Sozialarbeit

Die Sozialarbeit der Heilsarmee in Leipzig ist vielfältig und hat eine höchst interessante Geschichte.

Nach der Gründung der ersten Gemeinde 1896 gab es zunächst praktische Hilfe durch Laien. Sie verteilten Kleidung und Lebensmittel an Bedürftige. Zehn Jahre später gab es bereits zusätzlich zu drei Gemeinden mit niedrigschwelligen Angeboten ein Wohnheim für Männer. 1917 wurde ergänzend ein Heim für Mädchen eingerichtet. In diesen "professionellen" Angeboten wurden ausgebildete bzw. geschulte Mitarbeiter eingesetzt.

In den sehr schwierigen Jahren nach dem 2. Weltkrieg verteilte die Heilsarmee kostenlose Mahlzeiten. Den Höhepunkte markierte das Jahr 1923, in dem auf dem Augustusplatz hundertetausende Mahlzeiten an die hungernde Bevölkerung ausgegeben wurden.

Über die Jahre des 2. Weltkrieges und die Anfangsjahre in der DDR ist leider wenig Informatives bezüglich der Leipziger Heilsarmee zu finden.

Sofort nach der Wieder-Eröffnung 1990 gibt es niederschwellige Angebote, 1992 wurde die Trägerschaft für ein Asylbewerberheim in Grünau übernommen, später dann für ein zweites Haus.

2000 wurde nach einer Reihe von Umzügen in den Wendejahren endlich auch für die restliche Arbeit ein dauerhafter Standort gefunden: das Jugendcafé "Die Brücke" und das Begegnungszentrum sind seit diesem Zeitpunkt in Paunsdorf verortet.