Stellenangebote 2017 für dein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) / Bundesfreiwilligendienst (BFD)

Du möchtest einen Unterschied machen?

Wir sind froh über jede Art der Unterstützung unserer Arbeit. Darum freuen wir uns sehr darüber, wenn Menschen ihre Zeit spenden. Neben einer ehrenamtlichen Tätigkeit in den Gemeinden oder Sozialeinrichtungen der Heilsarmee kann dies auch ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) zwischen Schule, Ausbildung und Studium oder ein Bundesfreiwilligendienst (für Personen über 27 Jahren) sein.

Ob im Missionsteam auf der Reeperbahn in Hamburg, in einem Seniorenheim in Krefeld oder in einer unserer Gemeinden: Auf junge Menschen warten vielfältige Einsatzmöglichkeiten, um wertvolle Erfahrungen zu sammeln und anderen zu helfen.

Übersicht der FSJ- und BFD-Stellenangebote der Heilsarmee

EinrichtungOrtStellen (Anzahl)Infos & Ansprechpartner
Heilsarmee-GemeindeChemnitz (Sachsen)BFD (3); FSJ (2)www.heilsarmee.de/chemnitz
Heilsarmee-GemeindeFreiburg (Baden-Württemberg)FSJwww.heilsarmee.de/freiburg
Heilsarmee-GemeindeGuben (Brandenburg)FSJ (1)www.heilsarmee.de/guben
Missionsteam HamburgHamburgFSJ (8)www.heilsarmee.de/missionsteam
Gösta-Blomberg-Haus, PflegezentrumKrefeld (NRW)BFD/FSJ (1)www.heilsarmee.de/goestablomberghaus
Heilsarmee-GemeindeLeipzig (Sachsen)BFD (2); FSJ (3)www.heilsarmee.de/leipzig
Heilsarmee-GemeindeMeißen (Sachsen)FSJ (1)www.heilsarmee.de/meissen
Heilsarmee-GemeindeSolingen (NRW)FSJ (1)www.heilsarmee.de/solingen

Persönliche Erfahrungsberichte

Sarah Kaufmann (19), FSJ im Gösta-Blomberg-Haus Krefeld (NRW)

Beschreibe in wenigen Sätzen deine Arbeit:

Ich mache eigentlich alles, wo ich gebraucht werde – mit den Bewohnern zum Arzt gehen, Rezepte abholen, Fahrdienste oder auch einfach nur einen gemeinsamen Spaziergang. Auch bei den Freizeitangeboten bin ich mit dabei, wie beispielsweise Bingo spielen oder aus der Zeitung vorlesen. Außerdem schreibe ich noch für die Website, wenn es ein besonderes Ereignis gab.

Was hat dich motiviert, dich für ein FSJ bei der Heilsarmee zu bewerben:

Ich wollte etwas Soziales machen und habe ein FSJ in der Nähe gesucht, um in der Nähe von Familie und Freunden zu bleiben. Es sollte entweder etwas mit Kindern oder älteren Menschen sein und so bin ich im Gösta-Blomberg-Haus gelandet. Bis dahin kannte ich die Heilsarmee eigentlich nur vom Hörensagen.

Was für besondere Geschichten hast du im Rahmen deines FSJ erlebt?

Es gibt so viele kleine Sachen. Wenn man etwas von den Leuten zurückbekommt und sie einem Danke sagen – das sind immer besonders schöne Momente!

Was hast du für dich persönlich in deiner Zeit im FSJ gelernt?

Ich habe mehr Geduld gelernt. Früher musste immer alles schneller gehen und ich war hektischer. Jetzt geh' ich definitiv ruhiger mit Leuten um, es muss nicht mehr immer alles sofort sein. Ich plane mir einfach mehr Zeit ein und nehme mir die dann auch. Dadurch bin ich sortierter und organisierter geworden.

Was würdest du einem Interessenten für ein FSJ/ Praktikum bei der Heilsarmee gerne mit auf den Weg geben?

Sei offen für alles! Du solltest dich auf Leute einlassen können und definitiv keine Berührungsängste haben.

Simeon Rein (19), FSJ im Missionsteam Hamburg

Beschreibe in wenigen Sätzen deine Arbeit:

Wir sind sehr viel mit dem Vorbereiten von Essen beschäftigt. Beispielsweise muss jeden Mittwoch und Samstag Gemüse geschnitten werden, das wir dann für die Suppe verwenden. Außerdem kochen wir Suppen, schmieren Brote, bereiten Salat und Nachtisch oder auch mal anspruchsvollere Mahlzeiten zu. Ansonsten bereiten wir viele Andachten oder missionarische Aktionen vor! Auch das Haus, in dem wir wohnen und arbeiten, muss in Schuss gehalten und geputzt werden.

Was hat dich motiviert, dich für ein FSJ bei der Heilsarmee zu bewerben:

Ich wollte ein FSJ machen, da ich mich ein Jahr für Gott und andere Mitmenschen einsetzen wollte. Die Heilsarmee hat mich motiviert, weil ich ihre Arbeit unter Obdachlosen super finde und das für mich ein Bereich ist, den ich vorher noch nicht kannte.

Was für besondere Geschichten hast du im Rahmen deines FSJ erlebt?

Vor zwei Wochen hat mich eine Person beim Gebetsspaziergang angesprochen und gefragt, ob ich für sie beten könnte! Es ist ein sehr berührendes Gespräch zustande gekommen. Das war ein unglaublich schöner Moment.

Was hast du für dich persönlich im FSJ gelernt?

Dass man auch von Obdachlosen viel lernen kann, und von Christen, die selbst fast nichts besitzen, den Umgang mit Geld am besten lernt!

Inwiefern hat das FSJ deine Sichtweise auf die Not in der Gesellschaft verändert?

Ich habe gemerkt, wie einfach man in solch eine Not kommen kann, und wie schwer es ist, da wieder herauszukommen. Allerdings habe ich auch gelernt, wie einfach man solchen Menschen eine Freude machen kann!

Was würdest du einem Interessenten für ein FSJ/Praktikum bei der Heilsarmee gerne mit auf den Weg geben?

Es ist zwar eine sehr anstrengende und ab und zu auch stressige Zeit, aber die Erfahrungen, die man mit Gott macht, und wie man persönlich wächst, sind einfach super!

Tobias (19), FSJ im Missionsteam Hamburg

Beschreibe in wenigen Sätzen deine Arbeit:

Ich helfe Menschen auf der Reeperbahn und erzähle ihnen von meinem Glauben. Dabei bin ich praktisch und seelsorgerlich tätig. Die praktischen Aufgaben sind Kochen, Putzen, Gemüse schneiden, Theater spielen/schreiben und Technik auf-/abbauen. Ich arbeite seelsorgerlich, versuche mit Leuten ins Gespräch zu kommen und ein offenes Ohr für ihre Anliegen zu haben, und erzähle ihnen von Jesus.

Was hat dich motiviert, dich für ein FSJ bei der Heilsarmee zu bewerben:

Der Wunsch, Erfahrungen zu sammeln, hat mich motiviert. Ich wollte in meiner Persönlichkeit reifen. Ein weiterer Grund war, dass ich mal von zuhause weg wollte, und selbständig leben lernen wollte. Außerdem wollte ich bewusst ein Jahr für Gott leben und arbeiten und ihn so näher kennenlernen.

Was für besondere Geschichten hast du im Rahmen deines FSJ erlebt?

Jemand wurde vor meinen Augen von einem Zuhälter zusammengeschlagen – die Vorgeschichte habe nicht mitbekommen. Ich habe nur gehört, wie einige Prostituierte einen Mann angeschrien. Dann kam ein Zuhälter, der ihn wegschubste und dann mit aller Wucht zutrat. Obwohl der Mann sehr groß war, flog er gegen eine Stange. Dort blieb er einige Zeit liegen, bis er wieder aufstand und wegging. Kein Mensch reagierte. Das ganze dauerte vielleicht 10 Sekunden.

Was hast du für dich persönlich in deiner Zeit im FSJ gelernt?

Ich habe gelernt, selbstbewusst aufzutreten und Beziehungen zu knüpfen und zu pflegen.

Inwiefern hat das FSJ deine Sichtweise auf die Not in der Gesellschaft verändert?

Die gesellschaftliche und persönliche Not ist für mich realer geworden.

Was würdest du einem Interessenten für ein FSJ/ Praktikum bei der Heilsarmee gerne mit auf den Weg geben?

Du kannst hier eine Menge lernen. Du wirst reifen, vor allem an deiner Persönlichkeit.

Jessy Voigt (17), FSJ in der Gemeinde Guben (Brandenburg)

Beschreibe in wenigen Sätzen deine Arbeit:

Sozialarbeit und Hausarbeit. Das heißt, dass ich an den Vormittagen oft beim Putzen, Aufräumen oder auch Vorbereiten helfe. Montags ist immer Mitarbeiterfrühstück. Mittwochs bin ich beim Zumba mit dabei, das wir hier anbieten. Donnerstags ist Bibelstunde und einmal im Monat haben wir auch Frauenfrühstück. Viermal die Woche ist Familiencafé, da spiele ich mit den Kindern oder unterhalte mich mit den Erwachsenen – da haben wir auch immer eine besondere Aktion, wie Frühlingsbasteln oder so. Außerdem bieten wir Hausaufgabenhilfe an. Es ist immer sehr abwechslungsreich und wir wechseln uns hier auch immer ab, wer was macht oder wo mithilft.

Was hat dich motiviert, dich für ein FSJ bei der Heilsarmee zu bewerben:

Das Erlebnis, alleine weiter weg zu wohnen, mit zwei jungen Familien zusammen, und dass sozial schwächere Menschen zu unserem Familiencafé kommen. Ich habe mich über Netzwerk M bestimmt auf 30 Stellen per E-Mail beworben, darunter war auch die Heilsarmee. Von anderen habe ich auch Antwort bekommen, aber die von der Heilsarmee war am interessantesten, weil sie persönlicher war. Christian hat mir angeboten, mal zu telefonieren oder vorbeizukommen. Von den meisten anderen hab ich nur gehört, wohin ich meine Bewerbungsunterlagen schicken soll.

Woher kommst du?

Ich komme aus Berlin, aber Guben finde ich voll schön. Hier ist viel weniger Trubel. Guben ist so schläfrig – ich habe das Gefühl, die Leute gehen hier nur im Frühling raus auf die Straße.

Was für besondere Geschichten hast du im Rahmen deines FSJ erlebt?

Es gab viel Schönes, wie zum Beispiel das Frauenwochenende und auch die Bundesfreiwilligendienst-Seminare. Generell kann ich das eigentlich gar nicht sagen, weil jeder Tag hier so besonders ist und ich viel erlebe. Neulich hatten wir Dschungelcamp und ich hab das mit Christian, unserem Leiter hier, moderiert. Am Ende der Woche mussten wir dann eine Prüfung ablegen, was richtig viel Spaß gemacht hat.

Was hast du für dich persönlich im FSJ gelernt?

Ich habe gelernt, selbständiger zu sein. Ich wohne hier allein, also mit im Haus der Heilsarmee in meinem eigenen kleinen Apartment mit Küche und so. Das heißt, ich habe gelernt, einen eigenen Haushalt zu führen und mit Geld klarzukommen. Außerdem habe ich durch die Arbeit bei der Heilsarmee voll viel gelernt, wenn es darum geht, mit anderen umzugehen oder auch mit Kindern zu arbeiten. Am Anfang war es nicht so einfach, den Kindern Grenzen zu setzen – das musste ich definitiv lernen.

Inwiefern hat das FSJ deine Sichtweise auf die Not in der Gesellschaft verändert?

Es ist mir wichtig geworden, mehr für Schwächere da zu sein und nicht immer zu sagen, dass es mir selbst schlecht geht. Denn es gibt Leute, denen geht es viel schlechter.

Was würdest du einem Interessenten für ein FSJ/Praktikum bei der Heilsarmee gerne mit auf den Weg geben?

Du hast Bock auf viel Action und willst an die ein oder andere Grenze gehen? Dann bist du HIER genau richtig! Denn hier erlebst du nicht nur Spaß, sondern Liebe und Zusammenhalt, wie in einer großen Familie.

Gideon Uhlig (19), FSJ in der Gemeinde Chemnitz (Sachsen)

Beschreibe in wenigen Sätzen deine Arbeit:

Ich bin Teil des Hausteams und wir rotieren zwischen verschiedenen Bereichen. Im Jugendcafé, beim Kinderprogramm "McTurtle" oder im Familiencafé. Ich bin bei der Betreuung von Jugendlichen dabei, oder bei Bastelaktionen mit den Familien. Allgemein verbringen wir einfach viel Zeit mit den Leuten und sind offen für alle, die kommen.

Was hat dich motiviert, dich für ein FSJ bei der Heilsarmee zu bewerben:

Ich habe über Freunde davon gehört, die schon hier waren und das cool fanden. Dann habe ich mich auf der Homepage erkundigt und einfach mal angerufen. Beim Probearbeiten fand ich die Atmosphäre einfach nur klasse – das Miteinander ist einfach einzigartig.

Woher kommst du?

Chemnitz – Chemnitz ist klasse!

Was für besondere Geschichten hast du im Rahmen deines FSJ erlebt?

Krass finde ich einfach, wie das Team hier aufgebaut ist. Man kann so viel Verantwortung übernehmen und übelst wachsen. Ich weiß gar nicht, ob's das nochmal so gibt. Es ist wirklich ein Team und wir können uns alle gleich einbringen und haben einen krassen Zusammenhalt.

Was hast du für dich persönlich in deiner Zeit im FSJ/Praktikum gelernt?

Ich habe gelernt, selbstständig zu arbeiten, Verantwortung zu übernehmen, Ideen zu haben und die dann auch umzusetzen. Wir sind ein Team und wenn jemand krank ist, dann hilft man halt aus. Wir arbeiten als Team und ich habe da auch gelernt, nicht nur auf mich zu schauen.

Inwiefern hat das FSJ deine Sichtweise auf die Not in der Gesellschaft verändert?

Ich komme aus 'nem relativ behüteten Elternhaus und dachte darum am Anfang, als ich mit manchen Leuten in Berührung kam: "Boah krass, was sind das für welche?!" Man merkt dann aber schnell, dass die voller Qualitäten sind und auch übelste Begabungen haben, das aber teilweise selber nicht sehen. Meine Wahrnehmung von solchen Leuten hat sich voll verändert, weil ich gemerkt hab, dass da so viel mehr Positives hinter den Leuten steckt, als man zu Anfang denkt.

Was würdest du einem Interessenten für ein FSJ/Praktikum bei der Heilsarmee gerne mit auf den Weg geben?

Sei offen! Du musst dich nicht verstellen, du wirst hier angenommen mit all deinen Stärken und Schwächen. Man kann sich hier so, wie man ist, einbringen. Sei offen für Leute, von denen du erst mal denkst, wie krass die eigentlich sind. Hab 'ne Bereitschaft, viel mit Leuten zu machen – wenn man in sie investiert, bekommt man auf jeden Fall was zurück.

Hannah Weidauer (19), FSJ in der Gemeinde Chemnitz (Sachsen)

Beschreibe in wenigen Sätzen deine Arbeit:

Mein Hauptbereich ist die Mitarbeit im Familiencafé und in der Mädchengruppe (für Teenager im Alter von 10 bis 14 Jahren). Nachmittags und abends arbeite ich in der Betreuung der Kinder und Familie sowie der Jugendlichen. Vormittags besprechen wir uns im Team und bereiten die Programme für den Nachmittag vor.

Was hat dich motiviert, dich für ein FSJ mit der Heilsarmee zu bewerben:

Ich wollte meinen Horizont erweitern und andere Lebensverhältnisse kennenlernen, damit ich persönlich Reifen und Wachsen kann. Aber auch neue Leute zu treffen, die genau so wie ich mit Jesus leben und für ihn brennen habe ich mir für das Jahr sehr gewünscht. Mir ist es wichtig über den Tellerrand hinauszublicken und das Leben anderer kennenzulernen.

Was für besondere Geschichten hast du im Rahmen deines FSJ erlebt?

Ich erlebe immer wieder neu, wie sehr das gerade mein Platz ist, für mich und andere. Und das kann ich jeden Tag im kleinen und großen spüren und ganz spannend erleben.

Was hast du für dich persönlich in deiner Zeit im FSJ/Praktikum gelernt?

Ich habe wirklich viel gelernt. Zum Beispiel wie sehr mir die Arbeit mit Menschen bedeutet und was mir wirklich liegt bzw. wo meine Begabungen liegen. Aber auch, dass ich oft sehr oberflächlich über Personen gedacht habe, ohne sie überhaupt zu kennen.

Inwiefern hat das FSJ/Praktikum deine Sichtweise auf die Not in der Gesellschaft verändert?

Meine Sicht hat sich sehr verändert. Viele Leute sagen oft, wie sehr sie dankbar sind für das, was hier in der Heilsarmee Chemnitz passiert. Ich denke, dass man oft auf den ersten Blick nicht erkennen kann, in welchen Problemen eine Person wirklich steckt, das merkt man eben erst später. Und genau das hat mich sehr überrascht und verändert.

Was würdest du einem Interessenten für ein FSJ/ Praktikum bei der Heilsarmee gerne mit auf den Weg geben?

Es ist eine super Chance, für junge Leute sich und Jesus neu kennenzulernen und über den Tellerrand hinauszuschauen. Gebt diese wertvollen FSJ/BFD etc. niemals auf! Wir brauchen euch und ihr uns ;) Danke!