wer genau ihn ins Leben gerufen hat, weiß ich nicht, aber vor meinem inneren Auge sehe ich Straßen voller Menschen, die bunt schillernde Seifenblasen in allen Formen und Größen in die Luft schweben lassen. Kinderaugen leuchten, und lachend laufen die Kleinen den Blasen hinterher – bis diese zerplatzen.

Und tatsächlich werden in sozialen Netzwerken Fotos und Videos von zauberhaften Seifenblasen-Meisterwerken vergangener Aktionen geteilt. Aber der Aktionstag hat auch eine Botschaft. Jede Seifenblase steht für Liebe, Hoffnung und Frieden. Wenn die Blasen zerplatzen, erinnern sie an die Sehnsucht, dass all das Realität wird in einer Welt, in der es so viel Hass, Hoffnungslosigkeit und Krieg gibt.

Als ich über diesen Tag nachdachte, kam mir ein Lied aus dem Jahr 1919 in den Sinn: „I’m forever blowing bubbles, pretty bubbles in the air“ (Ich puste ständig Seifenblasen, schöne Blasen in die Luft). Heute ist es übrigens die Vereinshymne des Londoner Fußballklubs West Ham United. Das Lied handelt von der Hoffnung des Sängers auf eine bessere Zukunft, dass er jemanden findet, den er liebt und mit dem er sein Leben teilen kann. Dass die Luftschlösser, die er in seiner Fantasie baut, eines Tages Realität werden. Doch in der zweiten Zeile heißt es: „They fly so high, nearly touch the sky, then like my dreams they fade and die“ (Sie fliegen so hoch, berühren fast den Himmel, dann, wie meine Träume, verblassen sie und sterben). Die Träume des Sängers platzen wie die Seifenblasen, und er ist wieder dort, wo er angefangen hat – bei dem Wunsch nach etwas Besserem.

Jesus verspricht keine Luftschlösser Wussten Sie, dass Liebe, Hoffnung und Frieden drei wesentliche Themen des Evangeliums sind? Aus Liebe zu den Menschen opferte Jesus Christus sein Leben am Kreuz, damit jeder Mensch gerettet werden kann. Als er für unsere Sünden starb, gab er uns Hoffnung für die Zukunft. Weil er von den Toten auferstand, haben wir die Verheißung auf ewiges Leben bei ihm. Mit diesen schönen Worten versprach er uns seinen Frieden:

„Ich lasse euch ein Geschenk zurück – meinen Frieden. Und der Friede, den ich schenke, ist nicht wie der Friede, den die Welt gibt. Deshalb sorgt euch nicht und habt keine Angst“ (Johannesevangelium, Kapitel 14, Vers 27).

Seifenblasen zerplatzen sehr leicht und schnell. Auch Träume und Wünsche können verblassen und sterben, wie sehr wir sie auch manchmal festhalten möchten. Aber was Jesus versprochen hat, verblasst und stirbt niemals. Darauf können wir uns verlassen. Seine Versprechen an uns sind keine Seifenblasen. Sie sind feste Realität.

  

Philippa Smale

 

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