Lichttherapie des Glaubens


von Ralf Achter


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Nachfolgender Text ist ein Auszug aus der Ausgabe 3/2015 des Heilsarmee-Magazins.

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Gehören Sie auch zu den Menschen, denen die dunkle Jahreszeit seelisch und körperlich ziemlich zu schaffen macht? Wenn Sie diese Frage bejahen können, sind Sie kein Einzelfall. Neuere Untersuchungen haben ergeben, dass nur die Hälfte der Deutschen die kalten und lichtarmen Monate des Jahres weitgehend ohne Beschwerden übersteht. Die andere Hälfte klagt im Winter über vermehrte Krankheitsanfälligkeit, Müdigkeit, häufige Erschöpfung und depressive Verstimmungen.

Die Medizin hat schon seit einiger Zeit die sogenannte „Lichttherapie“ entwickelt, um bei diesen Symptomen Abhilfe zu schaffen. Hierbei werden spezielle Leuchten verwendet, die ein besonders intensives und angenehmes Weißlicht erzeugen. Über die Netzhaut des Auges und das Gehirn gelangt dieses Licht in Körper und Seele der Betroffenen. Dort kann es seine ausgleichende und heilsame Wirkung entfalten. Viele Ärzte berichten von einer deutlichen Steigerung des Wohlbefindens bei den Menschen, die diese Lichttherapie in Anspruch genommen haben.

Eine Lichttherapie ganz besonderer Art hält auch Gott bereit. In der Bibel werden drei Leuchten vorgestellt, mit denen Gott das Licht des Glaubens auch in das Leben von Menschen hineinstrahlen lassen möchte. Wer bereit ist, sich dafür zu öffnen, kann die wohltuende Wirkung dieses heilsamen Lichts ganz persönlich entdecken und erfahren.

Das erste Licht, das Gott uns schenken möchte, ist das Licht, das Leben schafft.

Schon ganz am Anfang der Bibel wird uns davon berichtet. Gott stellt sich dort als Schöpfer der Erde vor, der auch das Licht hervorgebracht hat. „Gott sprach: Es werde Licht! Und es wurde Licht“ – so lesen wir es im 1. Buch Mose 1,3. Mit diesem Licht hat Gott die Entwicklung des Lebens auf der Erde erst möglich gemacht. Die Sonne versorgt unseren Planeten jeden Tag zuverlässig mit ihrer Wärme und ihrem Licht. Sie scheint dabei über schier unerschöpfliche Energiereserven zu verfügen. Kein Leben, kein Wachstum, kein Reifen und Gedeihen wären auf dieser Erde denkbar ohne dieses Licht. Es schafft Leben. Gott ist wahrhaftig der „Vater des Lichts“, schreibt Jakobus im Neuen Testament (Jakobusbrief 1,17). Davon können wir uns an jedem Tag wieder neu überzeugen.

Das zweite Licht, von dem uns die Bibel berichtet, ist das Licht, das Frieden bringt.

Dieses Licht hat Gott uns mit seinem Sohn Jesus Christus nahegebracht. Der Sohn Gottes blieb nicht auf Distanz. Er kam vielmehr in diese, unsere Welt hinein. Er wurde einer von uns. Sein Kommen war Jahrhunderte vorher schon angekündigt worden:

"Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finsteren Lande, scheint es hell“,

hatte der Prophet Jesaja bereits 700 Jahre vor Christus die Geburt Jesu vorausgesagt (Jesaja 9,1). Jesus bezeugt von sich selbst:

„Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben“ (Johannes 8,12).

Jesus hat am Kreuz die Dunkelheit unserer Schuld, die Nächte unserer Verzweiflung und die Finsternis unserer Hoffnungslosigkeit auf sich genommen. Er lädt uns ein, in das Licht seiner Liebe und seiner Vergebung zu kommen. Dieses Licht will uns Frieden bringen – Frieden mit Gott, Frieden mit uns selbst und Frieden mit anderen Menschen. Sehnen Sie sich nach diesem Licht?

Noch ein drittes Licht möchte Gott für uns aufleuchten lassen. Es ist das Licht, das Frucht erzeugt.

Gott verspricht allen Menschen, die ihm nachfolgen, die ihm vertrauen, ein Leben in der Kraft des Heiligen Geistes. Er möchte mit seinem Licht in unseren Herzen wohnen. Er will uns damit erneuern und verändern.

„Ihr wart früher Finsternis; nun aber seid ihr Licht in dem Herrn. Lebt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.“

Diese Worte des Apostels Paulus aus dem Epheserbrief (Epheser 5,8-9) gelten jedem Menschen – jedem, der sich auf dieses neue Leben mit Gott eingelassen hat. Wir sind dann Kinder des Lichts und dürfen entsprechende Frucht bringen. Menschen, die Gott verändert hat, scheinen wie Lichter in der Dunkelheit dieser Welt. Ich will mich immer wieder dieser Lichttherapie Gottes aussetzen und mich mit meinem ganzen Leben diesen Lichtquellen des Glaubens zuwenden. Möchten Sie sich nicht ebenfalls anschließen? Dann könnte dieses Jahr 2015 auch zu Ihrem ganz persönlichen „Jahr des Lichts“ werden.

ralf achter

  

Ralf Achter

 

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